MÜNNERSTADT

Dittmar im Wahlkreis auf GroKo-Werbetour

mun-eik-SPD IMG_7075       -  Die Maßbacher SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar war am Wochenende in ihrem Wahlkreis auf Werbetour für den Berliner Koalitionsvertrag. Im Saal selbst blieben die Genossen dann unter sich, die Diskussion war nicht öffentlich.
Die Maßbacher SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar war am Wochenende in ihrem Wahlkreis auf Werbetour für den Berliner Koalitionsvertrag. Im Saal selbst blieben die Genossen dann unter sich, die Diskussion war nicht öffentlich. Foto: Heike Beudert

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach) war am Ende sehr zufrieden mit der Informationsveranstaltung zum Koalitionsvertrag, die die SPD für die Kreisverbände Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld in Münnerstadt organisiert hatte. In der Diskussion habe sie den Eindruck gewonnen, dass die Mitglieder aus den beiden Landkreisen überwiegend ihre Zustimmung geben werden. Die Mitglieder wüssten, dass es jetzt um das Land und die Partei gehe. Eine Stimmungs-Abfrage hat es aber nach Angaben der Politikerin nicht gegeben. Die Teilnehmerzahl nannte Sabine Dittmar erfreulich. Die Plätze im Saal des Hotel Tilman waren besetzt. Ab dieser Woche können die SPD-Mitglieder bundesweit über den Koalitionsvertrag abstimmen.

Die Diskussion bewertete Dittmar als rege und konstruktiv. Es sei sehr offen gesprochen worden über viele Themen, die den Koalitionsvertrag betreffen: Bildung, Rente, Arbeitnehmerrechte. Es ging nach Auskunft von Sabine Dittmar aber auch um bundespolitische Themen, die direkte Auswirkungen auf die Kommunalpolitik haben und bislang wenig aufgetaucht sind. Ein Beispiel sei die Möglichkeit, dass Kommunen künftig unbebaute, aber baureife Grundstücke höher besteuern könnten.

Bei der Diskussion sind die SPD-Mitglieder unter sich geblieben. Öffentlichkeit war nicht erwünscht.

Auch eine Chance

Niemand solle fürchten, dass seine Zitate nachher in der Zeitung zu lesen sind, verteidigte die Bundestagsabgeordnete die bundesweite Entscheidung, die GroKo-Werbetour hinter verschlossenen Türen stattfinden zu lassen. Die interne Aussprache befürworteten auch die Mitglieder. Es sei jetzt wichtig, die Dinge intern anzusprechen, fanden Münnerstadts 2. Bürgermeister Axel Knauff und seine Fraktionskollegin Britta Bildhauer, beide langjährige SPD-Mitglieder.

Kurz vor Beginn betonten beide, dass sie die Info-Versammlung zum Koalitionsvertrag für sehr wichtig halten. Sie wollten Informationen aus erster Hand. Beide tendierten aber schon zuvor zu einer Zustimmung.

Schön sei die Situation grundsätzlich nicht, meinte Axel Knauff, aber eine Nichtzustimmung käme einer Katastrophe für die SPD, aber auch für die CDU gleich. Und es bestehe ja die Chance, dass bei der Großen Koalition was richtig Gutes herauskomme.

Für Britta Bildhauer finden sich im Koalitionsvertrag einige gute Inhalte. Sie nennt spontan die Bildung und die Verbesserungen beim Kindergeld.

René van Eckert, Kreisvorsitzender der SPD Rhön-Grabfeld und Landtagskandidat (Mellrichstadt), wagt zwar keine Prognose, wie die Abstimmung ausgehen wird, lobt aber die sachlichen und kontroversen Diskussionen. Er zählt zu den Befürwortern einer Großen Koalition, und hatte den Eindruck, dass die Mehrheit der Teilnehmer seine Einstellung teilen.

Der Juso-Vorsitzende im Kreis Kissingen, Dennis Heuchler (Poppenlauer), äußerte sich vor der Informationsveranstaltung tendenziell eher kritisch zur Großen Koalition. Er glaubt, dass sich die SPD erneuern muss, was in einer Großen Koalition schwierig sein dürfte. Von Sabine Dittmar wünschte er sich, dass sie reinen Wein einschenkt. Er kenne, die sagen, dass sie nicht wüssten, was jetzt auf sie zukomme.

Hermann Müller (Poppenlauer) gehörte ebenfalls zu den Unschlüssigen in der Versammlung und gehörte – zumindest vor der Informationsveranstaltung – ebenfalls tendenziell eher zu den Skeptikern einer Großen Koalition, wie er betonte. Für ihn sei deshalb wichtig, Aufklärung aus erster Hand zu erhalten.

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