Sandberg

CSU Sandberg blickt auf 50 Jahre zurück

Ehrungen beim CSU-Ortsverband Sandberg: (von links) Landtagspräsident a.D. Johann Böhm, Gustav Söder, Vorsitzende und Bürgermeisterin Sonja Reubelt, Gregor Holzheimer, Sandro Kirchner und Karin Renner.
Ehrungen beim CSU-Ortsverband Sandberg: (von links) Landtagspräsident a.D. Johann Böhm, Gustav Söder, Vorsitzende und Bürgermeisterin Sonja Reubelt, Gregor Holzheimer, Sandro Kirchner und Karin Renner. Foto: Wolfgang Schmidt/CSU Sandberg

Vor 50 Jahren wurde der CSU-Ortsverband Sandberg gegründet. Zu einem gemütlichen Jubiläumsabend lud aus diesem Anlass Vorsitzende Sonja Reubelt die Mitglieder, politische Mandatsträger sowie die Vorsitzenden der benachbarten CSU-Ortsverbände, Manfred Makert (Bischofsheim) und Paul Dinkel (Unterweißenbrunn), ein.

Der Rückblick zeigte, dass es eigentlich schon 51 Jahre sind, auf die der Ortsverband voller Stolz verweisen kann. Das erste Protokoll der Ortshauptversammlung stammt aus dem Jahr 1968. Deshalb seien die Verantwortlichen zunächst auch davon ausgegangen, dass die Gründung 1968 erfolgte, berichtete Reubelt. Doch bei der Vorbereitung auf die Feier habe sie in alten Ordnern gestöbert und sei dabei auf das Gründungsprotokoll vom 4. Juni 1967 gestoßen.

Der Ortsverband hatte bei der Gründung 21 Mitglieder. Vorsitzender war Rudi Söder, Stellvertreter Oskar Holzheimer, Schriftführer Leo Holzheimer und Kassier Franz Hüttner. Als Beitrittsdatum für Gustav Söder ist der 1. Januar 1968 vermerkt. Ihm konnte Bürgermeisterin Reubelt im Rahmen der Feier die Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft überreichen. Eine weitere Ehrung, für 20 Jahre Mitgliedschaft, wurde Gregor Holzheimer zuteil.

Das Gründungsdatum beziehe sich auf den Ortsverband Sandberg, also den Gemeindeteil Sandberg, der zu diesem Zeitpunkt, also 1967 ja noch selbstständig war. Erst 1972 wurde die Einheitsgemeinde Sandberg gegründet. Daneben gab es noch den Ortsverband Schmalwasser, der lange Zeit von Walter Wehner geleitet wurde und den Ortsverband Waldberg/Langenleiten. Wann diese Ortsverbände gegründet wurden, konnte Reubelt allerdings nicht in Erfahrung bringen.

Am 3. Februar 1995 wurden diese Ortsverbände zum heutigen Ortsverband Sandberg zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss sei bereits Jahrzehnte zuvor diskutiert worden. Sonja Reubelt fand ein entsprechendes Schreiben aus dem Jahr 1973. In den 1990er-Jahren wurde das Thema dann erneut aufgegriffen und umgesetzt. Nach der Verschmelzung hatte der Ortsverband 1995 49 Mitglieder, dabei kamen zehn aus Schmalwasser, sieben aus Waldberg, sechs aus Langenleiten und 26 aus Sandberg. Vorsitzender des zusammengelegten Ortsverbands war Bruno Regnat – bis zu seinem Tod im Jahr 2000.

Mitgliederzahl sank

Die Mitgliederzahl von 49 Mitgliedern konnte der Ortsverband bis heute nicht halten. Insbesondere zwischen 2009 und 2011 reduzierte sich die Mitgliederzahl deutlich, heute sind es noch 28 Mitglieder.

Reubelt erinnerte an aktive und vor allem selbstlose Jahre des Ortsverbands, in denen große Feste zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen veranstaltet wurden. So gab es 1980 ein Straßenfest zugunsten behinderter Menschen. Hier kam ein Erlös von 17 000 Mark zustande, der auf Behinderte in der Gemeinde Sandberg, die Sonderschule in Unsleben und die Lehrwerkstatt in Hohenroth aufgeteilt wurde. Übertroffen wurde das durch das Wohltätigkeitsfest im Mai 1984, dessen Erlös ebenfalls der Lebenshilfe zugute kam.

Die Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Sandberg, Bürgermeisterin Sonja Reubelt, freut sich über '50 Jahre CSU Sandberg'.
Die Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Sandberg, Bürgermeisterin Sonja Reubelt, freut sich über "50 Jahre CSU Sandberg". Foto: Wolfgang Schmidt/CSU Sandberg

Auch politisch habe der Ortsverband einiges vorzuweisen. So waren die langjährigen Bürgermeister Regnat und Beinhauer CSU-Bürgermeister. Und auch Sonja Reubelt selbst ist eine CSU-Bürgermeisterin, sie hat das Bürgermeisteramt und das Amt der CSU-Ortsverbandsvorsitzenden seit 2017 inne.

Zukunftsfähige Heimat 

So ging sie in ihrer Ansprache auch auf die aktuelle Entwicklung der Gemeinde ein. Die Ausweisung des Baugebiets Steinrutsche II sieht sie als einen wichtigen Schritt, um ausreichend Bauplätze für junge Familien vorzuhalten. "Nicht jede Familie ist bereit im Ortskern ein altes Haus zu kaufen und zu renovieren", betonte die Bürgermeisteirn. Gemäß des Leitbilds der Gemeinde, nachdem sowohl junge Familien wie auch ältere Menschen eine attraktive und zukunftsfähige Heimat in Sandberg finden sollen, werden die entsprechenden Weichen gestellt. Eine große Herausforderung sei dabei die Schaffung einer Senioreneinrichtung, wobei die Bürgermeisterin auf die Unterstützung des Freistaates und seiner zahlreichen Förderprogramme hofft, die den ländlichen Raum stärken und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sicherstellen wollen.

Sandro Kirchner gratulierte dem Ortsverband zum 50-jährigen Bestehen und bedankte sich für das hervorragende Wahlergebnis in den Walddörfern. Er berichtete von der politischen Arbeit in München, die Koalition mit den Freien Wählern und seine Tätigkeit im Wirtschaftsausschuss.

Landtagspräsident a. D. Johann Böhm bezeichnete die Gemeinde Sandberg als lebenden Baum, dessen Stamm Schmalwasser darstelle, der sich über Sandberg nach Waldberg, Langenleiten und Kilianshof sehr weit verzweige. Er sei damals gegen den Zusammenschluss der Ortsverbände gewesen, da mit jedem Verlust eines Ortsverbands auch der Verlust von politischen Diskussionen verloren gehe. Diskussionen müssen aber bereits unten an der Basis geführt werden. Hierfür seien die Ortsverbände sehr wichtig. Umso mehr freue es ihn, dass der Ortsverband Sandberg sein 50-jähriges Bestehen feiere und sehr gut aufgestellt sei.

Der Wolf und sein Schutzstatus

Auch die Bezirksrätin Karin Renner bedankte sich beim Ortsverband und der Ortsvorsitzenden für die geleistete Arbeit. Bei der anschließenden Diskussion stand die Thematik des Stands des Staatsstraßenausbaus im Vordergrund. Auch wurde die Präsenz des Wolfs und dessen Schutzstatus sehr kritisch gesehen.

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