Wollbach

Brunnenfest lockte viele Interessierte

Bio-Landwirt Klaus Zimmer demonstrierte anschaulich die Durchlässigkeit und die Filterfunktion verschiedener Bodenschichten beim Wollbacher Brunnenfest. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Die Wollbacher Bevölkerung pilgerte in großer Zahl zur Premiere eines solchen „Brunnenfestes“ zu den beiden Trinkwasserbrunnen in der „Hausenwiese“, wo die „Wollbacher Wählergemeinschaft“(WWG) zahlreiche interessante Programmpunkte organisiert hatte.

Anlass für das „Brunnenfest“ wäre im vergangenen Jahr  der 25. Jahrestag der Erhaltung der eigenen Trinkwasserversorgung in der Gemeinde gewesen. Damals im Jahr 1993 hatte man sich dank des Engagements der WWG nach langen Diskussionen und intensiver Beratung im Gemeinderat dazu durchgerungen, in der Wollbacher Gemarkung nach Trinkwasser zu bohren. Man war im Bereich von „Ochsenbühl“ und „Hausenwiese“ fündig geworden, konnte qualitativ und quantitativ sehr gutes Trinkwasser ohne Aufbereitung der Bevölkerung zur Verfügung stellen und auf den in Erwägung gezogenen Anschluss an eine Fremd- bzw. sogar Fernwasserversorgung verzichten. Initiator des Festes war Alfons Pfeuffer, der sich als damaliges Gemeinderatsmitglied noch genau an jene Zeit vor einem Vierteljahrhundert und den Ablauf erinnerte. In jenen Tagen  hatte er auch schon mal die Ingenieure des beauftragten Büros Baur Consult aus Haßfurt zum gemeinsamen Mittagessen zu sich nach Hause eingeladen. Dank der Hartnäckigkeit der WWGler und einer im bayerischen Landtag erfolgreichen Petition konnte man schließlich nach eigenem Trinkwasser neu bohren, war erfolgreich, konnte damit den Anschluss an eine ungeliebte Fernwasserversorgung so gerade noch einmal vermeiden.  

Wasserwart Jürgen Werner demonstrierte im Wasserwerk auf dem Laptop die Suche nach Leckstellen im Wasserversorgungsnetz. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Sowohl Bürgermeister Thomas Bruckmüller wie auch Wasserwart Jürgen Werner standen bei der Jubiläumsfeier Rede und Antwort. Viele Dorfbewohner kletterten gerne in die Brunnenschächte, schauten Jürgen Werner bei der speziellen Trinkwasserüberwachung per Laptop über die Schulter oder ließen sich vom Bürgermeister die beiden Trinkwasserspeicher im Wasserwerk auf der „Braidbacher Höhe“ erläutern. „Das Wasser dort reicht für drei Tage!“, machte der Wasserwart deutlich. Sehr diffizil gestaltet sich die Suche nach Wasserrohrbrüchen. „In unserem Leitungsnetz scheint es aktuell gerade sehr viele kleine Wasserrohrbrüche zu geben. Es ist ganz schwer, die genau zu lokalisieren !“, so Werner, der zäh weitersucht. Von den etwa 75 000 jährlich gefördertem Wasser werde bei weitem nicht jeder Tropfen verkauft. Man beklagt einen erheblichen Wasserverlust, den man unbedingt reduzieren will. „Schließlich gab es auch Jahre da hatten wir nur fünf Prozent Wasserverluste!“, so der erfahrene Wasserwächter.

Mancher Besucher kletterte auch einmal in die Brunnenschächte. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Im Verlauf des Nachmittags hatten Groß und Klein die Möglichkeit, den nahen Wollbach nach Lebewesen zu untersuchen. Gerade die Kinder waren davon begeistert. Mit Werner Hilberth stand ein erfahrener Biologie-Pädagoge zur Seite. Klaus Zimmer demonstrierte anschaulich mit Hilfe eines Experimentes, wie verschmutztes Wasser durch Filterschichten, wie Kies und Lehm, gereinigt wird. Am Ende tropfte klares Wasser in den Auffangbehälter. Außerdem konnte man bei Quizfragen rund um Trinkwasser und -verbrauch sein Wissen unter Beweis stellen. Am Ende durften Conny Müller und Ute Bernhardt-Fiedler von der WWG ein zufriedenstellendes Fazit zum „Brunnenfest“ ziehen.

Schlagworte

  • Wollbach
  • Klaus-Dieter Hahn
  • Bayerischer Landtag
  • Bevölkerung
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Jürgen Werner
  • Kinder und Jugendliche
  • Landtage der deutschen Bundesländer
  • Leben und Lebewesen
  • Thomas Bruckmüller
  • Trinkwasser
  • Wasser
  • Wasserwerke
  • Wählergemeinschaften
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!