MELLRICHSTADT

Die Krippe nimmt weiter Form an

Vorzeigeobjekt: Architekt Dominik Wukowojac (rechts) stellte dem Mellrichstädter Stadtrat am Donnerstag den Baustand und Details der neuen katholischen Kinderkrippe vor.
Vorzeigeobjekt: Architekt Dominik Wukowojac (rechts) stellte dem Mellrichstädter Stadtrat am Donnerstag den Baustand und Details der neuen katholischen Kinderkrippe vor. Foto: Gerhard Fischer

Mit einer Reihe von Bauprojekten befasste sich der Mellrichstädter Stadtrat in seiner Sitzung vom Donnerstag. An erster Stelle stand der Fortschritt der Arbeiten an der katholischen Kinderkrippe, über den sich das Gremium bei einem Vor-Ort-Termin erkundigte.

Architekt Dominik Wukowojac führte die Stadträtinnen und Stadträte durch die Baustelle und informierte über wesentliche Gestaltungsmerkmale der Einrichtung. „Wir wollen bis November mit den Arbeiten fertig sein“, kündigte Wukowojac an, schon plane die Kirchenverwaltung die Eröffnungsfeier, schmunzelte Bürgermeister Eberhard Streit.

Auch wenn noch Rigips das Bild dominiert: Dominik Wukowojac konnte beredt einen Eindruck von der zukünftigen Gestaltung vermitteln. Es wird einen geräumigen Eingangsbereich geben, der auch Platz zum Beispiel für Kinderwägen bieten wird. Für immerhin 16 Kleinkinder ist die Krippe ausgelegt, informierte der Bürgermeister.

Auf der gegenüberliegenden Seite wird es einen zweiten Notausstieg geben über eine Stahltreppe. Der große Gruppenraum wird im ersten Stock angesiedelt sein, während ein guter Teil des Erdgeschosses weiter als Pfarrerswohnung dient.

Beeindruckt zeigten sich die Stadträte vom großen Gruppenraum, der früher fünf kleine Schwestern-Zellen umfasste. Vor allem die großen Fenster-Elemente, die als Kästen aus der Fassade ragen, zeigten sich als schöner architektonischer Einfall. Die kleinen Kinder können nach draußen blicken und die bis fast an den Boden reichenden, ausgepolsterten Fensterbänke dabei praktisch als Liegefläche nutzen. Gleichzeitig ergibt sich ein Raumgewinn. Der große Gruppenraum wird in der Mitte über einen abgetrennten Küchenblock verfügen, außerdem ist eine Wickel- und Waschmöglichkeit gegeben, bei der das Personal dennoch den Gruppenraum im Auge behalten kann, wie der Mellrichstädter Architekt weiter erklärte.

Auf eine Dusche wird aus Kostengründen verzichtet, dafür erhält das Gebäude einen hydraulischen Aufzug. Auch ein so genanntes Bälle-Bad mit vielen Kunststoff-Kugeln wird es für die Krippenkinder geben, sagte der Architekt. Bisher wurden bereits 197 000 Euro in die Kinderkrippe investiert, stets in enger Absprache mit der Pfarrei und der Förderstelle bei der Regierung von Unterfranken.

Insgesamt sind Bau- und Planungskosten von rund 516 000 Euro veranschlagt. Nach derzeitigem Stand bleibt man auch im Kostenrahmen, wie Bürgermeister Streit erfreut feststellte.

Einstimmig wurden einige Auftragsvergaben für das Projekt abgesegnet. Tischlerarbeiten für Möbel und Einbauten (rund 43 500 Euro) übernimmt die Schreinerei Schneider in Kleineibstadt, die innentüren liefert die Schreinerei Gottwalt aus Mellrichstadt (circa 27 000 Euro), Stahlbauarbeiten für die Nottreppe übernimmt die Firma Stahlbau Trost aus Bad Neustadt für rund 31 000 Euro. Bodenbelagsarbeiten übernimmt für rund 13 000 Euro der örtliche Betrieb Langenbrunner, Fliesenarbeiten die Firma Wachmer aus Höchheim für rund 5500 Euro.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Bauprojekte
  • Eberhard Streit
  • Kinderkrippen
  • Regierung von Unterfranken
  • Schreinereien
  • wukowojac architekten
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!