BRENDLORENZEN

Barocker Himmel auf Erden

Hervorragend präsentiert: Begeistert dankten die Zuhörer Rosemarie Beer-Schmitt (von links), Berthold und Susanne Gaß und Carola Kroczek für ihr Konzert.
Hervorragend präsentiert: Begeistert dankten die Zuhörer Rosemarie Beer-Schmitt (von links), Berthold und Susanne Gaß und Carola Kroczek für ihr Konzert. Foto: Nerche-Wolf

Vom Himmel, den die Barockzeit in ihren irdischen Nöten auf die Erde holen wollte, durften die Besucher der Pfarrkirche St. Johannes Brendlorenzen etwas spüren bei einem wunderschönen Konzert, das professionelle Musiker nicht besser hätten gestalten können als die vier Mitwirkenden, die ihr Hobby meisterhaft beherrschen.

Von Carola Kroczek, Rosemarie Beer-Schmitt, Susanne und Berthold Gaß sprang der Funke auf die Zuhörer (es hätten noch mehr sein können) über, ihr Geigen- und Orgelspiel verriet deutlich, wie viel Freude es ihnen machte, genau diese Stücke zu spielen. Über den drei Instrumentalisten erstrahlte der reine, herzerwärmende Sopran von Susanne Gaß, der in einer Arie von Valentin Rathgeber so freudig zum Abendmahl einlud, dass man gerne gleich zum Tisch des Herrn gegangen wäre.

An der Orgel gab ihr Mann Berthold Gaß, Präsident der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft Oberelsbach, dem namensgleichen Pater Felix Gaß die Ehre, zu dessen 300. Geburtstag dieses Kirchenkonzert veranstaltet wurde. Von Felix Gaß erklangen Arien, die der Klosterkomponist als Musik zur Wandlung schrieb, als heiter-spielerische Begrüßung des Erlösers in Brot und Wein.

Mit dem Geist der Zeit und den Lebensumständen der Komponisten machten einige Ausführungen vertraut, die Christel Kess vortrug. So erwähnte sie, dass Felix Gaß 1715 in Bad Neustadt geboren wurde, sich dem Augustiner-Konvent in Münnerstadt anschloss und bereits mit 37 Jahren starb. Von seinem kompositorischen Werk sind 30 Arien in einer Sammlung erhalten, Messen, Oratorien und Konzerte blieben bisher verschollen.

Ihre enge Verbundenheit zum Zeitgenossen von Pater Felix Gaß, dem Komponisten Pater Valentin Rathgeber (seine Eltern stammten aus Brend), zeigten die Musizierenden vor allem bei den beiden „Concerto“ überschriebenen Stücken.

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