SCHÖNAU

Der Weg zum Vereinsbad ist frei

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung kurz vor Beginn der Badesaison endgültig die Weichen für die Umnutzung des Schönauer Schwimmbades in ein Vereinsbad gestellt. Mit den neuen Regelungen tritt die Gemeinde gegenüber dem Verein der Schwimmbadfreunde nun als Verpächter des Bades auf. Es verliert so seinen Charakter als kommunale Einrichtung.

Auslöser der Umnutzung ist die Tatsache, dass die freiwillige Mitarbeit beim Schwimmbadbetrieb zurückgegangen ist, weshalb sich die Schwimmbadfreunde nach einem neuen Konzept umsehen mussten. Nun wird ein Vereinsbad eingerichtet, dort wird keine Badeaufsicht mehr benötigt. Wie bei anderen Sportvereinen ist damit jeder Nutzer selbst für sich verantwortlich, Eltern haften für ihre Kinder. Jeder Besucher wird durch Zahlung eines geringen Beitrages Mitglied im Verein. Alle Vereinbarungen zwischen Verein und Gemeinde werden in einem Pachtvertrag geregelt.

Dieser lag dem Gemeinderat nun vor. Danach wird das komplette Bad an die Schwimmbadfreunde verpachtet. Die Pachtzeit läuft bis Ende 2016, danach verlängert sie sich jeweils um ein Jahr, wenn nicht von einer Seite gekündigt wird. Die Schwimmbadfreunde als Pächter haben Sorge dafür zu tragen, dass ein sicherer und ungestörter Badebetrieb möglich ist. Bauliche Veränderungen dürfen mit Genehmigung der Gemeinde vorgenommen werden.

Bernhard Kraus, Planungsbeauftragter des Büros Köhl, informierte die Gemeinderäte ausführlich über den Zustand der Abwasserkanäle von Schönau und Burgwallbach bis zur Kläranlage in Kollertshof. Während die innerörtlichen Kanäle weiterhin bei der Gemeinde bleiben, übernimmt der Abwasserverband Saale/Lauer die Sammelleitungen unterhalb der Ortsbereiche.

Der bauliche Zustand, so Bernhard Kraus, sei zufriedenstellend. Der optische Nachweis der Dichtheit der Kanäle sei ausreichend. Im Bereich des Brendtales seien einige Strecken bereits saniert worden, weitere Schäden müssten nachgebessert werden. Im Bereich des Liesbachtals müsse einiges mehr an Sanierungsarbeiten geleistet werden, denn hier seien durch einwachsende Wurzeln und Geröllablagerungen größere Schäden festgestellt worden.

Insgesamt wurden sechs Kilometer Leitungen untersucht, in einigen Fällen seien noch einige Nachuntersuchungen notwendig. Die Kosten hierfür bezifferte Kraus auf der Strecke im Brendtal auf 25 500 und im Liesbachtal auf 47 500 Euro. Das Sanierungskonzept wird um diese Arbeiten ergänzt und noch in diesem Jahr ausgeschrieben und umgesetzt.

Der Gemeinderat hat den Antrag von Markus Brandt aus Würzburg auf Vorbescheid zum Wohnhausneubau zugestimmt. Der Bauwerber möchte im Tannenweg ein Einfamilienwohnhaus mit einem Flachdach bauen. Dies widerspricht zwar den Vorschriften des Bebauungsplanes, die Gemeinderäte waren allerdings der Ansicht, dass moderne Bauformen auflockernd wirken könnten.

Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass bei der Regenerierung des Brunnen im Lembachgrund Schäden festgestellt wurden, die unbedingt zu beheben waren. So mussten 50 Meter neue Steigleitungen mit einem Kostenaufwand von 4700 Euro eingebaut werden.

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