BAD NEUSTADT

Der Zauber der Kunst

Zauber der klassischen Musik: Das Ensemble Abaxas spielte in hoher Perfektion auf Einladung der Städtischen Kulturarbeit. Am Violoncello Matthias Ranft, im Hintergrund Pianistin Tomoko Ogasawara. Foto: Nicole Falk

Die Konkurrenz war zeitgleich, groß und obendrein kostenfrei: In der evangelischen Christuskirche spielte das Thüringisch-Bayerische Kammerorchester; zur Kammermusik der Extraklasse füllte sich das Alte Amtshaus vielleicht daher gerade nur zur Hälfte. Jener kleinen Schar an Zuhörern bot das Ensemble Abraxas aber wahrlich Großartiges.

Als Duo trat das Ensemble in Bad Neustadt an, mit der Pianistin Tomoko Ogasawara und mit dem Cellisten Matthias Ranft waren Meister ihres Faches gekommen. Ranft ist Solocellist der Bamberger Symphoniker. Die aus Japan stammende Pianistin Ogasawara ist nicht nur vielfach ausgezeichnete Preisträgerin, sie lehrt auch seit 1992 an der Freiburger Hochschule für Musik. Klassischen Hörgenuss versprachen die ausgewählten Sonaten für Klavier und Violoncello von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy und Frédéric Chopin.

Chopins Sonate g-moll Opus 65 sei eine kleine Seltenheit, weil von Chopin zwar vom Klavier aus, aber eben nicht alleinig fürs Klavier geschrieben, betonte Ranft. Als er und Ogasawara die Sonate das erste Mal gemeinsam spielten, taten sich für beide Welten auf, so der Cellist.

Diese Welten vermittelten Abraxas ihrem Publikum. Schwebend leicht und dennoch von großer Intensität, auch spannungsreich und dann wieder harmonisch: Den Melodien nachsinnend, ließ sich so mancher Zuhörer verzaubern vom technisch perfekten und daher für Interpretationen offenem Spiel der Musiker. Und dieser Zauber lag mit Sicherheit nicht allein am Namen des Ensemble.

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