AUBSTADT

Damit Aubstadt nicht absäuft

Äußerlich ist dem Wehrturm von Aubstadt nichts anzusehen, aber Risse im Inneren signalisieren, dass das Mauerwerk in Bewegung ist. Anker sollen nun das Gebäude stabilisieren. Foto: Eckhard Heise

Es ist vielleicht einen Monat her, als es in Aubstadt nach einem schweren Unwetter „Land unter“ hieß. Bei der Gemeinderatssitzung stellte Ingenieur Alexander Gemmer nun eine Planung vor, wie ein Teil des Niederschlags aus dem Dorf herausgehalten werden kann. Ansetzen wollen die Fachleute am nördlichen Ortsausgang Richtung Milzgrund. Dort soll ein Entlastungssystem im Erdboden eingelassen werden, das Oberflächenwasser und schwere Niederschläge in diesem Bereich auffängt, damit die Kanalisation im Dorf entlastet wird.

Die Kosten liegen bei 315 000 Euro. Weil es die Mandatsträger eilig haben, soll das Büro jetzt die Ausschreibung vorbereiten, damit möglichst bei der nächsten Sitzung schon die weiteren Schritte eingeleitet werden können.

Schäden am Wehrturm

Handlungsdruck sehen die Mandatsträger auch angesichts der Schäden am Wehrturm. An dem Gemäuer sind Risse aufgetreten, die nach einem Gutachten des Büro Federleins bedenklich werden. Daher sollen jetzt Bohranker eingelassen werden, die eine weitere Bewegung im Mauerwerk verhindern. Ein entsprechender Auftrag ging für 38 000 Euro an die Firma Hümpfner-Bau.

Das Gremium setzte sich ferner mit einem neuen Förderprogramm auseinander, das Zuschüsse von bis zu 90 Prozent in Aussicht stellt. Mit dem Programm „Innen statt außen“ sollen ungenutzte Immobilien in den Ortskernen reaktiviert werden. Gemeinden, die in den Genuss der staatlichen Mittel gelangen wollen, dürfen allerdings zehn Jahre lang keine neuen Baugebiete ausweisen. Bürgermeister Burkhard Wachenbrönner bemerkte, dass die Gemeinde noch über acht Bauplätze verfügt. Das Gremium beschloss daher die Aufnahme in das Programm zu beantragen, weil die Frist bereits zum 16. Juli abläuft.

Kein Zuschuss

Eine Absage erteilten die Mandatsträger einem Hausbesitzer, der einen Zuschuss aus dem Förderprogramm der Grabfeldallianz beantragt hatte. Nach Ansicht des Gremiums erfüllt der Antragsteller nicht die Kriterien des Programms. Zu guter Letzt gab es noch grünes Licht für den Bau eines Carports in der Denkmalgasse sowie den Abriss einer Scheune und eines Nebengebäudes in der Hauptstraße.

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