Mellrichstadt

Autonomes Fahren: Studenten auf Interview-Tour

Für das Konzept „Mobilität von morgen“ analysierten derzeit Studenten die Situation in Mellrichstadt, damit aus Visionen konkrete Projekte für die Zukunft werden.
Gruppenbild aller Akteure im Schlosshof der VG Mellrichstadt mit den Studierenden der Hochschule für Technik Stuttgart, den Professoren Lutz Gaspers und Leyla Chakar (beide rechts) sowie den Vorstandsmitgliedern der Freien Wähler zu Beginn des Gastbesuchs in Mellrichstadt.
Gruppenbild aller Akteure im Schlosshof der VG Mellrichstadt mit den Studierenden der Hochschule für Technik Stuttgart, den Professoren Lutz Gaspers und Leyla Chakar (beide rechts) sowie den Vorstandsmitgliedern der Freien Wähler zu Beginn des Gastbesuchs in Mellrichstadt. Foto: Georg Stock

So oder so wird das autonome Fahren kommen – wenn auch nur schrittweise. Da sind sich die Experten in aller Welt einig. Die Freien Wähler Mellrichstadt wollen rechtzeitig Weichen stellen, um dem Anspruch „Dem autonomen Fahren gehört die Zukunft“ gerecht zu werden. Mit Professor Lutz Gaspers, der sich an der Hochschule für Technik Stuttgart intensiv den Themen Mobilität und Verkehr widmet, haben sie einen Experten, der an Lösungen mitarbeiten will. Wie bei der Aufgabe: „Welche Auswirkungen hat die Einführung des autonomen Fahrens auf Mellrichstadt und Umgebung?

Im Alter länger mobil sein 

Die Materie ist noch neu. Es gilt, die Menschen im ländlichen Raum zu sensibilisieren, dass selbstfahrende Autos keine Utopie bleiben, sondern in Zukunft die Mobilität und damit einhergehend den Individualverkehr verändern. Manche Menschen mag diese Entwicklung überfordern, ja Angst machen, weil das Vertrauen in diese neue Technologie fehlt. Dabei wird dem autonomen Fahren mehr Sicherheit zugeschrieben, auch mehr Flexibilität sowie Zeit- und Kostenersparnis. Für alle Nutzer, ob jung oder alt. Besonders letztere könnten davon profitieren. Haben sie doch so den Vorteil, im Alter länger mobil sein zu können.

Interne Diskussionsrunde um das Thema „Mobilität von morgen“ von Studenten mit Michael Kraus von den Freien Wähler im VG-Schlosskeller.
Interne Diskussionsrunde um das Thema „Mobilität von morgen“ von Studenten mit Michael Kraus von den Freien Wähler im VG-Schlosskeller. Foto: Georg Stock

Als Ideengeber hatten Thomas Erhard und Michael Kraus (Freie Wähler) das Projekt „Mobilität von morgen in Mellrichstadt“ angestoßen. Und mit Professor Gaspers und seinen Studenten, die Bauingenieurwesen oder Infrastrukturmanagement in Stuttgart studieren, die richtige Wahl für das angestrebte Mobilitätskonzept getroffen. Also könnte sich in dem Papier auch der gute Eindruck niederschlagen, den die Gäste von der Stadt und den Leuten an der Streu gewonnen haben. Den haben sie aufgrund persönlicher Begegnungen mehrfach bei ihren Umfragen erlebt, wie sie in der Schlussrunde wiederholt bestätigten.

In Mellrichstadt kann man überall parken

So zeigte sich die Gruppe überrascht über das bunte Angebot des Einzelhandels „bei der Größe der Stadt“, ebenso fiel den jungen Leuten auf, dass man „hier überall parken kann“. Andererseits bemerkten sie auch die Tatsache, dass vielfach selbst kurze Wege in der Stadt mit dem Auto zurück gelegt wurden. Drei Beispiele nur, herausgegriffen aus einem Dreitages-Aufenthalt in Mellrichstadt.

In welchem Zeitkorridor das geschieht, ob nun in zehn oder 15 Jahren - die Mobilität von morgen ist autonomes Fahren, sind auch die Mellrichstädter Ideengeber überzeugt. Doch fahren die Autos der Zukunft keineswegs nur autonom -  sie sind mit ihrer Umgebung vernetzt. Ein Aspekt, der Thomas Erhard besonders am Herzen liegt. Das ist nach seiner Überzeugung der Schlüssel, um „den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden“.

Auch ÖPNV-Beauftragte beim Workshop

Den Gastaufenthalt der Studenten aus Stuttgart hatte Thomas Dietz organisiert, für die  Wohlfühl-Atmosphäre in Mellrichstadt zeichnete das Vorstands-Duo der Freien Wähler mit Sabine Scharfenberger und Nicole Seemann verantwortlich. Gäste beim Auftakt-Workshop waren Ronald Ziegler, der ÖPNV-Beauftragte des Landkreises Rhön-Grabfeld, sowie Sabrina Sum-Dietz vom Busunternehmen Otto Sum in Mellrichstadt.

Kurz, aber herzlich fiel der Willkommens-Gruß von Bürgermeister Eberhard Streit an die Gäste aus. Das Projekt ziele auf ein wichtiges Zukunftsthema ab. Er sei gespannt auf die Ergebnisse, denn „für den ländlichen Raum hat die Mobilität von morgen elementare Bedeutung“.

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