Bad Königshofen

Bürgermeisterwahl: Helblings „Heimspiel“ in Untereßfeld

Gemeinsame Wahlversammlung in Untereßfeld: Im  Gemeindehaus stellten Amtsinhaber und CSU-Bürgermeisterkandidat Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling (links) und der Untereßfelder Listenführer Gerhard Weitz sich und ihre Ziele vor.
Gemeinsame Wahlversammlung in Untereßfeld: Im Gemeindehaus stellten Amtsinhaber und CSU-Bürgermeisterkandidat Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling (links) und der Untereßfelder Listenführer Gerhard Weitz sich und ihre Ziele vor. Foto: Alfred Kordwig

Obwohl die Wahlversammlung im Untereßfelder Gemeindehaus stattfand, war es so etwas wie ein „Heimspiel“ für die Bad Königshöfer CSU und ihren Bürgermeisterkandidaten: Die Liste Untereßfeld mit Gerhard Weitz an der Spitze hatte eingeladen, um mit Amtsinhaber Thomas Helbling, den CSU-Stadtratskandidaten und der Jungen Liste eine Wahlveranstaltung abzuhalten.

Weitz, der auf Listenplatz eins gesetzt wurde und am 15. März hofft, anstelle des nicht mehr amtierenden Untereßfelder Stadtrats Mathias Helmerich ins Stadtparlament gewählt zu werden, machte unmissverständlich klar: „Wir wollen, dass Thomas Helbling Bürgermeister in Bad Königshofen bleibt.“ Im recht gut besetzten Gemeindesaal, im dem es während der gesamten zweistündigen Wahlversammlung immer ruhig und sachlich zuging, regte sich gegen diese Festlegung kaum Widerspruch. Lediglich ein Zuhörer deutete an, dass er es lieber gesehen hätte, wenn sich Weitz zur Neutralität gegenüber beiden Bürgermeisterkandidaten verpflichtet hätte.

Neue Bauplätze schaffen

Auch was die Stimmabgabe der Bürger von Untereßßeld bei der Wahl zur Zusammensetzung des neuen Stadtrats betrifft, äußerte Gerhard Weitz einen Wunsch: „Für unser Dorf wäre es wichtig, wenn wieder ein Abgeordneter im Gremium vertreten wäre.“ Weitz, der sich den Zuhörern zuvor kurz vorgestellte hatte, ging dann auf einige in näherer Zukunft im Stadtteil geplante Projekte ein, die nach Möglichkeit verwirklicht werden sollten. So forderte er unter anderem neben der Ausweisung mehrerer neuer Bauplätze die Beseitigung der Gefahrenstelle an der Einmündung des Friedhofswegs in die B 279.

Die Grundschule erhalten

CSU-Bürgermeisterkandidat und Amtsinhaber Thomas Helbling nahm den Ball auf und ging nach seiner Vorstellung zunächst gezielt auf Maßnahmen ein, die unter seiner Amtsführung in den vergangenen Jahren in Untereßfeld umgesetzt wurden. Als Beispiele nannte er unter anderem die Eingliederung des Wasserwerks in den Wasserzweckverband, die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr oder den Erwerb von Geräten für den Spielplatz. „Auch die Vereine haben wir so gut es ging unterstützt.“ Geplant sei im Stadtteil der Erhalt der Grundschule, eine neue Heizung für das Gemeindehaus und der Kauf eines weiteren Feuerwehrautos.

Viel umgesetzt und viel geplant

Helblings weitere Ausführungen lassen sich in drei Schwerpunkte gliedern. Zunächst ging er darauf ein, was in seiner fast zwölfjährigen Amtszeit für ganz Bad Königshofen erreicht wurde. Als Beispiele nannte er große Baumaßnahmen wie die Rathaus- und Schranne-Sanierung, den Bau der zwei Kreisverkehre und die Neugestaltung der Tuchbleiche. Unter dem Punkt, was alles auf den Weg gebracht wurde, zählte er unter anderem den geplanten Neubau der Trinkhalle, das MVZ und das Projekt „Grundschule“. Was die Zukunftsplanung betrifft, würde sich Helbling auf die Neugestaltung des Marktplatzes und der Hindenburgstraße, die Revitalisierung der Ortskerne und die Einführung eines städtischen Infoblattes konzentrieren.

Helbling wirbt um Unterstützung

Am Ende seines Vortrags warb Thomas Helbling bei der Wahl am 15. März um Unterstützung nicht nur für seine Person als Bürgermeisterkandidat, sondern auch für die Stadträte der CSU: „Wir haben gemeinsam viel auf den Weg gebracht.“ Abgerundet wurde die Wahlveranstaltung im Untereßfelder Gemeindehaus durch die Vorstellung der anwesenden CSU-Stadtratskandidaten Anton Fischer, Ruth Scheublein, Karl-Heinz Schönefeld, des CSU-Ortsvorsitzenden Jürgen Martin sowie Sascha Eckert und Sascha Manger. Außerdem stellten sich von der Jungen Liste Sven Leist (Listenplatz 1), Günter Kempf und Andre Ankenbrand den Zuhörern vor.

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