Hendungen

Die Mehrzweckhalle in Hendungen ist in die Jahre gekommen

Die Mehrzweckhalle in Hendungen soll saniert und modernisiert werden. Foto: Marion Eckert

Gut besucht war die Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle in Hendungen. Nach dem gut einstündigen Vortrag von Bürgermeister Florian Liening-Ewert und der ausführlichen Darlegung der Finanzsituation der Gemeinde durch Kämmerin  Janine Schauk hatten die Bürger das Wort.

Moniert wurde der Zustand der Mehrzweckhalle, die deutlich in die Jahre gekommen sei und auch über keine behinderten gerechte Toilette verfüge. Die Gemeinde müsse hier dringend investieren, wurde angeregt. Der Bürgermeister bestätigte diese Auffassung. "Bei diesem Gebäude wird was passieren", sicherte er den Bürgern zu. Derzeit sei ein Brandschutzplaner eingeschaltet, am 17. Februar werde es einen Vororttermin geben. Neben dem Brandschutz werden natürlich auch die sanitären Anlagen erneuert und behindertengerecht ausgestattet. Eine Kostenschätzung für die Ertüchtigung der Halle liege derzeit allerdings noch nicht vor. "Die Mehrzweckhalle hat einen hohen Stellenwert für die Ort. Unser Ziel ist es, sie zu erhalten und für die Zukunft fit zu machen", sagte der Bürgermeister. Es geht darum, sie auf einem modernen Stand und die Attraktivität zu verbessern. "Es steht außer Frage, dass die Gemeinde investieren muss."

Erlös des Weihnachtsleuchtens

Der Erlös des jährlichen Weihnachtsleuchtens in Hendungen wurde in den vergangenen Jahren stets für einen sozialen Zweck im Ort verwendet. Bedacht wurden der Kindergarten und die Senioren. Der Bürgermeister wurde nun gefragt, was mit den Erlösen aus 2018 und 2019 geworden sei. "Bislang wurde noch nicht investiert beziehungsweise an die Bevölkerung weiter gegeben", räumte  Liening-Ewert ein. Es sei aber keineswegs vergessen worden. Eine Entscheidung über die Verwendung sei noch nicht gefällt worden. Den Vorschlag, den Holzaltar im Ort zu sanieren, griff der Bürgermeister auf. Doch er gab zu bedenken, dass die Gemeinde hierfür auch ohne den Erlös des Weihnachtsleuchtens zuständig sei.

Der Holzaltar in Hendungen bedarf einer Sanierung. Foto: Marion Eckert

Für Unmut sorgt bei der Bevölkerung die unrechtmäßige Ablagerung von Bauschutt und Schrott auf eigens ausgewiesenen Holzplätzen. Der Bürgermeister wurde deutlich: "Wer einen Holzplatz besitzt und einen neuen Vertrag unterschrieben hat und sich nicht an die Regeln hält, der muss mit einer Kündigung rechnen." Bauschutt und weitere Schrott sei nicht auf einem Holzplatz zulässig. Die Holzplätze seien ein hohes Gut für die Hendunger, die es zu erhalten gebe. Der Bürgermeister bat alle, sich an die Spielregeln zu halten. Die Anregung, dass der Weg oberhalb des Holzplatzes neuen Kies benötigte, nahm er auf und sicherte zu, dass es ohnehin schon gemeldet sei und erledigt werde.

Holzmarkt wird sich im Haushaltsergebnis widerspiegeln

Fragen zum Forstlichen Ergebnis konnte er nicht mit Zahlen beantworten, dass der Jahresbetriebsplan noch nicht im Gemeinderat vorgestellt wurde. Allerdings sei heute schon klar, dass der eingebrochene Holzmarkt sich auch im Haushaltsergebnis niederschlagen werde. Das Waldjahr 2019 sei aus forstlicher Sicht extrem schwierig gewesen. Die sehr warme und trockene Witterung und die damit einhergehenden Schädlingsschwämme hätten deutliche Spuren im Gemeindewald hinterlassen. Doch dank weitsichtiger und nachhaltiger Forstwirtschaft der voran gegangenen Jahre und einem Mischwald sei die Gemeinde nicht in dem Maße betroffen, wie andere Kommunen, die sehr hohe Fichtenbestände haben.

Den Vorwurf, dass "Umweltsünder" Schotter in Graben hinterlassen haben, entkräftete  Liening-Ewert. Es handele sich um abgefräste Bankette entlang der Rappershäuser Straße. Es sei eine Art Probelauf  gewesen, der an einigen Stellen besser, an anderen weniger gut funktioniert habe. Die Parksituation entlang der Hauptstraße war ein weiteres Diskussionsthema. "Problem bekannt", sagte der Bürgermeister. Erstaunlicherweise funktioniere der Verkehr dennoch, selbst mit großen landwirtschaftlichen Maschinen.

Gemeinde verfügt über eine moderne Krippe

Was gab es sonst noch in Hendungen? Der Ort hat aktuell 651 Einwohner, 272 Bürger leben in Rappershausen. Im vorigen Jahr wurde nach einjähriger Umbauphase die Kinderkrippe im Hendunger Kindergarten eröffnet. "Die Gemeinde verfügt nun über eine moderne Krippe, die dem Stand der aktuellen Kinderbetreuung in Krippen entspricht. Darauf können wir zu Recht stolz sein", so der Bürgermeister.

Mehr als unbefriedigend sei die Platzgestaltung am Dorfgrabenweg, eine Kostenschätzung erwartet der Bürgermeister in Kürze. Über das weitere Vorgehen werde dann der Gemeinderat entscheiden. Die Sanierung der Bach-, Wehner- und Geuppertgasse konnte im vergangenen Frühjahr abgeschlossen werden, die finale Abrechnung stehe aber noch aus.

Das Flurbereinigungsverfahren Hendungen 2 beschäftige die Gemeinde seit vielen Jahren. Aktuell werden die Wünsche der Verfahrensteilnehmer entgegen genommen. Mit einer Neuverteilung sei nach derzeitigem Kenntnisstand 2021 zu rechnen. Auch das Thema Innenentwicklung beschäftige Hendungen, da es doch eine hohe Anzahl an leerstehenden Gebäuden gebe. Das kommunale Förderprogramm gebe Anreiz zur Investition.

Um leerstehende Gebäude zu sanieren und mit neuem Leben zu erfüllen hat die Gemeinde Hendungen ein kommunales Förderprogramm aufgelegt. Foto: Marion Eckert

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