Ostheim

Beschwingter Start in neue Saison

Der Leiter des Ostheimer Orgelbaumuseums, Jörg Schindler-Schwabedissen, hat auch für 2020 wieder ein attraktives und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Ein Flyer fasst alle Höhepunkte zusammen und soll Lust machen, das Museum zu besuchen. Das Bild zeigt ihn neben dem Walzen-Harmonium aus dem Jahre 1875, das auch den Flyer ziert. Foto: Marion Eckert

Auch für das Jahr 2020 hat das Orgelbaumuseum wieder eine Reihe an attraktiven und außergewöhnlichen musikalischen  Veranstaltungen geplant. Der neue Flyer wurde im Rahmen eines Pressegesprächs von Museumsleiter Jörg Schindler-Schwabedissen vorgestellt.

Beschwingt startet das Orgelbaumuseum in die neue Saison. Am 28. März findet im Rathaussaal ein Museumskonzert mit dem Salonquartett der "Staatsbad Philharmonie Kissingen" unter Leitung von Burghard Toelke statt. Das Kurorchester Bad Kissingen wurde mit 727 Auftritten im Jahr in das Guinnessbuch der Rekorde als meistspielendes Ensemble der Welt aufgenommen. Sie haben ein Repertoire von etwa 3000 Stücken und decken alle Stilepochen der Musikgeschichte ab. In Ostheim wird aber nicht das komplette 13-köpfige Kurorchester spielen, sondern ein klassisches Salon-Orchester. "Es wird ein für Ostheim besonders herausragendes Konzert sein", freute sich der Museumsleiter darüber, dass ein Termin gefunden werden konnte. Der Kontakt sei über seinen Bruder Christoph Schindler zustande gekommen, da das Orchester ein Harmonium der Firma Hofmann und Schindler erwarb. Der Kartenvorverkauf für diesen außergewöhnlichen Musikgenuss beginnt bereits am 15. Januar. Karten zu 10 Euro sind im Vorverkauf in der Druckerei Gunzenheimer in Ostheim erhältlich.

Harmonium steht im Mittelpunkt

In diesem Jahr steht vor allem das Harmonium im Mittelpunkt der Veranstaltungen. So auch am Samstag, 18. April, beim Museumskonzert mit dem Titel "Glasmusik – Musik, die verzaubert". Bereits zum zweiten Mal kommt der Künstler Martin Hilmer nach Ostheim. Er wird das Verrophon, die Glasharmonika und Gläserspiel zeigen. Begleitet wird er von  Jörg Schindler-Schwabedissen auf einem Harmonium. "Wir wollen ein Zeichen setzen und auch einem Nischeninstrument wie einer Glasharmonika die Chance geben, sich zu präsentieren", so der Museumsleiter.

Im Mai wird es rund um den Internationalen Museumstag am Wochenende von 16. und 17. Mai ein Harmoniumseminar geben. So geht es am 16. Mai um 13 Uhr um die Kunst des Harmoniumspiels. Grundkenntnisse in Literatur, Spielweise, Registrierung und Interpretation werden in diesem Seminar vermittelt. Am 17. Mai lädt das Orgelbaumuseum zum Tag der offenen Tür mit Museumsführung und einer Zeitreise in die Orgelbaugeschichte ein. Am Nachmittag findet zudem die Eröffnung der Harmoniumausstellung statt und die Besucher werden erfahren, dass das Harmonium seine geistigen Wurzeln in Rhön-Grabfeld hat. Denn der Erfinder des Harmoniums ist Bernhard Eschenbach aus Bad Königshofen, der gemeinsam mit seinen Cousin Johann Caspar Schlimbach um 1810 die Aeoline entwickelt. Ein Konzert für Harmonium mit Schülern der Berufsfachschule für Musik schließt sich an.

Musikalienflohmarkt im Rahmen des Ostheimer Stadtfests

Zu einem Musikalienflohmarkt lädt das Museum im Juni im Rahmen des Ostheimer Stadtfestes ein. Ob alte Instrumente, Noten, Gesangsbücher oder alte Schallplatten. Alles, was auf dem Dachboden so schlummert, kann angeboten werden. Ein Fachmann wird vor Ort sein, der alte Instrumente und sonstige Schätze auf ihren Wert abschätzt.

Der Juli wird italienisch. Im Rahmen des Thüringer Orgelsommers wird die "Italienische Orgel" des Orgelbaumuseums vorgestellt. Sie wird derzeit restauriert und soll im Anschluss an das Konzert, das im Schlösschen stattfinden wird, im Orgelbaumuseum aufgestellt. Öffentliche Museumsführungen gibt es vom 8. bis 22. April, vom 23. Mai bis 6. Juni und vom 27. Juni bis 7. September jeweils mittwochs und samstags mit dem Museumsleiter.

Auch Deutscher Orgeltag findet wieder statt

Der Deutsche Orgeltag findet am 12. September statt und wird verbunden mit einem Kinderorgeltag, wie schon vor drei Jahren. Führungen, der "Karneval der Tiere" an der Orgel und Familienführungen unterstützt durch die Märchenerzählerin Heidi Andriessens wird es geben ebenso wie ein Museumskonzert.

Heidi Andriessens ist dem Orgelbaumuseum in Ostheim seit vielen Jahren eng verbunden. Im vorigen Jahr wäre ihr Vater, der sich zeit seines Lebens für Orgeln begeisterte 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund spendete sie 1000 Euro dem Orgelbaumuseum. Vom dem Geld wird der alte Hammerflügel, Baujahr 1848 aus dem Hause Oppermann, renoviert. "Es war der Schulungsflügel von Frau Oppermann, halb Ostheim hat auf ihm spielen gelernt", freut sich  Jörg Schindler-Schwabedissen über diese Zuwendung. Künftig kann er dann bei Konzerten erklingen.

Im Oktober wird es während des Ostheimer Wurstmarktes "Vergnügliches aus dem Reich der Musik" mit der Openair-Orgel der Firma Hoffmann und Schindler geben. Das Jahr klingt mit einem Museumskonzert "Weihnachtslieder der Romantik" im Rathaussaal aus.

Informationen zu den Veranstaltungen und zum Orgelbaumuseum finden sich im Internet unter www.orgelbaumuseum.de oder auf Facebook unter "OrgelnmachenSpass". Informationen gibt es auch unter orgelbaumuseum@ostheim.de oder Tel.: (09777) 1743.

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