Bastheim

Bastheim: Erneut Diskussion über den Lindenweg

Der Lindenweg in Bastheim ist schon seit Jahren in einem maroden Zustand. Nun wird darüber nachgedacht, ihn „einzuziehen“. 
Der Lindenweg in Bastheim ist schon seit Jahren in einem maroden Zustand. Nun wird darüber nachgedacht, ihn „einzuziehen“.  Foto: Klaus-Dieter Hahn

Der Lindenweg in Bastheim, unter diesem Namen Insidern als Verbindungsstraße zwischen der Leimenstraße und dem Höhweg bekannt, befindet sich schon lange in einem schlechten Zustand. Nun soll sie eventuell als öffentliche Straße aufgegeben oder, wie es im juristischen Fachjargon heißt, „eingezogen“ werden.

Der Lindenweg soll im Zuge des damaligen Bastheimer Flurbereinigungsverfahrens so um die Mitte des vorigen Jahrhunderts als Betonstraße gebaut worden sein. Seitdem ist so gut wie nichts mehr an der Straße gemacht worden. Es fehlt am Gehweg, an der Straßenentwässerung und an Straßenlaternen. Er ist mit Rissen, Aufbrüchen und Schlaglöchern versehen. Vor allem deshalb wird er auch seit längerer Zeit kaum von Autos, Fahrradfahrern und Fußgängern genutzt. Lediglich im Winter, wenn die steile Einfahrt auf die nahe Hauptstraße zu glatt erscheint, sind bisher einige wenige Autofahrer auf den flacheren Lindenweg ausgewichen.

Kanal wurde erneuert

Schon 1996 hatte der damalige Bauausschuss des Gemeinderates bei einem Ortstermin den desolaten Zustand der Straße moniert und für dringend sanierungsbedürftig gehalten. Doch passiert ist nichts. Lediglich der dortige Oberflächenentwässerungskanal, der sich bei einer Kamerabefahrung stark beschädigt zeigte, wurde in den Jahren 1997 und 1998 für knapp 66 000 DM erneuert. Ein neuer Anlauf zur Verbesserung des Weges wurde dann 2013 unternommen. Doch der Ausbau, der bereits vom Planungsbüro Robert Zehe, Bad Neustadt, geplant war und der auf den 105 Metern rund 100 000 Euro einschließlich Entwässerung und Beleuchtung gekostet hätte, scheiterte aufgrund anderer Prioritäten und nicht zuletzt auch wegen der Beitragsbelastung für die Anlieger.

Am Zustand der Straße haben seitdem weiter der Zahn der Zeit, Frost, Wind, Regen und Schnee genagt. Im letzten Jahr landete das Thema wieder auf dem Ratstisch. Da mit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ein etwaiger Ausbau des Lindenwegs nun von allen Bürgern zu stemmen wäre, stellte man sich unter den Bürgervertretern die Frage nach der Verkehrsbedeutung. Nachdem der Höhweg bzw. die Leimenstraße auch über den einige Meter oberhalb verlaufenden Birkenweg ohne großen Umweg zu erreichen ist, dürfte der Lindenweg für den innerörtlichen Verkehr nicht mehr erforderlich und daher verzichtbar sein. Das Geld, das für das Herrichten des Lindenwegs eingesetzt werden müsste, könnte an anderer Stelle investiert werden.

Einwendungen und Argumente bis 3. Mai

Ob auch die Bürger dieser Meinung sind, sollen nun die kommenden Wochen zeigen. Bis zum 3. Mai ist die Bevölkerung aufgefordert, ihre Meinung kundzutun, Einwendungen und Argumente für oder gegen  eine Schließung des Lindenwegs vorzubringen. Die Eingaben müssen schriftlich (auch per E-Mail möglich) im Rathaus, Obergasse 20, Bastheim, oder über post@bastheim.de eingereicht werden. Der neue Gemeinderat wird dann unter Berücksichtigung der Meinungsäußerung der Bürgerschaft seine Entscheidung treffen.

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