Bad Königshofen

Bad Königshofen: Weltladen sponsert Nähmaschinen für Uganda

Ein kleines Geschenk für Paul Mutume: Jutta Heizer, zweite Vorsitzende des Weltladens Bad Königshofen, bedankt sich bei dem Pfarrvikar für seine Ausführungen, in denen es auch um die vom Weltladen gesponserten Nähmaschinen ging. Foto: Silke Kurzai

Zu einer virtuellen Reise nach Uganda wurden die Mitglieder des Bad Königshöfer Weltladenteams kürzlich ins Haus St. Michael eingeladen: Pfarrvikar Paul Mutume wollte sich ganz persönlich für eine Spende von 700 Euro vom April dieses Jahres bedanken, mit der Nähmaschinen für seine Diözese im ugandischen Kasese erworben wurden. Gerne wollte er veranschaulichen, wie diese einfachen mechanischen Maschinen Frauen die Möglichkeit geben, zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Denn, so erklärte Mutume gleich zu Beginn, es seien in Uganda wie auch anderswo in Afrika vor allem auch die Frauen, die die Bürde der Arbeitsbelastung zu tragen haben.

Die 700 Euro des Weltladens, so hatte er zunächst ausgerechnet, würden neun mechanische Nähmaschinen finanzieren. Nun musste er diese Zahl revidieren: Es seien nur sechs geworden, gestand er, weil man im Hinblick auf die Qualität hochwertigere Modelle ausgesucht hatte. In der Hoffnung, dass diesen eine längere Lebensdauer beschieden sein würde. Aber die sechs Modelle ermöglichen es 31 Frauen, eine Ausbildung als Näherin zu absolvieren.

Zunächst nur für den Eigenbedarf, dann für den Verkauf

Dabei nähen sie zunächst für den Eigenbedarf, später dürfen sie die Kleidungsstücke auch verkaufen. Wie das mit den Stoffen sei, lautete die Frage einer Besucherin. Sie seien in der Regel aus Baumwolle, erklärt Mutume, stammen aber alle aus Uganda, sie sind farbenfroh und qualitativ hochwertig. Ganz kostenlos allerdings ist die Teilnahme an einem Kurs nicht, es muss ein symbolischer Preis entrichtet werden. Ebenso übrigens wie für die Fahrräder, die er mit Spenden aus Rhön-Grabfeld erwerben konnte. Doch während die Fahrräder zum Privateigentum werden, bleiben die Nähmaschinen in Nähstuben, sodass viele Frauen davon profitieren können.

Das schafft eine Basis für den Lebensunterhalt, der es auch ermöglicht, Kindern den Schulbesuch zu bezahlen. Denn der ist in Uganda leider nicht umsonst. Und eine Schulbildung, das weiß Mutume genau, ist die wichtigste Voraussetzung für ein besseres Leben in der Zukunft. Einen Dankesbrief des Bischofs aus Uganda wird es für den Königshöfer Weltladen auch noch geben, versprach er.

Stolz zeigen diese beiden Frauen ihre festlichen Gewänder, die sie eigenhändig auf den vom Weltladen Bad Königshofen gesponserten Maschinen gefertigt haben. Foto: Paul Mutume

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Bad Königshofen
  • Bischöfe
  • Diözesen
  • Gerät
  • Nähmaschinen
  • Pfarrvikare
  • Schulbesuch
  • Schulbildung
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!