Bad Königshofen

Der Volkstrauertag hat nichts von seiner Aktualität verloren

Am Kriegerehrenmal in Bad Königshofen fand am Samstagabend die Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt. Die evangelische Pfarrerin Tina Mertten, Pastoralreferentin Alice Düchs und Bürgermeister Thomas Helbling gestalteten die Feierstunde. Musikalisch wurde sie von Adolf Herda auf de... Foto: Hanns Friedrich

Die Erinnerung an die Millionen Menschen, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren haben, gelte es wach zu halten. Wichtig sei es diese Erinnerungen an die Jugend weiter zugeben. "Nur so können wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, und uns unsere Zukunft in Frieden und Freiheit bewahren", sagte Bürgermeister Thomas Helbling am Samstagabend am Kriegerehrenmal in Bad Königshofen. Mit ihm standen die evangelische Pfarrerin Tina Mertten und Pastoralreferentin Alice Düchs am Ehrenmal, ebenso zahlreiche Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände. Musikalisch hatte Adolf Herda die Gedenkfeier mitgestaltet.

Der Volkstrauertag sei die Erinnerung an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft. Das zeige sich besonders deutlich, wenn man einmal einen Soldatenfriedhof besucht hat. "Ich empfinde Kriegsgräberstätten und Soldatenfriedhöfe als Zeichen für die Versöhnung zwischen den Völkern", sagte das Stadtoberhaupt. Viele könnten heute mit dem Volkstrauertag nur noch wenig anfangen, kennen nicht den Sinngehalt. Volkstrauertag, das verbinden viele mit Krieg, Soldaten, Schicksalen und Erlebnissen einer anderen Generation. Viele würden  jedoch immer noch den Volkstrauertag mit Tod und Trauer in Verbindung bringen.

Ein zeitgemäßer Gedenktag?

Die Frage stelle sich, ob der Volkstrauertag heute noch zeitgemäß ist. "Haben wir etwas in dieses Jahrhundert übernommen, was eigentlich Geschichte des vergangenen Jahrhunderts ist?" Oft werde der Volkstrauertag als etwas Altmodisches, Verstaubtes und Vergangenes, als ein Relikt des 20. Jahrhunderts hingestellt, das heute keinen Platz mehr in der Gesellschaft hat. Dazu sollte man bedenken, dass niemals in der Geschichte der Menschheit so viele Menschen Opfer von Krieg, brutaler Gewalt und Terroranschlägen wurden, wie im vergangenem und diesem Jahrhundert. 

Hunderttausende Tote werden in den Statistiken aufgelistet, alles Einzelschicksale betroffener Familien, Frauen Kinder oder Eltern. All diese Menschen unterschiedlicher Nationalität hatten Wünsche, Hoffnungen und eine Zukunft vor sich. Millionen Frauen litten nach dem Tod ihres Mannes Not und mussten die Kinder alleine erziehen. Kinder haben ihren Vater nie kennen gelernt. Der Volkstrauertag sei deshalb auch in Zukunft notwendig, um inne zu halten, sich die Folgen von Krieg und Gewalt zu vergegenwärtigen und auch die eigene Haltung zu überdenken. Bad Königshofens Bürgermeister: "Der Volkstrauertag ist ein zeitloses Erbe, auch für zukünftige Generationen." Gerade heute sollte man sich dies immer wieder vor Augen führen, vor allem in Deutschland, einem Land, ohne Krieg.

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