BAD KÖNIGSHOFEN

Drei Millionen Euro für Ipthausen

Die Dorferneuerung von Ipthausen geht im kommenden Jahr mit der Neugestaltung der Hauptstraße und des Bereichs am Lindenplatz weiter. Hier wird es künftig mehr Grünflächen und geordnete Parkbuchten geben. Integriert wird auch der Brunnen. Foto: Hanns Friedrich

Bürgermeister Thomas Helbling freute sich bei der Stadtratssitzung: Auf rund drei Millionen Euro ist die Dorferneuerung im Bad Königshöfer Stadtteil Ipthausen veranschlagt. 1,7 Millionen davon sind förderfähig.

Eine gute Nachricht erhielten die Mitglieder des Stadtrats am Montagabend von Karl-Heinz Göpfert vom Amt für Ländliche Entwicklung, der die Maßnahme in Ipthausen in seinem Amt betreut: Die Stadt kann mit einem Zuschuss von 60 Prozent durch das Amt für ländliche Entwicklung rechnen. Aufgeschlüsselt bedeutet dies, dass das Amt für Ländliche Entwicklung (ALF) 49 Prozent Zuschuss gibt, fünf Prozent gibt es über das ILEG-Programm, und ein Staatszuschuss kommt noch dazu. Bauträger soll die Teilnehmergemeinschaft Ipthausen werden. Baubeginn könnte 2019 mit Kanalisation und Wasserleitungsbau sein, sagte Harald Räth vom Büro Demling (Bad Neustadt).

Zuschüsse statt Anliegerbeiträge?

Zweiter Bürgermeister Philipp Sebald brachte bei der Finanzierung der Maßnahme das Thema „Straßenausbausatzung“ in die Diskussion ein. Man sollte hier erst einmal abwarten, inwieweit der Staat entsprechende Zuschüsse gibt, nachdem die Anlieger nun nicht mehr mitzahlen müssen. „Wir sollten erst eine klare Aussage über die Höhe des Staatszuschusses vorliegen haben, ehe wir endgültig über die Baumaßnahme entscheiden.“ Unter diesem Aspekt stimmte der Stadtrat den vorgelegten Planungen für eine Dorferneuerung zu. „Sie sollte aber auf jeden Fall kommen!“ fügte Ruth Scheublein an.

Zu den gestiegenen Kosten sagte Karl-Heinz Göpfert, dass dies durch den Ausbau im Bereich Weißbach mit Kirchenpark und Kirchenumfeld gekommen ist. Eigentlich hatte man geplant, als erstes den Lindenplatz in der Dorfmitte in Angriff zu nehmen. Deshalb habe sein Amt eine neue Berechnung aufgestellt und die Zuschüsse angepasst.

Ort wird neu gestaltet

Laut Bürgermeister Thomas Helbling hat das Büro Demling für das laufende Dorferneuerungsverfahren die Ausarbeitungen übernommen. Mittlerweile wurde die gesamte Ortslage überplant und für die Neugestaltung vorgesehen. Konkret sprach Harald Räth von rund 801 000 Euro, die für die Kanalisation notwendig sind, 1,7 Millionen Euro werden für den Straßenbau mit Nebenflächen und 70 000 Euro für die Verkabelung zur Straßenbeleuchtung notwendig.

Die Baukosten zur Wasserleitung beziffert Räth nach ersten Berechnungen auf 366 000 Euro. Was die Kanalisation betrifft, sind die Rohre laut Räth oft zu klein dimensioniert. Zurzeit gibt es in Ipthausen ein Mischsystem. Hier werden Regen- und Abwasser zusammen eingeleitet. Das soll auch so bleiben. Beibehalten wird die bisherige Trasse, alle Hausanschlüsse werden erneuert.

Brunnen werden integriert

Die Straßenbreite wird zwischen 4,14 und 5,55 Meter liegen, der Gehweg bei zwei Metern. Vorhandene Bäume werden in das Konzept einbezogen, teils werden aber auch neue gepflanzt. In das neue Gestaltungskonzept werden die beiden Brunnen integriert. An der Linde soll eine dort vorbeiführende Straße aus Sicherheitsgründen wegfallen, da sie direkt auf die Hauptstraße führt. Hier muss noch mit den Grundstückseigentümern gesprochen werden.

Ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer möglich sein wird, ist noch nicht geklärt. Zurzeit gilt in Ipthausen die Regelung rechts vor links. Wie Harald Räth mitteilte, soll die Hauptstraße so gestaltet werden, dass der Übergang der Seitenstraßen zum Pflaster erkennbar ist. Vorgesehen sind 29 Parkplätze, die mit Grün- und Pflanzflächen flankiert werden. Beginn der Maßnahme ist im kommenden Frühjahr.

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