Stockheim

Bauwillige freuen sich über Zuschüsse

Das Dach des Pfarrhauses in Stockheim ist neu gedeckt und somit wetterfest. Die Arbeiten am Gebäude werden fortgesetzt, sobald der Förderbescheid da ist, kündigte Bürgermeister Martin Link in der Sitzung des Gemeinderates an.
Das Dach des Pfarrhauses in Stockheim ist neu gedeckt und somit wetterfest. Die Arbeiten am Gebäude werden fortgesetzt, sobald der Förderbescheid da ist, kündigte Bürgermeister Martin Link in der Sitzung des Gemeinderates an. Foto: Eva Wienröder

Zum Jahresbeginn in Kraft getreten, wird das Stockheimer Förderprogramm zur Innenentwicklung schon rege genutzt. Dem Gemeinderat lagen bei seiner Sitzung am Dienstag gleich mehrere Anträge für Sanierungsvorhaben an alten Gebäuden vor. Und die Gemeindeführung ist sehr großzügig. Laut Beschluss der Ratsleute können über das kommunale Programm auch rückwirkend Maßnahmen gefördert werden, wenn sie nicht vor dem 1. Januar des Vorjahres 2019 begonnen worden sind.

So hatte ein Bauherr im Sommer vergangenen Jahres ein Anwesen im Altort erworben, entkernt und saniert und nun eine nachträgliche Förderung im Rahmen des Förderprogramms beantragt. Wie Christian Rosshirt vom Bauamt der VG Mellrichstadt erklärte, sieht das Programm keine Regelungen hinsichtlich einer nachträglichen Förderung für Maßnahmen vor, die vor seinem Erlass durchgeführt worden sind. Im Gremium stand deshalb zur Diskussion, wie man in solch gelagerten Fällen vorgehen sollte. „Wir müssen eine klare Linie fahren“, gab Bürgermeister Martin Link als Marschroute aus.

Großzügige Förderung

Im Gemeinderat begrüßt man grundsätzlich Maßnahmen zur Ortsbildverschönerung und zur Verhinderung von Leerstand. Man kam so überein, dass auch rückwirkend Vorhaben in das Förderprogramm übernommen werden können. Im vorliegenden Fall liegen die förderfähigen Kosten bei 13 860 Euro. Gemäß dem Regelsatz von 25 Prozent gewährt die Gemeinde 3465 Euro. Stattgegeben wurde auch dem Antrag auf Baukindergeld für drei Kinder, das sind bei 1500 Euro pro Kind noch einmal zusätzlich 4500 Euro.

Förderfähig sind Maßnahmen, welche der Nutzbarmachung von leerstehenden Gebäuden zu Wohnzwecken dienen. Aber auch Abrissarbeiten und Maßnahmen an Nebengebäuden können nach Einzelfallentscheidung des Gemeinderates bezuschusst werden. Dem Gremium lag ein Antrag zum geplanten Rückbau eines Hauptgebäudes und der Dachsanierung eines Nebengebäudes vor. Die förderfähigen Kosten liegen insgesamt bei 38 000 Euro. Die Gemeinde beteiligt sich gemäß den Richtlinien mit 25 Prozent, aber maximal 10 000 Euro. Baukindergeld wird nicht gewährt, da kein Wohnraum geschaffen wird.

Ein weiterer Antrag hatte die Sanierung eines Scheunengiebels zum Inhalt. Die förderfähigen Kosten sind mit 5836 Euro beziffert. Auch hier gibt es 25 Prozent Zuschuss von der Gemeinde.

Rege Bautätigkeit in Stockheim

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschäftigte sich das Gremium mit dem geplanten Rückbau eines leerstehenden Anwesens im Altort und dem auf dem Grundstück vorgesehenen Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage und Nebengebäude. Der Bauherr beantragt gleichzeitig auch eine Förderung im Rahmen des Förderprogramms. Gegen das Vorhaben gibt es seitens der Gemeinde keine Einwände.

Rege Bautätigkeit verzeichnet man auch im Neubaugebiet. Die zur Sitzung vorgestellte Planung zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage am Kreuzbergblick kann im Genehmigungsfreistellungsverfahren umgesetzt werden, da alle Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten werden.

Zuschüsse an die Vereine

Die Gemeinde Stockheim macht sich daran, einen Feuerwehrbedarfsplan aufzustellen. Die Feuerwehr wird dies in Eigenregie übernehmen und dazu unter der Leitung ihres Kommandanten Thomas Dietz eine Projektgruppe einrichten.

Der Bürgermeister legte eine Aufstellung zu den Unterhaltungs- und Betriebskosten des Gemeinde- und Pfarrzentrums „Alte Schule“ für das Jahr 2019 vor. Laut Beschluss des Gemeinderates werden wie in den Vorjahren die Kosten für die von Vereinen genutzten Räume als Zuschuss an die Vereine durchgebucht. Gewährt wurden auch wieder Zuschüsse für örtliche Gruppen, die am traditionellen Faschingsumzug teilgenommen haben. 

Pfarrhaussanierung soll zügig weitergehen

Bürgermeister Martin Link konnte noch Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 29. Oktober 2019 bekannt geben. Diese betrafen Gewerke im Rahmen der Sanierung des Pfarrhauses. Nachträglich genehmigt wurden die Auftragsvergaben für die Gerüstbauarbeiten an die Firma Schmidt aus Oberstreu (18.200 Euro), die Spenglerarbeiten an die Firma Heßelbach aus Hildburghausen (15.700 Euro) und die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten an die Firma Wentdorf-Bulheller aus Bad Königshofen (69.300 Euro). Wie der Gemeindechef anmerkte, sind die meisten Kosten über die Brandversicherung abgedeckt. Sobald der Förderbescheid da ist, werden die Arbeiten am Gebäude unverzüglich fortgesetzt, so Link.

In Stockheim geht der Schilderklau um. Es wurden an mehreren Stellen im Ort Verkehrszeichen gestohlen, die Gemeinde bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Erfreuliches hatte Martin Link vom Glasfaserausbau zu vermelden. Die geplanten Maßnahmen für ein schnelles Internet in den Außenbereichen wurden vorgezogen und haben bereits am TSV-Sportheim und am Aussiedlerhof Schöpplein begonnen.

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