BAD NEUSTADT

Bunt nicht Grün für die Bienen an den Straßen

Bestäuber: 76 Prozent der Bestäubung übernehmen die Honigbienen. Aber sie brauchen genügend Flächen mit Blüten. Foto: Demmler

Wenn an allen Kreisstraßen in Rhön-Grabfeld links und rechts der Fahrbahn ein etwa zweieinhalb Meter breiter Streifen bleiben würde, auf dem Wildblumen blühen – Straßenbegleitbunt statt Straßenbegleitgrün –, dann wären das rund 175 Hektar zusätzlicher Fläche, die den 2363 Bienenvölkern der 329 Imker im Landkreis zur Verfügung stünden, um Nektar und Pollen zu sammeln.

Das hat die Vorsitzende des Kreisimkerverbandes, Annette Seehaus-Arnold aus Burglauer, überschlägig berechnet. Die Zahl stellte sie im Umweltausschuss des Landkreises vor. Dort warb sie um Verständnis für die Imkerei und vor allem die Bienen. Ein wichtiges Thema, wie Landrat Thomas Habermann fand, wichtig für das persönliche Lebensumfeld. Denn schließlich, so Seehaus-Kirchner, übernehmen die Honigbienen rund 76 Prozent der Bestäubung in der Natur. Ohne Bienen gäbe es ein enormes Problem bei der Fruchtbarkeit. Den Wert dieser Bestäubungsarbeit hätten Untersuchungen mit einem volkswirtschaftlichen Wert von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr in der Bundesrepublik beziffert.

Gegen die Eintönigkeit

Um den Bienen, auch deren Wildformen, zu helfen, schlug sie vor, hier und dort einige vielleicht an sich sowieso schwer zu bewirtschaftende Flächen als farbige Tupfer in der manchmal eintönigen wirtschaftlichen Kulturfläche als blühende Inseln stehen zu lassen und so den Bienen zu helfen.

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