Bad Königshofen

Bad Königshofen: Viele Baumaßnahmen und positive Prognosen

Der Umbau des Museums ist eine der vollendeten Baumaßnahmen in Bad Königshofen, darauf wies Bürgermeister Thomas Helbling in der Bürgerversammlung hin. Foto: Regina Vossenkaul

Im vollbesetzten kleinen Kursaal der FrankenTherme fand die Bürgerversammlung Bad Königshofen statt, dort gab Bürgermeister Thomas Helbling einen Überblick über die wichtigsten Daten, Fakten und Bauvorhaben. 6329 Einwohner sind zurzeit registriert, es gab 2019 bisher 36 Geburten, 73 Sterbefälle und 23 Eheschließungen.

1460 Schüler besuchten am Stichtag 1.  Oktober 2019 die Schulen in der Stadt, davon 171 die Grundschule, 243 die Mittelschule, 82 die Grundschule Untereßfeld, 469 die Realschule, 436 das Gymnasium und 59 die Berufsfachschule für Musik. Im Hort werden 48 Kinder betreut, die offene Ganztagsschule besuchen 24 Kinder.

Helbling erinnerte an die Neueröffnung des Archäologischen Museums nach Umbau und Neugestaltung, an den Abriss der alten Krankenhausgebäude und die Erneuerung von Straßen und Wegen. Die Bauleitplanung "Bamberger Straße" und die für das Gewerbegebiet Nord II wurden auf den Weg gebracht. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und die neue Berufsfachschule für Musik werden gerade gebaut, ebenso die neue Abteilung der Physiotherapie der FrankenTherme. Alle Gebäude werden an das Nahwärmenetz angeschlossen. Die CO2-Bilanz der Biomasse-Wärmeversorgung zeige, so der Bürgermeister, dass momentan jährlich 1,76 Millionen Tonnen  CO2 eingespart werden. Der Förderantrag für den Anbau der Grundschule an das bisherige Gebäude wurde bei der Regierung eingereicht, berichtete er. Die Gesamtkosten werden inklusive Aufzüge, Sanierung der Glasfassade und der Horträume in der alten Volksschule auf rund 18,5 Millionen Euro geschätzt. Grundrisse und ein virtueller Rundgang zeigten den Anwesenden, wie der Anbau innen und außen aussehen soll.

Neubau des Kindergartens Eyershausen

Rund 470 000 Euro werden in den Abriss der Trink- und Wandelhalle, die Sanierung der darunter liegenden Quelle und den Wiederaufbau investiert, auch dafür gibt es staatliche Zuschüsse. Der beschlossene Neubau des Kindergartens Eyershausen wird auf 1,75 Millionen Euro geschätzt. Auf den Umbau des Stadtwalds in einen klimatoleranteren Mischwald ging der Bürgermeister ein, dort wurden in den Jahren 2015 bis 2019 326 000 Pflanzen gesetzt, dafür gab es fast 550 000 Euro Fördergelder. Für 25 Jahre Dienst bei der Feuerwehr wurden Sabine Weigand und Thomas Döll geehrt. Allen Dienstleistenden sprach Helbling seinen Dank aus. Einige Zahlen aus dem Haushalt beschlossen den Vortrag, dann hatten die Bürger das Wort.

Thema Nummer eins in der Diskussion war der Grundschulanbau. Grundsätzlich sei es gut, dass es in Bad Königshofen vorangehe und die Fördermittel fließen, aber man hätte, wie beim Bau des Finanzamts, einen Wettbewerb ausschreiben können, so der Vorschlag. Warum sich die Schätzkosten so erhöht haben und warum man nicht die Mensa des Gymnasiums und die Sanierung der Mittelschule gleich in die Planung einbezogen habe, wurde gefragt. Der Bürgermeister verwies auf die Mehrheitsentscheidung des Stadtrats nach dem Abwägen aller Möglichkeiten für den Standort mit geringem Flächenverbrauch und für ein erfahrenes Planungsbüro. Bei den ersten Schätzungen der Baukosten waren die Turnhalle und der Hort noch nicht mitberechnet, die Mittelschule werde saniert, wenn der Umzug der Grundschule vollzogen ist. Den Vorwurf, es sei unnötig Druck aufgebaut worden, weil Fördergelder verfallen, wenn die Anträge nicht rechtzeitig eingehen, wies der Bürgermeister zurück. Es habe Fristen gegeben, die eingehalten werden mussten.

Viele Projekte auf den Weg gebracht

Ein Anwesender bedankte sich beim Bürgermeister für dessen Arbeit. Die Bevölkerung sei entgegen der Prognosen in der Stadt stabil und viele Projekte, die zur Daseinsvorsorge gehören, wurden auf den Weg gebracht. Vielleicht sollte man bei den gestressten Münchner Ärzten dafür werben, in die Ruhe von Bad Königshofen zu ziehen, so der Vorschlag. Von einer Bürgerin wurde der Stein kritisiert, der als Symbol für den Abschluss der Flurbereinigung ausgestellt werden soll. Sie sei dagegen, weil es für sie nur Nachteile gegeben habe. Den Stein bezahlt das Amt für Ländliche Entwicklung zu 80 Prozent, den Rest zahlen die Grundstückseigentümer, war die Antwort.

Nach dem ehemals geplanten Gewerbegebiet Süd wurde gefragt, die Realisierung wurde als zu teuer und umständlich aufgegeben, berichtete Helbling. Ein weiteres Gelände an der Herbstädter Straße kam wegen Gipsvorkommen nicht infrage. Das Stadtwappen darf von "Pro KÖN" nicht mehr genutzt werden, ist aber immer noch auf der Website, wurde kritisiert. Gefragt wurde auch nach der Möglichkeit, das Gutachten der Unteren Naturschutzbehörde bezüglich des Büttner-Geländes zu lesen. Das wird in einer öffentlichen Stadtratssitzung demnächst besprochen und später werden die Ergebnisse öffentlich ausgelegt, war die Antwort.     

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