Kreuzberg

Drei Planeten und der Mond am Horizont

Auch im April gibt es am Firmament wieder allerhand zu erkunden.
Auch im April gibt es am Firmament wieder allerhand zu erkunden. Foto: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 gilt, dass Ostern auf den ersten Sonntag  nach dem ersten Frühlings-Vollmond fällt. So bestimmt der diesjährige April-Vollmond am 8. April den diesjährigen Ostersonntag am 12. April sowie die Folgefeste Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam. Neumond ist am 23. April, und am 28. April zeigt sich unser Nachbarplanet Venus in ihrem maximalen abendlichen Festtagsglanz. Strahlend hell sehen wir sie aber auch schon zu Monatsbeginn beim Durchqueren des Plejaden-"Siebengestirns" im prächtig funkelnden Sternbild Stier. Und festlich geht's am 15. April ebenfalls im Südosthimmel zu, wenn Jupiter, Mond, Saturn und Mars kurz vor Sonnenaufgang nacheinander überm Horizont aufleuchten!     

Trotz so genannter Sommerzeit, die das abendliche Sternegucken um eine Stunde nach hinten schiebt, dürfen wir also einen wahren Festmonat im Nachthimmel erwarten. Vorausgesetzt, der Blick ins Weltall wird nicht durch künstliches Licht ("Lichtverschmutzung") vom Boden aus getrübt. Der Löwe, Leitsternbild des Frühlings, wird hoch im Südhimmel thronen. Sein hellster Stern, Regulus, bildet die Westspitze des so genannten Frühlingsdreiecks, dessen östliche Ecken in den Sternen Spica in der Jungfrau und Arktur im Sternbild Bootes erglühen. Noch weiter östlich glänzt die Nördliche Krone, ein Halbkreis aus sechs Sternen, von denen der hellste Gemma (Edelstein) heißt. Viel Perlenschmuck lässt sich im "Haar der Berenike" zwischen Löwe und Jungfrau finden, am besten mit dem Fernglas. Und als ob der Löwe einen Schatz zu bewachen hätte, glitzert vor seinen Pfoten das Sternhäufchen Praesepe im Sternbild Krebs.

Sternschnuppen ab der Monatsmitte

Der April ist aber auch ein Bärenmonat. Große und Kleine Bärin erreichen Zenitnähe und halten zwischen sich den Schwanz des Drachen fest, der den Sommerboten Schwan und Leier im Nordosten entgegenblickt. Von dort könnten ab Monatsmitte ein paar Sternschnuppen dem festlichen April ein bisschen Feuerwerk beimischen. Im Westen hingegen versinken die Leuchtkugeln von Orion und dem Wintersechseck allmählich unterm Horizont.

Möge das Wandern zwischen frühlingshaftem Neubeginn tagsüber und festlich geschmückter Himmelskuppel bei Nacht zum Genuss werden – wünscht Allen das Team des Sternenparks im Biosphärenreservat Rhön!

Infos zum Sternenpark Rhön und unseren neuen Himmelsschauplätzen findet man hier: https://biosphaerenreservat-rhoen.de/sternenpark

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