Unsleben

Die Entwicklung in Unsleben ist längst nicht zu Ende

Im Zuge der Arbeiten an der Schule will die Lebenshilfe auch die Parkmöglichkeiten rund um die Einrichtung verändern.
Im Zuge der Arbeiten an der Schule will die Lebenshilfe auch die Parkmöglichkeiten rund um die Einrichtung verändern. Foto: Eckhard Heise

Das Wort Stillstand scheint in Unsleben nicht zu existieren. Nachdem der Umbau des Ortskerns weitgehend abgeschlossen ist, stehen die nächsten Vorhaben, die die Infrastruktur des Dorfes nachdrücklich verändern, schon wieder an. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Michael Gottwald über zwei größere Projekte.

Das Ortsoberhaupt stellte dazu die Pläne der Lebenshilfe rund um die derzeitige Baustelle vor. Danach soll im Zuge der Arbeiten am Schulgebäude auch die Parksituation umfassend verändert werden. Vor allem Anlieger in der Ringstraße hatten immer wieder Anstoß an den Verkehrsverhältnissen im Bereich der Einrichtung genommen, erklärte Gottwald. Ihm liege nun ein Konzept für insgesamt 35 neue Parkplätze und die Haltepunkte der Kleinbusse vor. Um die Pläne umsetzen zu können, müsste die Lebenshilfe jedoch eine Fläche von 260 Quadratmetern von der Gemeinde erwerben. Nach Ansicht Gottwalds würde das Vorhaben die Situation entschärfen, und so ist auch das Gremium grundsätzlich aufgeschlossen für die Überlegungen, wenn auch noch einige Details geklärt werden müssen.

Verlängerung der Veränderungssperre

Auch gibt es Fortschritte bezüglich des Planungsgebiets "Unsleben Nord" mit den ehemaligen Gelände der Nordbayerischen Holzindustrie. Zunächst ging es um eine Formalität, als das Gremium eine Veränderungssperre für den Bereich um ein Jahr verlängerte. Der Bürgermeister berichtete aber außerdem von einem unmittelbar bevorstehenden Gespräch im Landratsamt, bei dem die Fachbehörden Stellungnahmen zu dem bisher ausgearbeiteten Entwurf abgeben werden. Das aus der Verlängerung der Veränderungssperre resultierende aktuelle Bauverbot traf jedoch unmittelbar einen Bauantrag zur Errichtung einer Unterstellhalle.

Michael Gottwald informierte außerdem über den aktuellen Stand der Arbeiten im Dorfkern und berichtete unter anderem, dass das Geländer vor der Apotheke nahezu fertig ist. Außerdem soll ein Baumschutz für 1000 Euro angebracht werden, den das Gremium genauso absegnete wie den Erwerb eines Hindernisses für den Radweg am Ortseingang aus Richtung Mittelstreu, der ähnliche Kosten verursacht. Mit dem Vorhaben sollen Radfahrer zum langsameren Fahren gezwungen werden. Er selbst sei noch im Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt, ob auf der Ortsdurchfahrtsstraße noch eine neue Asphaltdecke aufgebracht werden soll, schloss Gottwald.

Gemeinderat ändert Friedhofssatzung

Im weiteren Verlauf schloss sich das Gremium Überlegungen von Anliegern der Wechterswinkler Straße an, die ein Versetzen des Ortsschilds an den Rand der Bebauung beantragen. Das Anliegen soll jetzt den zuständigen Fachbehörden vorgelegt werden. Der Gemeinderat änderte des Weiteren die Friedhofssatzung, um die anonyme Bestattung zu ermöglichen. Dazu soll eine Fläche am Rande der Einrichtung bereitgestellt werden, in der Urnen ohne weitere Kennzeichnung eingelassen werden. Lediglich an der angrenzenden Mauer werden Messingschilder mit den Namen der Verstorbenen angebracht.

Für den Bauhof soll ferner ein kleineres Kommunalfahrzeug angeschafft werden. Das Fahrzeug soll möglichst einen alternativen Antrieb besitzen. Das Gremium schloss sich auch noch einer Sammelbestellung der NES-Allianz an, in der es um den Erwerb eines Defibrillators ging. Die Kosten liegen bei etwa 3500 Euro, das Gerät soll nach Möglichkeit am Bankgebäude angebracht werden.

Fördermöglichkeit der NES-Allianz vorgestellt

Bei der Gelegenheit stellte Gottwald eine Fördermöglichkeit der NES-Allianz vor, in der es um die finanzielle Unterstützung von innovativen Projekten und Anschaffungen geht. Der Höchstförderbetrag liegt bei 20 000 Euro. Mit 1000 Euro ist die Höchstsumme für ein Kleinförderprojekt des Landkreises dagegen deutlich niedriger, fuhr Gottwald fort. Mit dem finanziellen Anreiz sollen kulturelle oder soziale Projekte unterstützt werden.

Nachdem das Gremium die Stellungnahmen zur Ausweisung eines Sondergebiets für eine Flächenphotovoltaikanlage zwischen Unsleben und Mittelstreu behandelte hatte, berichtete Gottwald noch von der Vorgehensweise zum Erhalt einer Quelle in Frickenhausen, von der auch Unsleben Löschwasser bezieht. Beim Bau der neuen Straße zwischen Geckenau und Frickenhausen müsse die Anschlussleitung auf einer Länge von 350 Metern verlegt werden. Das Gros der Kosten übernimmt das Staatliche Bauamt, den Rest teilen sich die Gemeinde Bastheim, Unsleben und eventuell Mellrichstadt. Zu guter Letzt gab Gottwald noch bekannt, dass mit großzügiger Unterstützung von Firmen aus dem Dorf und Eltern im Kindergarten neue Toiletten installiert worden seien.

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