Strahlungen

Barrierefreiheit nutzt allen

Von links: Ramona Nünberger (Amt für Senioren und Menschen mit Behinderungen), Johannes Wolf (Allianzmanager NES-Allianz), Bürgermeisterin Karola Back, Alois Gensler (Behindertenbeauftragter des Landkreises Rhön-Grabfeld) sowie die drei glücklichen Gewinner der Preise
Von links: Ramona Nünberger (Amt für Senioren und Menschen mit Behinderungen), Johannes Wolf (Allianzmanager NES-Allianz), Bürgermeisterin Karola Back, Alois Gensler (Behindertenbeauftragter des Landkreises Rhön-Grabfeld) sowie die drei glücklichen Gewinner der Preise Foto: Pretscher

Zum Thema "Barrierefreiheit" fand in der Günter-Burger-Halle in Strahlungen eine Veranstaltung statt. In einem Vortrag zeigten Allianzmanager Johannes Wolf und Behindertenbeauftragter Alois Gensler, dass das Thema Barrierefreiheit mehr als nur eine Rampe für den Gehbehinderten umfasst.  Als barrierefrei gelten Rampen übrigens nur bis zu einer Steigung von sechs Prozent, ansonsten lässt sich diese nicht ohne fremde Hilfe bewältigen. Aber auch Kopfsteinpflaster ist als Hindernis und Stolperfalle zu sehen, wenn dieses nicht eben ist und Zwischenräume aufweist. Hochborde dienen auf der einen Seite als Schutz für Fußgänger, stellen auf der anderen Seite jedoch gerade für den Rollstuhlfahrer eine unüberwindbare Barriere dar. Bei der Planung ist es wichtig, dass an Fußgängerübergänge gedacht wird.

Im privaten Raum sind Treppen und Türen die größten Barrieren. Nicht immer ist ein Treppenlift oder gar ein Aufzug zur Reduzierung der Barrieren nötig. In vielen Fällen genügt es, beidseitig ein Geländer zu installieren. Von Barrierefreiheit kann in diesem Fall jedoch nicht gesprochen werden. Bei Türen ist darauf zu achten, dass sie breit genug sind und sich leicht öffnen lassen. Der Raum mit den meisten potentiellen Hindernissen ist das Bad. Von einer ebenerdigen Dusche über Haltegriffe bis hinzu rutschfesten Fließen können viele Maßnahmen dazu beitragen, Barrieren abzubauen. Wichtig ist, dass bei (Um-) Baumaßnahmen diese Aspekte frühzeitig berücksichtigt werden, um spätere Kosten zu vermeiden. Zumal der finanzielle Mehraufwand im Rahmen einer Sanierung überschaubar ist und über verschiedene Förderprogramme Zuschüsse möglich sind.

Anschließend wurden die theoretischen Inhalte durch eine Ortsbegehung in Strahlungen vertieft. Mithilfe von Rollatoren und Rollstühlen konnten die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, welche Anstrengungen nötig sind, um eine Türe zu öffnen oder einen Bordstein zu überwinden. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der Siegerehrung. Das Fazit des Tages lautet „Eine barrierefreie Umwelt nutzt allen Menschen!“.

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