Oberelsbach

Bergwaldprojekt ist in der Rhön im Einsatz

40 Freiwillige des Bergwaldprojekt e.V sind im Biosphärenreservat Rhön im Einsatz für mehr Artenvielfalt. Foto: Andreas Frieseke

Noch bis Samstag, 28. September, ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut im bayerischen und hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön im Einsatz. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. In dieser Zeit werden fast 40 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Arbeiten durchführen und das Ökosystem der Hochrhön näher kennenlernen. Ziele des Einsatzes sind die Verbesserung der Situation am Projektstandort sowie die Sensibilisierung für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen auch über die Projektwoche hinaus.

Unter der Anleitung der Projektleiter Holger Gemmerl und Philipp Fritz vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie des Gebietsbetreuers Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung Bayern sowie Ranger Jan Knittel vom Biosphärenreservat Rhön (Hessen) werden die Freiwilligen im Nordwesten des Naturschutzgebietes Schwarzes Moor in zwei Entwässerungsgräben Sperren einbauen, um das Moor zu renaturieren.

Flächen im Roten Moor werden freigestellt

Im hessischen Roten Moor werden moorige, artenreiche Flächen, die mit Birken, Öhrchenweiden und Erlen bewachsen sind, freigestellt. Diese Flächen sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, die Bäume entziehen ihr Wasser, und ohne deren Zurückdrängung würde die Fläche in die Sukzession übergehen und nicht erhalten bleiben können. Neben der praktischen Arbeit ist auch ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen ökologischen Aspekte der Hochrhön und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Untergebracht sind die Gruppen auf dem Spiegelshof in Ehrenberg-Melperts in Mehrbettzimmern oder im Heulager. Während der Projektwochen kümmert sich eine Köchin um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmenden.

Nachhaltigkeit auf unterschiedliche Art erleben

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwoche ist es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln. Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung dazu: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben in der Einsatzwoche die faszinierende Landschaft der Hochrhön hautnah und leisten einen persönlichen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems.“

Philipp Fritz (Bergwaldprojekt e.V.) fügt hinzu: „Indem sich die Freiwilligen aktiv für ihre Umge-bung engagieren, entwickeln sie oftmals neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus der Projektwoche bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Damit beteiligen sie sich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“

Bergwaldprojekt e.V.
Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wo-chen mit jährlich etwa 2500 Teilnehmenern. 2019 finden 117 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmeldungen zu den Projektwochen unter bergwald-projekt.de.

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