HOHENROTH

Blockheizkraftwerk ist in Betrieb

Das neue Blockheizkraftwerk in der Kläranlage des Abwasserverbandes Saale-Lauer ging nun ans Netz. Dadurch kann die Anlage autark arbeiten, denn es werden 100 Prozent Wärme und 70 Prozent Strom selbst erzeugt.
Das neue Blockheizkraftwerk in der Kläranlage des Abwasserverbandes Saale-Lauer ging nun ans Netz. Dadurch kann die Anlage autark arbeiten, denn es werden 100 Prozent Wärme und 70 Prozent Strom selbst erzeugt. Foto: Brigitte Chellouche

„70 Prozent unseres jährlichen Stromverbrauchs erzeugen wir ab jetzt selbst.” Arno Schlembach, Geschäftsführer des Abwasserverbandes Saale-Lauer, strahlte, als er den Verbandsräten die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes 2 verkündete.

Seit 29. Juni arbeitet das Blockheizkraftwerk. Da der Gasspeicher noch saniert wird, erfolgt die Gasspeicherung über einen Leihgasspeicher, sagte Schlembach. Das ändert sich Mitte August. Erfreulich sei, dass keine Mehrkosten angefallen sind, erklärte der Geschäftsführer. Stephan Mohler, technischer Leiter der Kläranlage, stellte den Verbandsräten vor Ort die Anlage vor.

Verbandsvorsitzender Bürgermeister Bruno Altrichter sagte: „Es läuft wirklich gut. Großes Lob an die ganze Mannschaft. Wir sind in Ökologie und Ökonomie vorne gut mit dabei. Wir arbeiten auf der Kläranlage autark und erzeugen zu 100 Prozent unsere Wärme und zu 70 Prozent unseren Strom.“

Im Frühjahr wurde die Sanierung der Niederspannungsanlage und des Rohwasserpumpwerkes von der Firma Elektro-Hofmockel durchgeführt. Die Schlussrechnung lag nun vor und fiel 17 500 Euro niedriger aus, als geplant. Das Gremium stimmte den Nachtragsvereinbarungen in Höhe von 11 600 Euro zu.

Der Gasmotor des Blockheizkraftwerkes 1 musste überholt werden. Den Auftrag erhielt letztes Jahr die Firma Caterpillar. Anfang Juni wurden die Arbeiten abgeschlossen. Nun informierte Arno Schlembach die Verbandsräte über Mehrkosten von knapp 1900 Euro für Zusatzarbeiten.

Die Liebenthalter Straße in Herschfeld wurde schon mehrmals überflutet. Das ist der Verkleinerung des Kanaldurchmessers von 80 auf 30 Zentimetern geschuldet. Vor vielen Jahren diente diese Verringerung als natürliche Drossel, die starkes Regenwasser zurückhält.

2004 wurde nun in der Straße eine mechanische Drossel eingebaut, die die Verringerung des Kanaldurchmessers überflüssig macht. Daher wurde vom Abwasserverband ein Projektplan für eine Kanalerneuerung erstellt. Insgesamt wird auf einer Länge von 160 Metern der Kanal auf 80 Zentimeter Durchmesser erweitert.

Die Kosten dafür belaufen sich auf circa 311 000 Euro. Die Erneuerung der Hausanschlüsse und Straßeneinläufe liegen bei 42 500 Euro. Der Abwasserverband Saale-Lauer ist für die Kosten des Neubaus der Kanalerweiterung zuständig, die Erneuerung der Straßeneinläufe und der Hausanschlüsse gehen zulasten der Stadt Bad Neustadt. Die Baumaßnahme ist für 2018 geplant. Die Verbandsräte stimmten der Planung zu.

Der Rohschlammschacht ist marode. Der Beton muss saniert werden. Nachdem im Frühjahr niemand für die Arbeiten gefunden wurde, bot sich nun die Firma Freibott Bausanierung aus Großwenkheim an. Ab Mitte September könnte sie mit den Arbeiten mit einem Kostenumfang von etwas über 10 000 Euro beginnen. Dem stimmte das Gremium zu.

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