BAD NEUSTADT

Das richtige Verhalten im Brandfall

Feuerlöschtrainer Thomas Walther zeigte im Rahmen der gemeinsamen Brandschutzwoche der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Bad Neustadt und der Wirtschaftsschule Bad Neustadt den Schülern unter anderem den Umgang mit Feuerlöschern.
Feuerlöschtrainer Thomas Walther zeigte im Rahmen der gemeinsamen Brandschutzwoche der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Bad Neustadt und der Wirtschaftsschule Bad Neustadt den Schülern unter anderem den Umgang mit Feuerlöschern. Foto: Johannes Benkert

Dass es nicht unbedingt besonders clever ist, zu versuchen, das brennende Fett in der Bratpfanne mit einem Eimer Wasser zu löschen, erfuhren die Schüler der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Bad Neustadt in der zweiten Schule bei der Brandschutzwoche, die gemeinsam mit der Wirtschaftsschule Bad Neustadt durchgeführt wurde, auf sehr eindrucksvolle Weise.

Thomas Walther, Feuerlöschtrainer vom Landesfeuerwehrverband Bayern, war wieder der Einladung von Technologielehrer Dieter Fenzl gefolgt und hatte seinen Feuertruck „Info-Mobil-Handfeuerlöscher“ auf dem Parkplatz vor der Wirtschaftsschule geparkt. Während seines rund 90-minütigen Vortrags versuchte er den Jugendlichen deutlich zu machen, wie man sich im Brandfalle am besten verhalten sollte, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

Dabei erklärte er den Schülern zunächst die unterschiedlichen Arten von Handfeuerlöschern. Dabei gelte in öffentlichen Gebäuden wie zum Beispiel dem Schulhaus die Regel, dass der Feuerlöscher, der beispielsweise im Chemiesaal hängt, auch dafür da ist, mögliche Feuer zu löschen, die bei Versuchen im Chemieunterricht ausbrechen können. Die Schüler müssten also nicht erst lange nachprüfen, ob es sich im Brandfall um den richtigen Löschtyp des Feuerlöschers handele.

Anders sieht es jedoch in Privathaushalten aus – hier könne man sich nicht immer darauf verlassen, den richtigen Feuerlöscher vorzufinden. Jedoch seien Feuer in der Wohnung auch anders bekämpfbar – bei besagten Fettbränden helfe beispielsweise eine Löschdecke, die man über die Pfanne werfen muss. Vorausgesetzt, man kommt noch nah genug an das Feuer heran. Denn Feuerlöscher dienten in erster Linie dazu, nicht das Feuer zu löschen, sondern betroffenen Personen die Möglichkeit zur Evakuierungen zu ermöglichen und dann die Feuerwehr zu verständigen.

Dass ein gewisser Übermut beim Umgang mit dem Feuerlöscher fatale Folgen für die eigene Gesundheit haben kann, machte Walther in zahlreichen praktischen Vorführungen deutlich, bei denen Schüler und Lehrer Hand anlegen durften. Schon allein das Entriegeln des Löschers kann in der Hektik eines Feuers misslingen, wenn man den Griff zu fest zusammenpresst. Grundsätzlich sollte man den Feuerlöscher nicht wie eine Gießkanne verwenden, sondern das Feuer gezielt aus sicherer Distanz angehen, da auch der Inhalt eines Feuerlöschers begrenzt ist. Hierzu ließ Walther die Schüler an einem brennenden Computerbildschirm üben.

Welche Urgewalt ein Feuer entfachen kann, beeindruckte die Schüler am Ende der Schulung, als der Löschprofi dann doch einmal vorführte, was passiert, wenn man versucht, brennendes Fett mit Wasser zu löschen. Auch in sicherer Entfernung spürten die Schüler noch die heiße Druckwelle des explodierenden Wassers und die dunkle Rauchwolke war weithin zu sehen.

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