Zimmerau

Bei der Gedenkfeier am Grenzmahnmal wurden Erinnerungen wach

Vor 30 Jahren öffnete sich an der Wegesperre Zimmerau/Rieth erstmals die innerdeutsche Grenze im südöstlichen Grabfeld. Eingerahmt von Fackelträgern sprachen (v. links) Pfarrerin Tina Mertten, Leni Scheider, Sulzdorfs Bürgermeisterin Angelika Götz, Heldburgs Stadtrat Dieter Treubig und der Heldburger VG-Vorsitzende Detlef Pappe. 
Vor 30 Jahren öffnete sich an der Wegesperre Zimmerau/Rieth erstmals die innerdeutsche Grenze im südöstlichen Grabfeld. Eingerahmt von Fackelträgern sprachen (v. links) Pfarrerin Tina Mertten, Leni Scheider, Sulzdorfs Bürgermeisterin Angelika Götz, Heldburgs Stadtrat Dieter Treubig und der Heldburger VG-Vorsitzende Detlef Pappe.  Foto: Hanns Friedrich

30 Jahre ist es her, dass sich die Grenztore an der ehemaligen Wegesperre Zimmerau/Rieth öffnete und die Menschen der beiden Nachbargemeinden Sulzdorf und Rieth/Albingshausen erstmals wieder sich zusammen fanden. Rieth/Albingshausen ist heute Bestandteil der Stadt Bad Colberg-Heldburg. Bei einer Gedenkfeier erinnerten Bürger beider Gemeinden an das historische Ereignis.

Alle bezeichneten es als Glück, dass die Wende friedlich und ohne Waffengewalt herbeigeführt wurde.Die Montagsdemonstrationen führten letztendlich zur Öffnung der innerdeutschen Grenze, auch bei Rieth und Zimmerau. Für die Stadt Heldburg sprach im Beisein des ehemaligen Bürgermeisters und nunmehrigen VG-Vorsitzenden  Detlef Pappe, der vor 30 Jahren die Gemeinde Rieth/Albingshausen vertrat, Stadtrat Dieter Treubig aus Rieth.

Keine Zukunft ohne Kenntnis der Vergangenheit

"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht verstehen", meinte er und erinnerte daran, wie sich vor 30 Jahren Menschen aus Sternberg, Zimmerau, Sulzdorf, Rieth, Albingshausen und vielen anderen Ortschaften an dieser Stelle trafen. Damals wurde der Schlagbaum zersägt, ein Stück davon ist im Museum für Grenzgänger zu finden. Die Öffnung der Grenze sei ein Erlebnis gewesen, das in der Geschichte seinesgleichen suche. Treubig bezeichnete das Geschehen als Sternstunde in der Deutschen Geschichte. 

Ende einer willkürlichen Teilung 

Sulzdorfs Bürgermeisterin Angelika Götz sagte, dass jeder der  dieses wunderbare Ereignis unmittelbar miterlebte, es zeitlebens nicht vergessen könne. Wie viele war auch sie der festen Überzeugung gewesen, dass frühestens die Enkelkinder einmal das Ende dieses Eisernen Vorhangs erleben werden. An die Zeit der Teilung erinnere, so Angelika Götz, unter anderem die kleine Gedenkstätte bei Zimmerau/Rieth, die von den beiden Nachbargemeinden initiiert wurde. Sie ist eine der wenigen Stellen, die noch heute anschaulich an die Zeit zwischen 1945 und 1989 erinnert, "in der unser Land willkürlich geteilt war.". 

Zahlreiche Besucher aus den Gemeinden Sulzdorf und Rieth/Albingshausen waren zur Gedenkfeier 30 Jahre Grenzöffnung gekommen.
Zahlreiche Besucher aus den Gemeinden Sulzdorf und Rieth/Albingshausen waren zur Gedenkfeier 30 Jahre Grenzöffnung gekommen. Foto: Hanns Friedrich

Bad Königshofens evangelische Pfarrerin Tina Mertten verwies auf die Rolle der Kirche in der Zeit des Umbruchs in der DDR. Auch Kerzen und Gebete in den Kirchen ließen die friedliche Revolution gelingen. Anschließend fand im Gasthaus Beiersdorfer in Rieth ein gemütliches Beisammensein statt, bei der nicht nur historische Fotos über die Grenzgeschichte und die Grenzöffnung gezeigt wurden, sondern auch Filme von der Grenzöffnung und der Wiedervereinigungsfeier. 

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Zimmerau
  • Hanns Friedrich
  • Albingshausen
  • Angelika Götz
  • Bürger
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • DDR
  • Evangelische Kirche
  • Innerdeutsche Grenze
  • Kirchen und Hauptorganisationen einzelner Religionen
  • Pfarrer und Pastoren
  • Städte
  • Tina Mertten
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!