SIMONSHOF

Bischof spendet Alten und Kranken Trost

Bischof Franz (rechts) nahm sich bei seinem Besuch am Simonshof Zeit für Gespräche mit den Bewohnern des Pflegeheims.
Bischof Franz (rechts) nahm sich bei seinem Besuch am Simonshof Zeit für Gespräche mit den Bewohnern des Pflegeheims. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Die Menschen am Rand der Gesellschaft – Menschen ohne festen Wohnsitz, Alte, Kranke und Pflegebedürftige – besuchte Bischof Franz Jung wenige Tage vor dem Weihnachtsfest am Heimathof Simonshof. Mit einem festen Händedruck, einem kurzen Wortwechsel und mit einem freundlichen Lächeln brachte er die Weihnachtsbotschaft zu jenen, die von Schicksalsschlägen, vom Alter oder von Krankheit gebeugt sind. Einige strahlende Stunden, die die Bewohner des Simonshofs erleben durften.

Einen ganzen Vormittag hatte sich das geistliche Oberhaupt der Diözese am Donnerstag für den Abstecher in den Besengau Zeit genommen, um sich über die Einrichtung des Diözesan-Caritasverbands zu informieren, Einblick in die Arbeit zu nehmen und den Kontakt mit den Bewohnern zu suchen. Der Leiter des Simonshofs, Albrecht Euring, begrüßte den Bischof sowie den Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbands, Domkapitular Clemens Bieber, und Caritasdirektorin Pia Theresa Franke. Auch Landrat Thomas Habermann, Bastheims Bürgermeisterin Anja Seufert, Caritas-Kreisgeschäftsführerin Angelika Ochs, Pfarrer Thomas Menzel, Diakon Hans-Günther Zimmermann und die Abteilungsleiter des Simonshofes waren zum Bischofsbesuch gekommen.

Ein Zuhause für Obdachlose

Mit Hilfe einer Präsentation stellte der stellvertretende Einrichtungsleiter Stefan Gerhard den Simonshof vor, der sich seit September 1951 als „Wanderer- und Fürsorgehof“ unter der Obhut des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg befindet. Zurzeit bietet der Heimathof etwa 95 wohnsitzlosen Männern ein Zuhause. 85 Menschen werden im Pflegeheim Camillus-Haus gepflegt. 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich aktuell in den Fachbereichen „Wohnsitzlosenhilfe“ und „Pflege“ um die Hofbewohner.

Insgesamt bietet die Wohnsitzlosenhilfe im Simonshof 120 Plätze in den drei Hilfsbereichen Resozialisierung, Eingliederung und Beheimatung an. Im Pflegeheim stehen 104 Plätze – verteilt auf drei Wohnbereiche – bereit. Davon befinden sich 22 Plätze im sogenannten beschützenden Bereich, der mit einem großzügigen Garten ausgestattet ist.

Ein offenes Ohr für die Menschen

Nach diesem Überblick und einem Rückblick auf die Geschichte des Simonshofs machte sich Bischof Franz bei einem Rundgang persönlich ein Bild, schaute in den Werkstätten und Aufenthaltsräumen vorbei und suchte den Kontakt zu den Mitarbeitern und Bewohnern. Der Bischof schüttelte jede Menge Hände, klopfte den Bewohnern anerkennend auf die Schulter und sparte nicht mit Lob für gelungene Arbeiten. Er hörte aufmerksam zu, wenn die Anliegen der Menschen vorgebracht wurden und zeigte großes Interesse an den Tätigkeiten der am Simonshof lebenden Menschen. Besonders die Arbeiten für die Spielwarenindustrie machten auch dem Bischof viel Spaß, die Spielzeugautos hatten es ihm besonders angetan.

Auch im Pflegeheim wurde Franz Jung herzlich begrüßt. Die Musikgruppe der Grundschule Besengau unter der Leitung von Lehrerin Ines Senf, die, wie jedes Jahr, vor Weihnachten die alten und pflegebedürftigen Menschen im Camillus-Haus besuchte, erfreute mit ihren vorweihnachtlichen Liedern und Gesängen die Bewohner und Gäste. Im persönlichen Gespräch verbreitete Bischof Franz Freude und Zuversicht, spendete aber auch Trost, zeigte Mitgefühl und Verständnis.

Weihnachtsbotschaft aufgenommen

Nach dem Rundgang über den Hof stand eine Unterredung mit dem Einrichtungsleiter, mit Mitarbeitern, Bewohnern und Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung auf dem Programm. Der Besuch des Bischofs endete am Nachmittag mit Fernsehaufnahmen: Das Bistum-TV machte Aufnahmen für die bischöfliche Weihnachtsbotschaft.

Die Spielzeugautos für die Spielwarenindustrie, für die Bewohner am Simonshof Arbeiten erledigen, hatten es auch Bischof Franz angetan.
Die Spielzeugautos für die Spielwarenindustrie, für die Bewohner am Simonshof Arbeiten erledigen, hatten es auch Bischof Franz angetan. Foto: Klaus-Dieter Hahn

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