Saal

Ausweichverkehr in der Saaler Marienstraße ruft Unmut hervor

Investitionsbedarf im Bauhof: Die Gemeinderatsmitglieder der Marktgemeinde Saal begutachteten die Geräte, die Heizung und die Bausubstanz. Foto: Regina Vossenkaul

Mit der Besichtigung des Bauhofs begann die Sitzung des Gemeinderats in Saal, Bauhofleiter Holger Pecat führte durch die Abstell- und Lagerhalle, die die Gemeinde Ende der 90er-Jahre von der Baywa übernommen hatte. Schnell wurde klar, dass erheblicher Investitionsbedarf besteht, denn viele Fahrzeuge und Geräte sind um die 30 Jahre alt und älter, verlieren Öl oder sind nur bedingt einsatzfähig.

Letzteres gilt auch für den rund 20 Jahre alten Schneebesen-Aufsatz, der verzogen ist, eine Reparatur wäre zu teuer, berichtete Pecat. Für den Bagger, Baujahr 1989, gibt es keine Ersatzteile mehr, er rostet vor sich hin, nimmt viel Platz weg und wird nur sporadisch gebraucht. Eine Neuanschaffung – auch gebraucht – lohnt sich nicht, zumal man sich bei einer Bad Königshöfer Firma bei Bedarf kostengünstig ein passendes Gerät ausleihen kann, wurde besprochen. Man müsse die Anschaffungskosten gegen die Auslastung aufrechnen, hieß es in der Diskussion.

Heizung soll auf Gas eingestellt werden

Pecat würde sich einen Radlader wünschen, eventuell einen Teleskop-Radlader, mit dem man viele der anfallenden Arbeiten erledigen könnte. Am wichtigsten sind jedoch alle Geräte, die für den Winterdienst notwendig sind, auch der Streuer ist schon 20 Jahre alt. Rüttler, Stampfer und Flex müssten demnächst ersetzt werden, alles kam auf die Anschaffungsliste und wird in die nächsten Haushaltsberatungen miteinbezogen. Erste Angebote hat Pecat schon eingeholt.

Die Öl-Heizung ist bereits 39 Jahre alt und soll auf Gas umgestellt werden, schlug der Bauhofleiter vor, das benachbarte Feuerwehrhaus hat bereits einen Gasanschluss. Hier wäre eine Energieberatung angebracht, wurde besprochen, dafür hat sich die Gemeinde beworben, aber noch keine Zusage erhalten.

Dorferneuerung zur Förderung von Kleinstunternehmen

In der VG wurde die Gemeinderatssitzung fortgesetzt, zunächst mit einer Information über den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und Abstellraum im Bereich "Westlich des Bildhäuser Weges" im Genehmigungs-Freistellungsverfahren. Keine Einwände gab es zum Antrag für Abbruch und Neubau eines Dachgeschosses in Waltershausen sowie für den Einbau von Dachgauben in ein bestehendes Wohnhaus ebenfalls in Waltershausen.

Der Erlass einer Kostensatzung wurde vertagt. Fast hätte Punkt sieben der Tagesordnung das gleiche Schicksal ereilt, allerdings drückt beim Punkt "Einleitung einer einfachen Dorferneuerung zum Zweck der Förderung von Kleinstunternehmen" die Zeit, deshalb wurde dem Einstieg in das Programm zugestimmt, nachdem Bürgermeister Norbert Bauer die wichtigsten Bedingungen erläutert hatte.

Gefährdung von Kindern befürchtet

Als Kleinstunternehmer gelten hier Geschäfte und Dienstleister mit weniger als zehn Beschäftigten, die zur Grundversorgung der Bevölkerung beitragen, wie Bäcker, Metzger, Pflegedienst und eine Geschäftsgründung oder -erweiterung planen. Dazu gibt es staatliche Zuschüsse über das Amt für Ländliche Entwicklung in Höhe von 40 bis 45 Prozent bei einer Mindestinvestition von 10 000 Euro.

Der Bürgermeister teilte mit, dass gegen die Verursacher von Müllablagerungen Anzeige erstattet wurde. Einige Wünsche und Anregungen wurden besprochen, länger diskutierten die Gemeinderäte über Möglichkeiten, den Ausweichverkehr durch die Marienstraße zu verhindern. Besonders André Haag befürchtete eine Gefährdung von Kindern und die Beschädigung der neuen Straße, die für derartige Belastungen durch Lkw nicht ausgelegt sei.

Ortskundige Fahrer vermeiden den Stopp an der Ampel, die wegen der Sperrung der B 279 Richtung Großeibstadt und der Umleitung über Kleineibstadt an der Hauptstraße den Verkehr regelt. Bekannte Firmen könnten angerufen und ermahnt werden, hieß es, man könnte auch durch parkende Autos der Anlieger die Durchfahrt erschweren. Unterstützt wurde der Antrag von Conny Dahinten, am Marktplatz hydraulisch versenkbare Barrieren einzubauen, wenn sie Kosten von 15 000 Euro nicht übersteigen, um die Schulkinder vor durchfahrenden Autos zu schützen.

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