NIEDERLAUER

Bauen ohne Bebauungsplan

Die Sandstraße liegt in dem alten Wohnbaugebiet Niederlauer. Der Bebauungsplan dafür wurde aufgehoben, weil die Festsetzungen den Neubau eines Hauses zu stark regeln würden. Foto: Brigitte Chellouche

Das alte Wohnbaugebiet Niederlauer besteht bereits seit den 60er Jahren. Der Bebauungsplan von damals hat strenge Vorgaben. Viele Vorschriften mussten eingehalten werden. Da mit der Zeit das Bauen freier gestaltet werden durfte, musste der Gemeinderat Niederlauer bei den Bauanträgen für dieses Gebiet viele Befreiungen von den Festsetzungen erteilen. Dies soll nun vereinfacht werden, indem der Gemeinderat den Bebauungsplan mit den strengen Vorgaben aufhebt.

Die Neubauten müssen sich aber trotzdem immer noch in Form und Art in die Umgebung einfügen. „Die Aufhebung des Bebauungsplanes erleichtert den Weg der Entscheidung“, sagte Bürgermeister Richard Knaier im Gemeinderat. Und die Verwaltung habe es einfacher. Jeder einzelne Bauantrag werde dann vom Gemeinderat geprüft und es werde von Fall zu Fall entschieden, so das Gemeindeoberhaupt. „Es gibt dort sowieso nur noch ganz wenige Bauplätze“, ergänzte ein Gremiumsmitglied. Alle stimmten für die Änderung.

Es bleibt bei zwei Telefonanschlüssen

In Unterebersbach liegen das Dienstzimmer des Bürgermeisters und die Räume der Feuerwehr nah beieinander. Es gibt für jeden Raum einen eigenen Telefonanschluss. Dies hatte die örtliche Rechnungsprüfung moniert und schlug vor, die beiden Anschlüsse zusammenzulegen. Diesem Ansinnen stimmte der Gemeinderat jedoch nicht zu, da für den Anschluss der Feuerwehr ein Faxanschluss unumgänglich ist. Außerdem würde sich durch die Umstellung kein deutlicher Kostenvorteil gegenüber den bisherigen jeweils 20,17 Euro pro Anschluss und Monat ergeben.

Im Gebiet der Teilnehmergemeinschaft Oberebersbach 5 wurde ein Flur- und Waldbereinigungsverfahren durchgeführt. Dabei wurden öffentliche, gemeinschaftliche Anlagen neu geschaffen. Nun bat die Teilnehmergemeinschaft die Gemeinde um Zustimmung zu einer Vereinbarung. Die regelt das Eigentum und die Unterhaltung der neuen Straßen, Wege und landschaftspflegerischen Anlagen. Der Gemeinderat erklärte sich bereit, die neu erstellten Anlagen in das gemeindliche Eigentum zu übernehmen und zu unterhalten. Bürgermeister Richard Knaier ergänzte, dass die Gemeinde dafür mit einem Zuschuss von 70 Prozent rechnen könne.

Zahlungspflicht abgelöst

Regelmäßig zahlte Niederlauer bisher jährlich 51,27 Euro an das bischöfliche Ordinariat, eine alte Zahlungsverpflichtung, die noch aus den Zeiten stammt, als die Gemeinden selbstständig waren. Die Gemeinde löste die Zahlungsverpflichtung jetzt mit Einmalzahlungen ab: für die katholische Pfründestiftung Unterebersbach einmalig 132,50 Euro und für die katholische Pfründestiftung Niederlauer 1149,25 Euro. Dem stimmte das Gremium zu.

Positiv stand das Gremium dem Umbau in der Rhönresidenz gegenüber, da er der Vergrößerung der Räume innerhalb des Gebäudes dient.

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