Bad Königshofen

Blühflächen contra "Gärten des Grauens"

Blütenvielfalt statt Steinwüsten in den Gärten – dafür setzt sich der Bund Naturschutz ein. Foto: Regina Vossenkaul

Neuwahlen des Vorstands standen bei der Ortsgruppe des Bund Naturschutz auf der Tagesordnung, allerdings genügen ein erster und zweiter Vorsitzender, da es sich um keinen eigenständigen Verein handelt. Wiedergewählt wurde der langjährige Vorsitzende Dieter Jetschni, als stellvertretender Vorsitzender steht ihm Klaus Albert zur Seite. Zusätzlich wurden Christine Wehe-Bamberger und Hubert Kornbrust als Beisitzer gewählt.

Ein Rückblick auf Aktionen und Aktivitäten gab zunächst Hubert Kornbrust, der an eine Aussaat-Aktion auf einem Feld zwischen Kleinbardorf und Sulzfeld erinnerte. Fotos von einer Exkursion zum Biohof May wurden gezeigt, dort schauten sich die Teilnehmer den neuen Schweinestall an und die zwei fahrbaren Hühnerställe, bei denen Ziegenböcke Wache halten, um Raubvögel abzuschrecken. Neue Biberreviere wurden zwischen Eyershausen und Trappstadt aufgezeichnet und das neue Wildkatzenmonitoring von Kornbrust durchgeführt. Er sammelte neue Haarproben, aber die Untersuchungsergebnisse liegen noch nicht vor. Auch im Herbstädter Wald gibt es bereits Wildkatzen, haben Aufnahmen von Wildkameras gezeigt (wir berichteten).

Bildungsauftrag nachgekommen

BN-Kreisvorsitzender Helmut Bär erinnerte an die Funkwasseruhren-Aktion, dabei sei erreicht worden, dass die Bürger selbst entscheiden können, ob sie eine Wasseruhr mit Funk-Funktion haben wollen oder nicht. Allerdings habe da der Gesundheitsaspekt keine Rolle gespielt, aber der Datenschutz und das Recht der Verfügung über die eigenen Daten, so Bär. Auch bei der Sprühaktion gegen Schwammspinner mit dem Häutungsgift Mimic habe sich der BN zu Wort gemeldet und auf Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen. Es sei erreicht worden, dass die Angelegenheit im Bad Königshöfer Stadtrat diskutiert und abgestimmt wurde, berichtete Bär. Die Mehrheit sprach sich dafür aus. Normalerweise wäre die Aktion nach Empfehlung durch das Forstamt auf dem Verwaltungsweg erledigt worden. Interessant wäre jetzt die Entwicklung der behandelten und der nicht behandelten Flächen genau zu dokumentieren, denn einige Waldbesitzer im Grabfeld hätten trotz Befalls auf die Mimic-Aktion verzichtet.

Dieter Jetschni berichtete, wie die Ortsgruppe ihrem Bildungsauftrag nachgekommen ist, durch Vogelkundliche Wanderungen, eine Gewässerkundliche Exkursion, die Frühblüher-Exkursion in den Spitalwald, eine Wanderung zu den Kleinoden der Natur im Bereich Altenburg und einen Kurs "Ökologisch Kochen" mit Ursula Seufert. Einen Beitrag zum Ferienprogramm gestaltete die Ortsgruppe auf der Haumühle, organisiert von Renate Herold und Monika Leu. Die Haus- und Straßensammlung habe ein sehr gutes Ergebnis erbracht. Die fleißigen Kinder dürfen sich auf einen Tagesausflug zum Klaushof freuen. Am Aufstellen des Amphibienzauns zwischen Herbstadt und Breitensee beteiligten sich diesmal sehr viele Helfer, wie Jetschni berichtete. 400 Meter Zaun waren in Rekordzeit befestigt.

Bezüglich der Blühflächen und des Insektensterbens finde langsam ein Umdenken statt, stellten die Teilnehmer der Versammlung fest. Aber die Leute sollten auch aufhören, sich zu beschweren, wenn etwas nicht so ordentlich aussieht wie früher gewohnt. Die Bauhöfe sollten auch mal was stehen lassen und abwarten, was sich ansiedelt – das gedeihe meistens am besten, hieß es. Kritisiert wurden die sogenannten "Gärten des Grauens", Steinwüsten, die als pflegeleicht gelten und seit einiger Zeit in Mode gekommen sind.

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