Bastheim

Der Dorfladen: Aus dem Besengau schon nicht mehr wegzudenken

Landrat Thomas Habermann hat erstmals den 'Dorfladen Besengau' in Bastheim besucht und dabei auch gleich seinen Wochenendeinkauf erledigt. 
Landrat Thomas Habermann hat erstmals den "Dorfladen Besengau" in Bastheim besucht und dabei auch gleich seinen Wochenendeinkauf erledigt.  Foto: Klaus-Dieter Hahn

Ende Oktober 2019 hat der "Dorfladen Besengau" in Bastheim seine Pforten geöffnet. Inzwischen ist das neue Ladengeschäft an der Hauptstraße zum festen Bestandteil der Gemeinde geworden. 100 Tage sind seit der Eröffnung vergangen. Was hat sich in dieser Zeit getan? Wo hakt es, und was wird gern gekauft?

Erstmals hat auch Landrat Thomas Habermann in der vergangenen Woche im "Dorfladen Besengau" vorbeigeschaut. Mit einem Einkaufszettel, den ihm seine Frau noch rasch in die Hand gedrückt hat, bevor er losgefahren ist. Mehl, Butter, Eier, Brot, Gemüse, Obst und einiges mehr wandern in den Einkaufskorb. Rund 35 Euro kostet der Einkauf, deutlich mehr als der Betrag, den die Geschäftsführer zusammen mit Berater Volker Hahn pro Bürger für den wöchentlichen Einkauf errechnet hatten, um wirtschaftlich agieren zu können.

Wunschzettel für die Kunden hängt aus

Die Geschäftsführer Renate Molzberger, Karin Hahn und Rolf Mörchel versuchen, die Wünsche der Kundschaft, so weit es möglich und wirtschaftlich vertretbar ist, zu erfüllen. Dafür gibt es eine Art "Wunschzettel" im Laden. Doch der "Dorfladen Besengau" ist an sich recht breit aufgestellt, sagt Bürgermeisterin Anja Seufert.

In der Rückschau auf die vergangenen Wochen resümiert Renate Molzberger, dass in der Anfangszeit der Kundenansturm enorm war und das fünfköpfige Verkäuferinnen-Team an seine Leistungsgrenze gebracht hat. Ein Teammitglied hat auch schon das Handtuch geworfen, da es mit einer solchen Arbeitsbelastung nicht gerechnet hatte. Inzwischen ist die Truppe wieder komplett. Zu den Stoßzeiten sind zwei bis drei Verkäuferinnen eingesetzt. Wenn es etwas ruhiger ist, kommt eine Verkäuferin allein zurecht.

Samstag gehen bis zu 1800 Brötchen über die Theke

Im Januar nach den Feiertagen läuft das Geschäft ohnehin ruhiger. Renate Molzberger wünscht sich aber, dass das Bewusstsein erhalten bleibt, dass nur durch regelmäßige Einkäufe der Laden bestehen bleiben kann.

Dass der Kundenansturm nur schwer kalkulierbar ist, diese Erfahrung hat das Dorfladen-Team schnell gemacht. "Einmal waren die Brötchen samstags schon um 9.30 Uhr weg. Am nächsten Wochenende wurden mehr Brötchen bestellt, da blieb dann ein ganzer Berg übrig." Dennoch, die Zahlen können sich sehen lassen: Bis zu 1800 Brötchen wandern am Samstag über die Ladentheke, so die Geschäftsführer. Durch Vorbestellungen könnte hier mehr Planungssicherheit geschaffen werden, machen die Verkäuferinnen deutlich.

Viele regionale Produkte im Angebot

Großen Wert legt man im Dorfladen auf das breite Angebot an regionalen Produkten von mehr als 20 regionalen Anbietern und von Bio-Lebensmitteln. Auch die seit kurzem angebotenen offenen Waren, wie Linsen und Sonnenblumenkerne, werden sehr gut angenommen.

Nachhaltigkeit wird auch sonst im Dorfladen groß geschrieben. Plastik wird so wenig wie möglich verwendet – zum Transportieren der Waren gibt es Filztaschen statt Plastiktüten, für Obst und Gemüse Netze. "Nur bei einem konnten wir uns bisher nicht ganz durchsetzen: dass die Kunden für ihren Coffee-to-go eigene Becher mitbringen!" Daher hält man dafür nun Becher bereit, die biologisch abbaubar sind.

Stammgäste in der Kaffeeecke

Viel Lob haben die Kunden auch für die Warmhalte-Theke und die Kaffeeecke, in der man sich gesellig niederlassen kann. Natürlich gibt es dort schon Stammgäste. So wie Senior Werner, der mit seinen 80 Lenzen fast jeden Tag auf seiner Nordic-Walking-Tour hier zum Kaffee-Stopp vorbeikommt und das Angebot in der Gemeinde schätzt. 

Für Landrat Thomas Habermann hat der "Dorfladen Besengau" Vorbildcharakter für den ganzen Landkreis. "Ihr seid ein Vorzeigeobjekt, dessen Entstehen wir im Landratsamt aufmerksam beobachtet haben", sagte er bei seinem Besuch. Das hört man doch gerne im Besengau.

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