Bastheim

Der neue Bastheimer Dorfladen nimmt Formen an

Aufmerksam hörte die Projektgruppe den Ausführungen von Volker Hahn zu einer möglichen Ladengestaltung zu.
Aufmerksam hörte die Projektgruppe den Ausführungen von Volker Hahn zu einer möglichen Ladengestaltung zu. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Der 21. September 2019 ist ein magisches Datum. An diesem Samstag soll der neue Dorfladen für den Besengau und die Ortschaften drumherum erstmals seine Pforten öffnen. Ein sportliches Ziel, das sich die Projektgruppe bei ihrer letzten Zusammenkunft gesetzt hat. "Aber ein realistisches, auch wenn bis dahin noch ein Riesenberg an Arbeit zu erledigen ist", wie Diplom-Betriebswirt Volker Hahn vom beauftragten Institut für Nahversorgungs Services aus Seßlach betonte. Er, der schon zahlreiche Dorfläden auf ihrem Weg begleitet und aus der Taufe gehoben hat, war auch an diesem Abend nach Bastheim gekommen, um die aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern bestehende Projektgruppe zu beraten und zu unterstützen.

Stolz konnte Bürgermeisterin Anja Seufert an diesem Abend verkünden, dass der Kaufvertrag über das ehemalige VR-Bankgebäude an der Hauptstraße in Bastheim nun unter Dach und Fach ist und die Gemeinde jetzt Eigentümerin des Anwesens wird, in dem der Laden künftig untergebracht sein wird. Natürlich waren alle Teammitglieder an diesem Abend neugierig darauf, die Örtlichkeit nun endlich selbst in Augenschein zu nehmen. Man freute sich über das Entgegenkommen von Peter Schneider, der mit seinem EDV-Unternehmen aktuell noch einen Teilbereich des Erdgeschosses angemietet hat, im Zuge des Umbaues dann allerdings in den nächsten Wochen die Räumlichkeiten im Untergeschoss beziehen wird, in denen vor einiger Zeit die Geschäftsstelle der Bank ihr Domizil hatte.

Aufwand für Umbau ist überschaubar

Die knapp 300 Quadratmeter im Erdgeschoss werden dann für Ladenbereich, Lager, Personal-, Sanitär- und Kühlraum zur Verfügung stehen. Vor Ort konnte sich die Projektgruppe davon überzeugen, dass der Aufwand für den Umbau überschaubar ist, da die Verkaufsflächen durch die frühere Nutzung als Schlecker-Markt keine größeren Veränderungen erforderlich machen. Im Außenbereich soll eine Rampe den Zugang von der Hauptstraße aus für Rollator-Benutzer und für Mütter/Väter mit Kinderwagen erleichtern. Der Vorbau könnte, so Volker Hahn, eine Verglasung erfahren, um so sowohl einen Wärmepuffer, wie auch zusätzliche Präsentierfläche zu erhalten. Der Ladenbereich im Inneren könnte vom Aufbau anders aussehen als von den Discountern und Supermärkten her gewohnt. So schlug der Fachmann gegenüber vom Eingangsbereich den Einbau einer großen Theke vor, die sowohl für den Verkauf von Wurst- und Backwaren, wie auch als Kassenabschnitt genutzt werden könnte. Mit schräg aufgestellten "Gondel"-Regalen könnte das Warenangebot im vorderen Ladenbereich dargestellt werden. Der rückwärtige Abschnitt des Ladens sollte Regionalerzeugern vorbehalten sein und mit einem kleinen Bistro, Café und Treffpunkt ausgestattet werden.

Die Projektgruppenmitglieder zeigten sich durchaus angetan von den Gedankengängen. Auf dieser Basis kann die Ladenplanung nun fortgeführt und das notwendige Arbeitsprogramm konzipiert werden. Im Außenbereich wäre zudem an einen kleinen Aufenthaltsbereich im Innenhof zu denken. Angedacht wurde auch die Installation einer Elektro-Ladestation.

Einwohner können Anteile zeichnen

Neben den baulichen Maßnahmen stehen in nächster Zeit weitere wichtige Meilensteine auf der Agenda. Am Donnerstag, 27. Juni, soll eine weitere Infoveranstaltung für alle Bürger stattfinden, in der die Besengau-Einwohner über die Art und Weise der Beteiligung am Dorfladen aufgeklärt werden. Bis zum 15. Juli können dann Anteile gezeichnet und damit die finanzielle Fundamente des Dorfladens gesichert werden. Die Gründung der Betreibergesellschaft soll in einer Versammlung am Donnerstag, 25. Juli, also noch vor den Sommerferien erfolgen, in der dann die Satzung verabschiedet und der Beirat gewählt wird.

Ein wichtiger Termin für alle, die gerne kreativ sind: Bis zum 16. Juni werden Ideen für den Namen des Dorfladens und für ein Logo gesucht. Auf eine weitere Suche begibt man sich außerdem beim Personal. Bis zum 30. Juni können sich im Rathaus Interessenten melden, die künftig den Dorfladen führen wollen oder als Verkäufer in dem Team mitarbeiten wollen. Insbesondere die abwechslungsreiche, eigenverantwortliche, aber vor allem auch herausfordernde Tätigkeit und die Chance, eigene Ideen zur Mitgestaltung und Entwicklung des Ladens einzubringen, sollte potenzielle Bewerber ansprechen.

Weitere Infos gibt es dazu im Rathaus und auf der neuen Homepage unter www.ProDoBes.de (Projekt Dorfladen Besengau).

Volker Hahn erläuterte den Projektgruppenmitgliedern seine Vorstellungen von einer Rampe im Zugangsbereich des Ladens.
Volker Hahn erläuterte den Projektgruppenmitgliedern seine Vorstellungen von einer Rampe im Zugangsbereich des Ladens. Foto: Klaus-Dieter Hahhn

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