NORDHEIM

Benefiz-Altweiberfasching in Nordheim: „Big Girls“ in Bestform

Spaßmacherinnen: Die »Big Girls« waren nicht nur die Organisatorinnen des Nordheimer Benefiz-Altweiberfaschings, sondern auch die Stars des Abends, und das in den unterschiedlichsten Rollen. Foto: Hagen-Wehrhahn

Ein volles Haus mit Frauen in Feierlaune, ein witzig-spritziges Programm und demzufolge eine Bombenstimmung herrschten beim Nordheimer Benefiz-Altweiberfasching in der neuen Kulturscheune. „Da müssen wir wohl schon im nächsten Jahr anbauen“, scherzte Moderatorin Susanne Petzold, die charmant und amüsant durch den Abend führte. Dabei hatte sie Bürgermeister Thomas Fischer im Blick, der sich, als Nonne verkleidet, unter das Frauenvolk gemischt hatte. Ihm galt gleich zu Beginn der Dank des Organisationsteams, da man den Saal mietfrei zur Verfügung gestellt bekommen hatte, um die Benefiz-Veranstaltung zu unterstützen – der Reinerlös des Faschingsabends geht an die Kinderkrebsstation Regenbogen in Würzburg.

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Benefiz-Altweiberfasching

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Die in Nordheim praktizierende Ärztin Angela Weber appellierte an die Faschingsfreunde, ihr Portemonnaie für diesen guten Zweck zu öffnen. Sie hatte die Schirmherrschaft nur allzu gern übernommen. Schließlich mache Frohsinn und Lachen gesund, betonte sie.

Für diese Art der Gesundheitsprävention hielt das neunköpfige Faschingsteam dann gleich auch das richtige Mittel parat. Als Germanys Next Topmoppel eroberten sie mit ihrem etwas anderen Catwalk den Nordheimer „Laufsteak“, ganz nach dem Motto „Big Girls are beautiful“. Köstlich dabei auch Sybille Bätzel als „Cindy aus Mahrzahn“, die sich über wenig Erfolg versprechende Diäten ausließ.

Der „Faule Hund“, alias Andrea Tratt, berichtete von seiner Arbeitssuche und den Erfahrungen in den verschiedensten Berufen, unter anderem als Leuchtturmwärter. Dort ging es nur so lange gut, bis er zum Schlafen das Licht ausgemacht hat.

Dann landeten die Nordheimer Gardemädels geradewegs aus dem „Wilden Westen“ in der Kulturscheune. Ebenso begeistert zeigte sich das Publikum vom Auftritt der Sekt-Schwestern aus Fladungen als schneidige Ordensschwestern sowie von den „Girls on Fire“ aus Mellrichstadt, die fantasievoll kostümiert eine tolle Choreografie boten.

Nicht einig werden konnten sich die zwei Kaffeedamen, Carmen Heinrich und Melanie Bauß, wie der gemeinsame Wellness-Urlaub aussehen sollte. Was kann man sich auch unter Anwendungen wie altorganisches Ganzkörperpeeling, Ölstirnguss, Ayurveda-, Heu- oder Kleopatra-Bad vorstellen? „Wie oft soll ich denn da baden, so dreckig bin ich nun auch wieder nicht“, resümierte die eine. Leidvolle Erfahrungen machte anschließend Karin Hippeli als „Ganzer Mann“ in der Bütt, hatte dieser doch mit den Auswirkungen eines überdosierten Potenzmittels zu kämpfen. Prächtig amüsierten sich die Faschingsgäste auch über die fünf „Alten Kameraden“ von der „Nurdemer Feuerwehr“, die von ihren Einsätzen mit defektem Feuerwehrschlauch musikalisch zu berichten wussten. Die witzige Schwarzlicht-Show „Crazy-Birds“, eine weitere Inszenierung der Nordheimer Gardemädels, war anschließend ein echter Hingucker.

Den Saal „rockten“ dann erneut die „Big Girls“, dieses Mal in Krachledernen. Zum selbst getexteten Lied „Wenn der Weiberfasching in Nurde steigt“, sang das närrische Frauenvolk händeklatschend mit.

Zu den Highlights des Abends zählte sicherlich der Sketch „Trautes Heim – Glück allein“. Brüllend komisch Sybille Bätzel als Mann, der sich nach einer durchzechten Nacht Brandblasen im Mund holte, weil er versehentlich die Wärmflasche ausgetrunken hat, und Andrea Suckfüll als schimpfende Gattin, die angesichts dieser Pfeife von Ehemann die Vermutung hegte, unter Tinnitus im Auge zu leiden.

Mit dem Einakter „Königsjodler“ brachten die „Big Girls“ zum Abschluss den Saal zum Toben. Selbst die eine oder andere Darstellerin musste sich mit Blick auf ihre Mitspielerin, die einen erlegten aber noch röhrenden 14-Ender spielte, das Lachen verbeißen. Mit diesem Stück setzten Pia Schabert, Andrea Suckfüll, Astrid Hippeli, Silvia Heinrich, Linda Fischer, Evi Orf, Kamilla Bätzel, Sybille Bätzel und Simone Finotto einen glänzenden Schlusspunkt hinter ein sehr kurzweiliges Faschingsprogramm in Nordheim. Und natürlich hoffen die Veranstalterinnen jetzt, dass sich dieser Erfolg auch im Erlös des Abends zeigt und sich die Kinderkrebsstation Regenbogen in Würzburg über eine größere Spende freuen darf.

ONLINE-TIPP

Viele Bilder im Internet unter www.mainpost.de/rhoengrabfeld

Die beiden Kaffeedamen Carmen Heinrich und Melanie Bauß konnten sich in ihrem Sketch nicht einig darüber werden, welche Anwendungen beim gemeinsamen Wellness-Urlaub gebucht werden sollen. Foto: Hagen-Wehrhahn

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