Bad Neustadt

Begleitete Selbsthilfegruppe für Personen mit Binge Eating

Eine begleitete Selbsthilfegruppe möchte speziell Menschen mit einer Binge Eating-Störung Unterstützung und Austausch bieten.
Eine begleitete Selbsthilfegruppe möchte speziell Menschen mit einer Binge Eating-Störung Unterstützung und Austausch bieten. Foto: Hans Wiedl/dpa

Frau S. kämpft seit vielen Jahren mit ihrem Essverhalten: Die tägliche Dosis Trostschokolade, das übermäßige Essen aus Frust oder Stress haben zu Kummerspeck geführt, dem sie immer wieder mit unterschiedlichsten Diäten und Sportprogrammen zu Leibe gerückt ist - bisher nur mit kurzfristigem Erfolg. Im Gegenteil, das Gewicht steigt weiter, Frau S. isst immer mehr und fühlt sich dabei noch unwohler. Frau S. leidet unter der Binge-Eating-Störung.

Binge Eating, das bedeutet in etwa so viel wie anfallartiges, schlingendes, schnelles oder auch ständiges (Über-) Essen und bezeichnet sehr plakativ die "jüngste" Form von Essstörungen. Typisch für Menschen mit Binge Eating ist das Essen ohne Hungergefühl, sondern aus Gefühlen wie Frust, Langeweile oder Stress. Nach dem Essen kommt es häufig zu schlechtem Gewissen, Scham- und Schuldgefühlen. Oft beginnt dann ein Kreislauf: Zu viel Essen über den normalen Bedarf hinaus führt in der Regel langfristig zu Kummerspeck und Übergewicht oder sogar zu Adipositas. Immer wieder werden neue Diäten ausprobiert, ein Abnehmprogramm jagt das nächste. Meist ohne anhaltenden Erfolg, weil bei einer Diät nur die Symptome, nämlich das Übergewicht, und nicht die eigentliche Ursache beachtet werden. Der gut gemeinte Vorschlag: "Iss doch einfach weniger" hat Frau S. nicht weitergeholfen. Sie steckt in dem Kreislauf aus Diäten und anschließendem Jojo-Effekt fest und wünscht sich neben der Beratung einen Austausch mit Gleichgesinnten und sinnvolle Alternativen für ihre Problembewältigung.

Seelische Entlastung und Stabilisierung

Das neue Gruppenangebot will neben dem Erfahrungsaustausch seelische Entlastung und Stabilisierung  sowie Hilfestellungen für einen zufriedeneren Alltag bieten. Informationen über die psychosozialen Zusammenhänge von Gefühlen und Essen, alternativer Stressbewältigung und sinnvoller Ernährung wechseln sich ab mit Gesprächen, praktischen Übungen und sinnvoller Bewegung, die Spaß macht. Ziel der Gruppe ist nicht eine Gewichtsabnahme, vielmehr sollen sich die Teilnehmer wieder auf ihre Stärken besinnen, ihr Selbstbewusstsein aktivieren und ihr Gleichgewicht finden. Ganz nach dem Motto: Wir haben mehr drauf!

Begleitet wird das Gruppenangebot von Hedwig Heinisch und Susanne Till, beide diplomierte Sozialpädagoginnen beim Caritasverband für den Landkreis Rhön-Grabfeld e.V. im Bereich Suchtberatung, fachlich ergänzt durch eine Ernährungsberaterin und eine Übungsleiterin im Bereich "Breitensport Erwachsene". Das Gruppenangebot im Caritashaus Edith Stein in Bad Neustadt umfasst zehn Treffen im wöchentlichen Rhythmus, jeweils montags  von 18.00 bis 20.00 Uhr und startet am 9. März. Eine Teilnahme ist nur nach einem Vorgespräch möglich, die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro für alle zehn Treffen. Anmeldeschluss ist der 26. Februar.

Weitere Informationen und Terminvereinbarung für ein Vorgespräch gibt es bei Hedwig Heinisch oder Susanne Till (Caritasverband), Telefon: 09771/6116-0 oder unter www.caritas-rhoengrabfeld.de.

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