Bad Neustadt

Bad Neustadt verteidigt Spitzenplatz

Kann der Umbau einer Weinstube Indiz dafür sein, dass sich in Bad Neustadt die städtische Gesellschaft gut entwickelt? Ja, meinen alle Redner beim Neujahrsempfang.
Neujahrsempfang: Mit einem Sekt auf das neue Jahr stoßen (von links) Bürgermeister Bruno Altrichter mit Ehefrau Sonja, 2. Bürgermeisterin Rita Rösch und 3. Bürgermeister Karl Breitenbücher an. Foto: Stefan Kritzer

Kleinigkeiten können Sinn stiftend sein. Die Renovierung und Wiedereröffnung der Weinschenke Dörr am oberen Markt zum Beispiel. Sie zog sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen beim Neujahrsempfang in der Bad Neustädter Stadthalle. Bürgermeister Bruno Altrichter lobte das Engagement von Jochen Pechthold, der die Weinstube mit Liebe zum Detail wieder zu einem Treffpunkt in der Innenstadt gemacht habe und erntete dafür tosenden Applaus.

Landrat Thomas Habermann rügte den Bürgermeister dafür, dass er ihm ein für sein Grußwort fest eingeplantes Thema vor der Nase weggeschnappt hätte und sagte: "Da ist etwas geschaffen worden, das vermisst wurde. Gaststuben sind auch ein Stück Heimat." Der katholische Dekan Andreas Krefft bewies Sinn für Situationskomik und stellte sich mit den schlichen Worten vor: "Ich bin der Nachbar von der Weinstube Dörr."

Es gibt noch einiges zu tun

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Neujahrsempfang

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Wer erwartet hatte, Bürgermeister Altrichter würde in der letzten Neujahrsansprache seiner Amtszeit eine persönliche Bilanz ziehen, wurde enttäuscht. "Heute ist für mich keine Abschiedsveranstaltung, bis Ende April gilt es noch einiges zu bewegen", sagte er. Vor Vertreten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Vereinen, Organisationen und ehrenamtlich Tätigen zog er eine äußerst positive Bilanz des vergangenen Jahres: "In Bad Neustadt wurde und wird weiterhin kräftig investiert. Auch wenn die Großbaustellen etwas weniger geworden sind, sind die Entwicklungstendenzen in unserer Stadt deutlich positiv."

Das waren die Highlights

Was waren die Highlights des vergangenen Jahres? Altrichter nannte den Rhön-Klinikum Campus ebenso wie die Neubauten von PIA, des Jopp Campus' und des Hochlagers von Kunert. Die 100-Jahrfeiern von Preh und Jopp fanden Erwähnung, wie auch die Neueröffnung des Hotels Schwan & Post als "Schwan & Post Business Quater". Die Stadt sei dankbar für solche Projekte, sie stabilisierten den Industriestandort mit seinen Arbeitsplätzen.

Was kommt als nächstes?

Welche Projekte beschäftigen den Stadtrat und die Verwaltung im laufenden Jahr? Die Innenstadt-Entwicklung wird ein Thema sein, darüber hinaus die Wärme- und Wasserversorgung, die Breitbandversorgung, neue Baugebiete und die Erweiterung einiger Kindergärten.  

Und dann redete der Bürgermeister über Geld: Haushaltsmäßig habe die Stadt "die Voraussetzungen geschaffen, dass die Infrastruktur von Bad Neustadt als zentraler Wohn- und Wirtschaftsstandort erneut verbessert und ausgebaut werden kann und die Attraktivität unserer Stadt weiter gesteigert  wird". Gewährleistet würde der Handlungsspielraum durch Steuereinnahmen von 26,5 Millionen Euro.

Raum für persönliche Gespräche gab es beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Neustadt in der Stadthalle. Foto: Martina Harasim

Abschließend sagte das Stadtoberhaupt: "Unsere Stadt erfährt in der Region Main-Rhön, in Mainfranken und darüber hinaus besondere positive Wahrnehmung." Das sei dem Engagement der Unternehmer, Beschäftigten und Bürger zu verdanken. "Die Anzahl der Beschäftigten, der Einpendler und die generierten Umsätze pro Einwohner bescheren uns regelmäßig Spitzenplätze in den entsprechenden Rankings", sagte Altrichter beim Neujahrsempfang, der musikalisch vom Swing Pack begleitet wurde.

Grußworte

Landrat Thomas Habermann beglückwünschte den Stadtrat, der mit seinen Entscheidungen ein gutes Fundament für die Zukunft gelegt hätte. Bad Neustadt sei eine Kommune in der man gerne lebe und die Stadt sei die Lokomotive für die dynamische Entwicklung des Landkreises.

Dekan Andreas Krefft würdigte besonders das gute Klima des Miteinanders von Stadt und den beiden Kirchen. "Wir tragen Sorge für unser gemeinsames Haus", sagte er. Und dann tat er das, was Bürgermeister Bruno Altrichter eigentlich an diesem Abend vermeiden wollte, er sprach Abschiedsworte. Krefft bedankte sich bei Altrichter für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit und für das gute Klima des Miteinanders: "Das ist eine menschliche Wärme, die definitiv nicht klimaschädlich ist."  

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