Bad Königshofen

Bad Königshofen: Kein Stopp bei der Planung der Grabfeldschule

So in etwa könnte das Grabfeldmodell aussehen, das im kommenden Jahr im Eingangsbereich des Museums Schranne zu finden ist. Es ist Teil des neuen Grabfeld-Treffpunktes und wird das Grabfeld mit den Ortschaften darstellen. Die Besonderheit: Dieses Modell wird über einen Beamer projiziert. Dadurch werden die verschiedenen Epochen des Grabfeldes durch Bilder, Szenen oder auch Wappen und Schriftzeichen deutlich.
So in etwa könnte das Grabfeldmodell aussehen, das im kommenden Jahr im Eingangsbereich des Museums Schranne zu finden ist. Es ist Teil des neuen Grabfeld-Treffpunktes und wird das Grabfeld mit den Ortschaften darstellen. Die Besonderheit: Dieses Modell wird über einen Beamer projiziert. Dadurch werden die verschiedenen Epochen des Grabfeldes durch Bilder, Szenen oder auch Wappen und Schriftzeichen deutlich. Foto: Hanns Friedrich

Gedenkstein, Erinnerungsstein oder Schluss-Stein für ein abgeschlossenes Flurbereinigungsverfahren an der Nordumgehung in Bad Königshofen? Dieses Thema führte bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates zu teils heftigen Diskussionen. Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken hatte den Antrag für das Aufstellen eines "Gedenksteins auf Flur Nr. 2994" auf einem städtischen Grundstück an der Umgehungsstraße vorgeschlagen. Kosten: Etwa 5800 Euro, die das Amt für Ländliche Entwicklung übernimmt. Von Verschwendung von Steuergeldern sprach Susanne Büttner und Christine Wehe meinte, dass man hier künstlerisch tätig sein könne und es nicht ein einfacher Stein sein sollte. Anton Fischer und Ruth Scheublein erläuterten den Stadtratskollegen, dass es am Ende einer größeren Flurbereinigungsmaßnahme, wie in Bad Königshofen mit etwa einer Million Euro, üblich sei, einen Stein zu setzen, um auf den Abschluss zu verweisen.

"Eine Gaudi, wegen eines Steines, der den Abschluss dieser Flurbereinigungsmaßnahme dokumentiert und uns nichts kostet." Der Stein werde aufgestellt, ein Bild mit den Feldgeschworenen und Verantwortlichen für die Zeitung gemacht und das war's dann, sagte der Stadtrat. Mit vier zu elf Stimmen bekam das Amt für Ländliche Entwicklung letztendlich die Zustimmung, diesen Stein am Südrand der Grünfläche in der Nähe der landwirtschaftlichen Wirtschaftswege aufzustellen.

Diskussionen um das Stadtwappen

Diskussionen gab es auch um den Antrag der SPD-Fraktion auf Änderung des Verfahrens bei der Erteilung der Erlaubnis, das Stadtwappen zu nutzen. Eine langjährige Vereinbarung des Stadtrates sieht bislang vor, dass der Bürgermeister entscheidet, ob und wer das Stadtwappen nutzen darf. Christine Wehe hatte sich dazu kundig gemacht und erklärte dem Gremium, dass es sich um ein Hoheitsabzeichen handele, das nicht einfach so verwendet werden dürfe. Das sollte man bedenken. Susanne Büttner fragte noch einmal nach, ob Bürgermeister Thomas Helbling die Genehmigung "Pro KÖN" erteilt hatte, das Wappen nutzen zu dürfen. Dieser hatte zuvor mehrmals klar gestellt, dass er die Zustimmung für die neue Einrichtung am Sambachshof gegeben hatte.

Die Ratsmitglieder waren sich einig, dass künftig das Gremium darüber entscheidet und Richtlinien erstellt werden. Das Stadtwappen suggeriere, dass es sich um ein städtisches Unternehmen handele und das sei nicht korrekt. Gegen drei Stimmen wurde dies so beschlossen und die Genehmigung zur Nutzung für "Pro KÖN" und den Sambachshof zurück genommen.

Beim Antrag auf Baugenehmigung zur Generalsanierung und Erweiterung der Grabfeld-Grundschule verwies Susanne Büttner auf die negative Entscheidung der Marktgemeinde Trappstadt zur Sanierung. Sie forderte deshalb eine Vertagung dieses Tagesordnungspunktes. Von Geschäftsführerin Elisa Sperl erfuhr sie allerdings, dass für eine Entscheidung die einfache Mehrheit des Schulverbandsausschusses ausreiche. Büttner forderte trotzdem den sofortigen Stopp der Planung für die Sanierung und eine neue Gesamtplanung für die Grund- und Mittelschule. Gegen drei Stimmen wurde dieser Antrag abgelehnt. Mit 5:10 Stimmen galt dies auch für die geforderte Vertagung des Tagesordnungspunktes. Der Stadtrat entschied sich allerdings anstelle des vorgesehenen Flachdaches für ein flachgeneigtes Dach.

Christine Wehe hatte zuvor angemerkt, dass es am neuen Schlagzeughaus der Berufsfachschule bereits herein geregnet habe und Flachdächer wohl doch nicht so ideal seien. Mit jeweils 12: 3 Stimmen stimmte man der Gestaltungssatzung, der Dachform, der Gestaltung der Außenwände, der Einfriedung als Stabgitterzaun, der durch Bepflanzung verdeckt wird und der Dachwasserbeseitigung über eine Retentionsanlage zu.

Gemüseladen mit Kaffee und Freifläche

Zustimmung gab es auch für eine Nutzungsänderung für den Einbau eines Gemüseladens mit Kaffee und Freifläche an der Aubstädter Straße. Kurze Diskussion gab es um den Schriftzug einer Werbeanlage am Marktplatz. Christine Wehe monierte die Schriftgestaltung und stimmte gegen die Werbeanlage.

Bürgermeister Thomas Helbling verwies dann darauf, dass eine Fahrzeugbeschaffung für die Kläranlage in Bad Königshofen notwendig werde. Hier sollte ein Doppelkabiner angeschafft werden. Notwendig wird eine Kanalerneuerung am Judenpfad in Bad Königshofen. "Hier besteht sofortiger Handlungsbedarf", stellte das Stadtoberhaupt klar.

In Angriff genommen werden kann das Modell des Grabfeldes für den neuen Grabfeld-Treffpunkt im Museum Schranne in Bad Königshofen. Bürgermeister Thomas Helbling erklärte schließlich, dass bei Abendveranstaltungen im Rathaus der Aufzug manuell gesteuert werden muss. Johann Treubert hatte diesbezüglich nachgefragt, da es ansonsten Rollstuhlfahrern nicht möglich ist, diese Veranstaltungen zu besuchen.

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