Bad Neustadt

Bad Neustadt: Schnelle Skateboardfahrer und vielleicht ein Hotel

Der Landkreis will sie nicht mehr und die Stadt will sie als Gebäude nicht. Somit deutet alles darauf hin, dass die ehemalige Kreisklinik in naher Zukunft abgebrochen wird. An ihrer Stelle könnte Wohnraum geschaffen und vielleicht ein Hotel gebaut werden. Foto: Stefan Kritzer

Ruhig und sachlich diskutierten die Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der Bürgerversammlung für die Altstadt sowie die westliche und östliche Außenstadt im Alten Amtshaus. Bürgermeister Bruno Altrichter gab zunächst einen Einblick in die Entwicklung der gesamten Stadt bevor die Bürger ihre Beiträge zur Diskussion bringen konnten.

Die Stadt Bad Neustadt entwickele sich derzeit stringent voran und habe ebenso viele Einwohner wie Arbeitsplätze. An der Zukunft gearbeitet werde in zahlreichen Maßnahmen, sowohl von städtischer wie auch von gewerblicher und privater Seite. Die Stadt könne sich auch in den kommenden Jahren zahlreiche Investitionen vornehmen, da die Einnahmen aus Steuern fleißig in den Stadtsäckel flössen. In diesem Jahr würden die Steuereinnahmen wohl erneut höher ausfallen als erwartet.

Intensiv und aufrichtig mit dem Thema Seilbahn befassen

Allein in der Altstadt und der östlichen Außenstadt (1.924 Einwohner) sowie die westlichen Außenstadt (2.784 Einwohner) gibt es eine ganze Reihe großer Investitionen: Die Hohnstraße ist bereits saniert worden, die Sanierung des Friedhofs Altstadt im vollen Gange. Falaiser Brücke und Alte Amtskellerei sind die Großbaustellen der nahen Zukunft, das Bahnhofsumfeld sowieso. Und auch der "Brückenschlag" wird in der Otto-Hahn-Straße im kommenden Jahr weitergehen. Die Sanierung der Parkgarage kann aber erst Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Zum Thema Seilbahn zwischen Campus und Altstadt sagte Altrichter: "Damit muss man sich aufrichtig und intensiv befassen."

Ärger über Kiosk-Pächter im Triamare

Einige Fragen stellten die Bürgerinnen und Bürger in der Diskussion: Beschwerden gab es in diesem Jahr zuhauf, was die Bewirtung im Triamare anberaumt. Der bisherige Pächter des Kiosk wie der Gastronomie im Innenbereich verwunderte durstige Gäste häufig mit Abwesenheit. Dieser Missstand gehörte, so der Bürgermeister, aber der Vergangenheit an. Mittlerweile sei ein neuer Pächter gefunden und seit einigen Wochen laufe der Gastronomiebetrieb im Schwimmbad wieder so wie es sein solle.

In der Münchner Straße werde wegen des starken Gefälles häufig zu schnell gefahren, wurde beklagt - nicht nur von Autos, sondern auch von jugendlichen Skateboardfahrern. Letzteren Einhalt zu gebieten dürfte schwierig werden, was aber den Autoverkehr betreffe, soll es wohl bald in dem gesamten Bereich rund um die Münchner Straße eine Tempo 30-Zone wie in der Gartenstadt geben. Darüber denke die Stadt derzeit nach. Auf Anfrage eines Bürgers, ob auch in der Berliner Straße Tempo 30 gelten könne, antwortete Altrichter ablehnend. Der Berliner Straße sei eine Straße mit übergeordnetem Stellenwert und da könne laut Gesetz kein Tempo 30 vorgeschrieben werden. Ein "Rechtsabbiegepfeil" an der Kreuzung Berliner Straße/Schweinfurter Straße in südlicher Richtung (Staatsstraße 2445) sei beim zuständigen Straßenbauamt beantragt worden. Laut Altrichter dürfte eine solche Verkehrsregelung an dieser Kreuzung von Seiten der Stadt gerne eingerichtet werden.

Ein Appell ging an parkende Autofahrer in der Wagstädter Straße. Dort solle nicht "halb" auf dem Fußgängerweg geparkt werden, um Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, oder Eltern mit Kinderwagen das Passieren zu ermöglichen.

Was passiert mit der ehemaligen Kreisklinik?

Was mit der ehemaligen Kreisklinik geschehen wird, stehe noch nicht schlussendlich fest. Auf die Nachfrage eines Bürgers konnte Bruno Altrichter lediglich die "momentane Strategie" der Stadt verkünden. Demnach strebt die Stadt eine Übernahme des Gebäudes aus den Händen des Landkreises an. Am Gebäude selbst ist die Stadt aber nicht interessiert. Sollte es zum Abbruch kommen, könnten an dieser Stelle Wohnraum sowie ein Hotel an der Goethestraße entstehen. Derzeit wird dieses städtische Gebiet weiträumig überplant.

Bürgermeister Bruno Altrichter bedankte sich bei den Zuhörern in dieser letzten Bürgerversammlung eines Stadtteils unter seiner Regie. Im kommenden Jahr wird Altrichter noch eine gemeinsame Bürgerversammlung für die ganze Stadt gestalten, bevor er sich vom Amt des Bürgermeisters nach der Kommunalwahl im März verabschieden wird.

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