Bad Neustadt

Bad Neustadt: Kunstverein möchte seine Räume umbauen

Alles andere als ideal ist die Raumaufteilung im Domizil des Kunstvereins. Daher ist ein Umbau geplant, für den sich Dr. Annette Roggatz (links) und Eva Warmuth ein besonderes Finanzierungskonzept haben einfallen lassen. Foto: Eckhard Heise

Vor eineinhalb Jahren hat der Kunstverein von Bad Neustadt sein neues Domizil in der Bauerngasse bezogen. Allerdings sind die Räumlichkeiten nicht ideal für die Bedürfnisse des Vereins, so dass jetzt ein größerer Umbau ins Auge gefasst wird. Da die Kosten erheblich sind, wurde ein Weg zur Finanzierung eingeschlagen, mit der das Vorhaben realisiert werden kann, aber auch eine aktive Bildungsarbeit vom Verein erforderlich ist.

Lang hatte der Vorstand nach einem Ersatz für die außerordentlich repräsentative Unterkunft in der Villa am Donsenhaug gesucht, bis er schließlich in der Innenstadt fündig wurde. Eine ehemalige Praxis, die zu äußerst günstigen Konditionen angemietet werden konnte, wurde zur neuen Heimstatt.

Jedoch ist die Aufteilung der Räume nicht ideal für ihre Zwecke, zeigen die beiden Vorstandsmitglieder Eva Warmuth und Dr. Annette Roggatz bei einem Rundgang durch mehrere kleinere Räume und einem engen Flur. Mit dem Umbau sollen auf den knapp 120 Quadratmetern mehrere Wände beseitigt werden, so dass ein größerer Galeriebereich mit flexiblen Stellwänden und ein Werkstattbereich für Kurse entstehen. Doch wie soll das bezahlt werden, war die Frage für den Verein, der sich bisher nahezu ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge finanziert.

EU-Projekt hilft bei der Umsetzung des Bauvorhabens

Ein Besuch in der Stabsstelle des Landratsamts brachte die Lösung, erzählen die beiden Künstlerinnen. Dort habe ihnen Jörg Geier eröffnet, dass es möglich sein müsste, mit Hilfe eines EU-Projekts das Vorhaben umzusetzen. Tatsächlich bewahrheitete sich der Hinweis, allerdings müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt werden, wenn die in Aussicht gestellten bis zu 50 000 Euro in Anspruch genommen werden können. Also arbeiteten Eva Warmuth und Annette Roggatz ein Konzept aus, wie der Verein seinen Anteil an der Finanzierung aufbringen kann. Grundsätzlich ist vorgesehen, dass jeder Euro, den der Verein investiert, mit einem Euro der EU bezuschusst wird.

EU-Mittel werden aber nur bereit gestellt, wenn der Nutzen einer breiteren Öffentlichkeit zu Gute kommt, erklärt Annette Roggatz. Die beiden arbeiteten daraufhin ein Programm aus, mit dem sich der Verein weiter nach außen öffnet. So sollen zum Beispiel die Kooperationen mit der Stadt, Landkreis und Bildungseinrichtungen verstärkt werden. Neue Wege der Kunstpräsentationen werden umgesetzt, wie etwa mit "art sweet art", bei dem Kunstwerke in Cafés ausgestellt werden. Ferner soll die Weiterbildung von Kindern und Erwachsenen mit Kursen und Aktionen in Kindergärten und Schulen ausgeweitet werden. Dazu sollen dann Profis Kursleiter schulen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung ist jedoch das Anwerben von Förderern. Bisher konnten bereits  mehrere Banken sowie der Landkreis und die Stadt gewonnen werden, die finanzielle Mittel in Aussicht gestellt haben. Im Mittelpunkt der eigenen Initiativen steht das Benefiz-Projekt an diesem Donnerstag in Wechterswinkel. Über eine daran angeschlossene Spendenkampagne und einem extra eingerichteten Spendenkonto können Kunstfreunde zu Sponsoren  werden und sich an einer Spendentafel verewigen lassen. Nun hoffen die beiden auf eine hohe Resonanz, sind aber optimistisch, da den Teilnehmern eine außergewöhnliche Performance geboten werden soll.  

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