Bad Neustadt

Die Schulsanierung liegt im Zeitplan

Mit (ab 2. von links) Peter Schmitt, Sabine Stührmann und Alois Gensler schieden langjährige Vorstandsmitglieder der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld aus dem Vorstand aus. Sie wurden gebührend gewürdigt von Hildegard Metzger (2. von rechts), stellvertretende Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbands Bayern, der 1. Vorsitzenden Brunhilde Hergenhan (links), der die Ehrennadel in Silber verliehen wurde, und von Geschäftsführer Jens Fuhl. Foto: Brigitte Gbureck

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld standen Neuwahlen, Verabschiedungen langjähriger Vorstandsmitglieder und Ehrungen.  Vorsitzende Brunhilde Hergenhan konnte als besonderen Gast Hildegard Metzger, die stellvertretende Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern, in der Stadthalle begrüßen. 

Schwerpunktthema ist wie schon im Vorjahr die Generalsanierung der Herbert-Meder-Schule in Unsleben, stellte Brunhilde Hergenhan in ihrem Bericht heraus. Mittlerweile ist die Schule schon eineinhalb Jahre in Willmars untergebracht und der Betrieb laufe trotz der Dreiteilung gut. Grund- und Mittelstufe sind in der Schule untergebracht, die Werkstufe im Rathaus, wo Bürgermeister Voß sogar sein Amtszimmer zur Verfügung gestellt hat. Gegessen wird im "Grünen Baum". Schüler der Außenklassen Bastheim und Wollbach werden nach dem Unterricht nach Willmars gebracht und verbringen den Nachmittag in der pädagogischen Tagesstätte.

Eindrucksvoll und bewegend wurde das Haus der Außenwohngruppe Hohenroth neben der Werkstatt eingeweiht. Die Bewohner dort seien sehr rührig, so Hergenhan. Landrat Thomas Habermann hat bei der Einweihung ein Schwein gespendet. Die Wurst wurde dann werbewirksam im Landratsamt vorbei gebracht. Das sei eine gute PR gewesen, denn mittlerweile wurden noch drei Schweine gespendet. Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) treten ab Januar viele Neuerungen und Änderungen im Bereich des Wohnens in Kraft, auf die Verwaltung komme damit ein Berg an Ausführungsbestimmunen zu.

Die Geschäftsstelle musste erweitert werden, Personalabteilung, Buchhaltung und Sitzungsraum wurden ins Obergeschoss verlegt. Für die bis dato dort wohnenden Bewohner ein Haus in der Bauerngasse erworben. Tolle Stimmung herrschte bei der Prunksitzung zugunsten der Lebenshilfe in Mellrichstadt. Dank galt auch für die Spende aus der 5. Rock- und Oldienacht in Aubstadt.

Geschäftsführer Jens Fuhl berichtete über den Sachstand der Schulsanierung. Nach stotterndem Start würden die Arbeiten jetzt zügig laufen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan und auch im Kostenrahmen. Mittlerweile ist man beim Innenputz angelangt, die Elektrik ist verlegt, die Heizung eingebaut. Jetzt fehlt noch die Erweiterung der Klassenzimmer. Bei der Gestaltung der Innenausstattung seien die Leitungskräfte aus der Schule aktiv dabei, Fuhl dankte allen Beteiligten für die gute Arbeit. Es wird davon ausgegangen, dass das Sanierungsziel im August 2020 erreicht wird. Dank sagte Fuhl der Gemeinde Willmars für die gute Unterstützung und das Offensein für alle Belange. 

Zum Geschäftsbericht: Zum Stichtag 31.12.2018 waren im Verein 153 Mitarbeiter beschäftigt. Die Frühförderung gGmbH, in der 23 Mitarbeiter aktiv sind, hat sich sehr gut entwickelt. Die fachtherapeutische Praxis Flek gGmbH in Unsleben verfügt über 21 Mitarbeiter. Bei der Integrationsfirma Lebensraum gGmbH wird die Lage problematisch. Im Bereich Reinigung und Gartenbau werden keine Mitarbeitet mehr gefunden. Das mache es schwierig, Aufträge von außen zu erfüllen. Allgemein gab es 2018 einen Zuwachs an Mitarbeitern.

Der Bereich "Wohnen" hat 63 Mitarbeiter mit aktuell 82 Bewohnern in voll stationären Einrichtungen, derzeit gibt es zwei Freiplätze, einen in Brendlorenzen und einen in Hohenroth. Jens Fuhl sagte der Stadt Mellrichstadt Dank für den geplanten Spielplatz zwischen dem Franziska-Streitel-Altenheim und dem Lebenshilfe-Wohnheim. Die Schul-Tagesstätte hat 24 Mitarbeiter. Übergangsweise ist der SVE-Bereich in Mittelstreu untergebracht. Neun Mitarbeiter wirken in der Tagesförderstätte in Mellrichstadt, die 2018 von 10 auf 15 Plätze erweitert werden konnte. Fünf Plätze in der OBA wurden umstrukturiert, Verwaltung und Pädagogik wieder getrennt. Mit sechs Mitarbeitern ist der Schülerhort bei hoher Elternzufriedenheit stabil geblieben. Eine feste Institution ist auch das Inklusionscafé in Mellrichstadt. Die Lebenshilfe will zum Ende des Jahres das Rhöner Autismus Therapie Zentrum (RATZ) in Bad Neustadt übernehmen. 

Ausführlich erstattete Steuerberaterin Eveline Fritz den Rechenschaftsbericht. Trotz Sanierungsmaßnahmen habe der Verein eine gute Vermögenslage, bescheinigte sie. Auf ihren Antrag wurden Geschäftsführung und Vorstand einstimmig entlastet. Die Mitgliederzahlen lagen 2018 bei 246, die sich zum größten Teil aus Eltern und Angehörigen zusammensetzen, ergänzte Brunhilde Hergenhan.

Hildegard Metzger, stellvertretende Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbands Bayern, oblag eine ehrenvolle Aufgabe. Die Lebenshilfe wolle drei verdienten Vorstandsmitgliedern, die sich lange Zeit sehr persönlich in den Dienst der Hilfe für Menschen mit Behinderung gestellt haben und die nun ausscheiden, Dank sagen. Alois Gensler war seit 15 Jahren im Vorstand und seit der letzten Wahlperiode mit der Aufgabe des Stellvertreters betraut. Sie beschrieb sein vielfältiges Wirken, Inklusion sei ihm ein echtes Anliegen. Peter Schmitt ist sei 37 Jahren Vereinsmitglied, davon 24 Jahre im Vorstand. Er habe Mut und Verantwortung in seinem langjährigen Einsatz bewiesen und das arbeits- und zeitintensive Amt des Schriftführers ausgeübt. Seit 2006 gehörte Sabine Stührmann dem Vorstand an. Unermüdlich sei ihr ehrenamtliches Wirken. Das, was Menschen bewegt, bewege auch sie. Es falle schwer, gleich von drei verlässlichen Mitgliedern Abschied zu nehmen.

Es folgte eine Überraschung für Brunhilde Hergenhan, der ebenfalls eine besondere Ehrung zuteil wurde. Bereits seit 30 Jahren ist sie im Vorstand und bringe die Arbeit der Lebenshilfe in das Bewusstsein der Bevölkerung. Es sei mit ihr Verdienst, dass die Lebenshilfe heute die Wohnstätte in Mellrichstadt führt. "Sie gibt den Angehörigen eine Stimme", so Metzger. Mit Dankbarkeit und Respekt vor ihrer Leistung verlieh sie ihr die Silberne Ehrennadel des Landesvorstands. 

Für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein wurden Annelore Greier, Katja Hergenhan, Helmut Köberlein und Rudolf Pagel (Olga Wermann war nicht anwesend) geehrt.

Dann standen Neuwahlen auf dem Plan. 52 anwesende Stimmberechtigte wählten dann – jeweils einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen - Brunhilde Hergenhan wieder zur 1. Vorsitzenden, André Hahn zum 2. Vorsitzenden und Sigrid Brunner zur Schriftführerin. Als Beisitzer wurden Franz Juli, Regina Bittorf, Petra Diemar, Thomas Dietz, Nicole Seemann und Sabine Bach gewählt.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Lebenshilfeverein Rhön-Grabfeld wurden geehrt (ab 2. von links): Rudolf Pagel, Katja Hergenhan, Helmut Köberlein und Annelore Greier. Es fehlt Olga Wermann. Mit im Bild Geschäftsführer Jens Fuhl und die Vorsitzende Brunhilde Hergenhan Foto: Brigitte Gbureck

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