Bad Neustadt

Bad Neustadt: Nachhaltigkeitswoche mit großem Erfolg

Zum vierten Mal startete im Juli die Woche der Nachhaltigkeit bei der Shoppingwelt Pecht in Bad Neustadt. Diese wurde so gut angenommen, dass die Menschen oft bis zum Eingang standen. Rund 15 000 Artikel wurden abgegeben. Ein Teil kommt notleidenden Menschen in Rhön-Grabfeld zugute, der Rest geht in den BRK-Kleiderladen nach Unsleben.
Zum vierten Mal startete im Juli die Woche der Nachhaltigkeit bei der Shoppingwelt Pecht in Bad Neustadt. Diese wurde so gut angenommen, dass die Menschen oft bis zum Eingang standen. Rund 15 000 Artikel wurden abgegeben. Ein Teil kommt notleidenden Menschen in Rhön-Grabfeld zugute, der Rest geht in den BRK-Kleiderladen nach Unsleben. Foto: Stefanie Buchert

Bernd Titius (Geschäftsführer der Pecht Shoppingwelt in Bad Neustadt) und Petra Fuchs (Leiterin Sozialarbeit beim BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld) sind noch immer überwältigt von dem Erfolg der Aktionswoche "Pecht informiert über Nachhaltigkeit". "Es war mehr als ein Volltreffer. Wir wurden regelrecht überrannt, das hatten wir keinesfalls erwartet." sagen Petra Fuchs und Bernd Titius im Gespräch mit dieser Zeitung. "Die Leute standen bis vor unsere Eingangstüre und kamen nicht nur aus Rhön-Grabfeld, sondern auch den Nachbarlandkreisen.

In der Woche der Nachhaltigkeit gab es eine große Kleider- Spendenaktion, wobei man sich Pecht-Gutscheine im Wert von bis zu 30 Euro sichern konnte. Die Kleiderspenden gehen an den BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld. Er versorgt damit bedürftige Menschen in Rhön und Grabfeld oder verkauft sie in seinem Kleiderladen in Unsleben. Mit dem Verkauf werden die regionale Jugend- und Seniorenarbeit aber auch Behinderte oder der Suchtdienst und die ehrenamtlich Tätigen im BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld unterstützt.

Kunden geben etwa 15 000 Artikel ab

Rund 15 000 Artikel wurden abgegeben. Das Dreifache des letzten Jahres, sagen Petra Fuchs und Bernd Titius. Dies alles, obwohl die Aktion eigentlich recht kurzfristig bekannt wurde. Die Zeitungen hatten darüber berichtet, die Aktion wurde über Facebook und weitere Medien beworben. Gespendet wurden vorwiegend Damen- und Herren Kleidungsstücke, Hosen, Kinderkleidung und Schuhe. Oftmals kam auch noch neu verpackte Ware hinzu.

Bernd Titius wusste von einer Familie, bei welcher der Mann gestorben war. Deshalb war die Familie in Besitz noch teils neuer Kleidung. "Seine Witwe brachte uns die Kleidung mit dem Hinweis, dass es sicher Menschen gebe, die das gut brauchen könnten", sagt Petra Fuchs. Das seien Gespräche, "die unter die Haut gehen".

Umdenken in Sachen Nachhaltigkeit erfolgt

Das Thema Nachhaltigkeit liegt Bernd Titius, wie er sagt, seit einigen Jahren besonders am Herzen. Seine Kinder waren es, die ihn auf den Gedanken brachten, sich mit dem Thema "Umwelt und Nachhaltigkeit" zu befassen. Schließlich gehe es um deren Zukunft. Bei der Durchsicht seines Sortiments in der Pecht-Shoppingwelt wurde ihm schnell klar, dass man einiges im Sinne der Nachhaltigkeit ändern müsse. Auch seine Mitarbeiter waren schnell von seiner Idee begeistert. Gerne habe man vom BRK-Kreisverband Rhön-Grabfeld sich beteiligt, so Petra Fuchs, und die Idee von Bernd Titius tatkräftig unterstützt.

Bei Pecht wurde das umweltfreundliche und nachhaltige Angebot erweitert und die Mitarbeiter für die Kundenberatung geschult. So findet man bei Pecht in Bad Neustadt unter anderem Produkte, die in der Behindertenwerkstatt Maria Bildhausen entstehen und Waren aus Biobaumwolle. Bernd Titius stellte nach seinen Angaben bei Firmen plötzlich fest, dass das Thema "Nachhaltigkeit" angekommen ist: "Ich merke immer mehr, wie ein Umdenken erfolgt."

Das Bad Neustädter Unternehmen ist im Landkreis Rhön-Grabfeld mit dieser Nachhaltigkeitswoche nach eigenen Angaben Vorreiter. So denken Bernd Titius und Petra Fuchs denn auch über eine Zusatzveranstaltung vom 4. bis 14. Dezember. Allein sei das durch Mitarbeiter des BRK aber nicht zu stemmen, sagt Petra Fuchs. Deshalb möchte sie Personen, die gerne mithelfen möchten, bitten, sich unter Tel. (09771) 612 340 zu melden. Man sei sich der Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt bewusst, sagt Bernd Titius. Über die Hälfte der ausgegebenen Gutscheine seien bereits eingelöst worden und dabei auf das Thema "Nachhaltigkeit" geachtet. "Die Leute haben wirklich bewusst überlegt, was sie kaufen, wobei vor allem auch Kinderartikel gingen", so Titius.

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