Bad Königshofen

Corona: Pfarrvikar Paul Mutume berichtet für TV-Sender in Afrika

Covid 19 ist auch in Afrika äußerst aktuell. Bad Königshofens Pfarrvikar Paul Mutume berichtete über den Umgang der Deutschen mit dem Virus für viele afrikanische Sender.
In Bad Königshofen stand Pfarrvikar Paul Mutume vor der Fernsehkamera. Er berichtete für den Fernsehsender TV West Uganda von der Situation in Deutschland und wie Covid 19 das Land still gelegt hat. Die Aufnahme am Kreisel der Umgehungsstraße hatte er bewusst gewählt, um seinen Landsleuten zu zeigen, wie hoch entwickelt Deutschland ist.
In Bad Königshofen stand Pfarrvikar Paul Mutume vor der Fernsehkamera. Er berichtete für den Fernsehsender TV West Uganda von der Situation in Deutschland und wie Covid 19 das Land still gelegt hat. Die Aufnahme am Kreisel der Umgehungsstraße hatte er bewusst gewählt, um seinen Landsleuten zu zeigen, wie hoch entwickelt Deutschland ist. Foto: Hanns Friedrich

Die Sender Radio Maria Mbarara und Radio West Mbarara sowie das Fernsehen "TV West Uganda" sagen einem Normal-Bürger hierzulande eher wenig. Mit ihnen aber steht Bad Königshofens Pfarrvikar Paul Mutume in regen Kontakt. Das ein oder andere Mal hat er für sie schon über seine Erlebnisse in Deutschland berichtet - mit Hilfe seines Smartphones. 

Erste Sendungen per Smartphone

Nun wollten die Medienhäuser mehr über die aktuelle Corona-Situation in Deutschland erfahren. Deshalb bekam der Pfarrvikar eine Anfrage von den Sendern, aus seiner Pfarrei in Bad Königshofen zu berichten. So stand er an drei verschiedenen Standorten vor der Kamera. Da seine Handykamera allerdings zu wenig Qualität  für den TV-Sender liefern konnte, fragte er beim ehemaligen Fernsehjournalisten Hanns Friedrich an. Der holte seine Kamera für Mutume gerne aus dem Studio.

Der Priester richtet sich mit zwei Botschaften an die Zuhörer und Fernsehzuschauer seiner Heimat: Vorsicht und Hoffnung! Zudem geht er auf die  Heilige Corona der katholischen Kirche und deren Bedeutung für Christen ein.

Mutume: So etwas habe ich noch nicht erlebt

Nachrichtlich teilte er in den rund fünfminütigen Beiträgen mit, dass Deutschland von der globalen Ansteckung mit Coronaviren besonders betroffen sei. Als katholischer Priester, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, habe er so etwas noch nicht erlebt. Am Marktplatz in Bad Königshofen zeigt er leere Parkplätze und menschenleere Straßen.

Er  verweist auf die oft tödliche Gefahr des Virus und spricht allen, "die ihre Lieben verloren haben" sein tief empfundenes Beileid aus. " Meine Gebete und Gedanken sind bei unseren Freunden auch  in Italien, einem Land, das in den letzten Tagen eine große Anzahl von Menschen verloren hat." In seine Gebete schließt er die Kranken und Leidenden, durch den Virus betroffen sind, ebenso ein, wie Ärzte, Pflegepersonal und viele Menschen, die im Einsatz gegen Covid 19 sind.

Corona ist eine katholische Heilige

Der Geistliche stellt in den Aufzeichnungen aber auch die Beziehung zwischen Corona, einer Heiligen der katholischen Kirche und der Krankheit her.  Das Wort "Corona" stehe in der lateinischen Sprache für Krone oder Krönung. Die Form des Virus habe die Wissenschaftler veranlasst, es so zu nennen. Allerdings gebe es auch den Namen Corona, den viele Menschen tragen. Sie bittet der Pfarrvikar insbesondere jetzt nicht den Namen zu ändern. "Corona ist eine katholische Heilige."

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen spricht Pfarrvikar Paul Mutume in seiner Fernsehbotschaft an seine Heimat Uganda an. "Besonders in meinem Land gibt es viele falsche Nachrichten, die über die Medien verbreitet werden."  Tatsache sei: Das Coronavirus existiert, ist hoch ansteckend und kann im schlimmsten Fall tödlich sein. "Es ist ernst!" Seit Jahren lebe er  in Deutschland, einem der stabilsten und am besten geschützten Länder mit einem hervorragenden und fortschrittlichen Gesundheitssystem. "Wenn man auf die Straße geht, denkt man, wir befinden uns im Kriegszustand." Seine dringende Bitte an die Landsleute in Uganda, die Situation nicht zu unterschätzen. "Covid 19 ist keine Fiktion, es ist eine Realität."

Weitere Aufzeichnung im Mai geplant

Für die Radiohörer und Fernsehzuschauer in Afrika hat er aber auch Worte der Hoffnung: "Das wird keine dauerhafte Situation sein." Allerdings befinde man sich derzeit im Kriegszustand gegen einen unsichtbaren Feind.  Wichtig sei es jetzt Vorsicht walten zu lassen, wachsam zu sein und gemeinsam die Situation anzunehmen. "Das ist meine Hoffnung und mein Gebet."  St. Corona wurde in Zeiten von Epidemien und Pandemien immer angerufen. Gemeinsam sei man im Gebet vereint. Der Bad Königshofener Pfarrvikars hofft, bis zum nächsten Monat mehr zu wissen. Im Mai soll eine weitere Aufzeichnung stattfinden. "Möge Gott Sie segnen und Sie beschützen."

Die Fernsehaufnahmen für TV West Uganda fanden am Marktplatz in Bad Königshofen, an der Rothöhe mit Blick auf das Grabfeld und Bad Königshofen statt. Eine dritte Einstellung war am Kreisel der Umgehungsstraße. Bewusst hatte Pfarrvikar Paul Mutume diese Drehorte gewählt. Zum einen wollte er die Stadt Bad Königshofen, seine derzeitige Gemeinde zeigen, aber auch die leeren Plätze und Straßen, dann aber auch die Grabfeldlandschaft mit ihren Dörfern und Kirchen. Warum er als dritten Standort den Kreisel gewählt hat? Pfarrvikar Paul Mutume lacht und sagt: "Ganz einfach, so etwas gibt es bei uns nicht."

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