Bad Neustadt

ESB Bad Neustadt: Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen

Vergabe der Staatspreise an die jeweils Jahrgangsbesten der Klasse der Physiotherapeuten und der Ergotherapeuten durch den leitenden Medizinaldirektor Dr. Rainer Schuà. Das Bild zeigt weiter (von links): Leonie Bock, Lorena Gans, Tessa Stäblein, Isabell Schneider, Leonie Kratsch, Anna-Lena Herterich und die beiden Schulleiterinnnen Ulrike Stork (Physiotherapie) und Michaela Stumpf (Ergotherapie). Foto: Marion Eckert

Die dreijährige Ausbildung an den Berufsfachschulen für Physiotherapie und Ergotherapie in Bad Neustadt haben 22 junge Physiotherapeuten und 21 junge Ergotherapeuten mit Erfolg abgeschlossen. Im Abteilsaal in Maria Bildhausen wurde der Schulabschluss mit der Zeugnisübergabe und der Ehrung der Besten in einem würdigen Rahmen begangen.

Die Begrüßung übernahm Joachim Dietz, der Geschäftsführer des Schulträgers, der ESB - Gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung, Bad Neustadt. "Ihr habt einen Super-Beruf gewählt", rief der den Absolventen zu. "Wir haben nicht nur einen Pflege- sondern auch Therapeuten-Notstand. Ergotherapeuten und Physiotherapeuten sind Mangelberufe. Dieses Pfund können Sie bei Ihren Bewerbungen in die Waagschale werde."

Gegen eine Akademisierung der Berufe

Deutlich sprach sich Dietz gegen eine Akademisierung dieser Berufe aus: "Dann können diese Berufe nur noch mit Abitur ergriffen werden. Das ist keine gute Entwicklung." Den Absolventen bescheinigte er: "Sie brauchen sich mit ihrer Ausbildung vor Akademikern nicht zu verstecken. Sie haben die Praxis drauf. Besser kann es keine Uni machen." Schließlich wünschte er Ihnen: "Machen Sie was aus Ihrem Beruf, dass Sie am Ende ihres Berufslebens sagen können, es war die richtige Entscheidung."

Von der Regierung von Unterfranken war der Leitende Medizinaldirektor Dr. Rainer Schuà zur Abschlussfeier gekommen, um die Zeugnisse zu überreichen und die Würdigungen für die besten Schüler vorzunehmen. Als Prüfungsvorsitzender hatte er ein großes Lob für die Absolventen mitgebracht, die nun die behütete Situation der Schule verlassen, um in ihrem Berufsleben Fuß zu fassen und Verantwortung zu übernehmen. Auch er nahm Stellung zu den Plänen, auf politischer Ebene die Berufe Physiotherapeut und Ergotherapeut zu akademisieren. "Auch die Regierung von Unterfranken ist nicht begeistert. An den Berufsschulen wird gute Arbeit geleistet. Der Patient hat keinen Benefit von einer Akademisierung. Es braucht nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis."

Die Absolventen bat er, sich auch nach ihrer Ausbildung stets weiter zu bilden, denn gerade im medizinischen Bereich verändere sich vieles rasant.

Ausbildung mit großem Praxisbezug

Ulrike Stork, die pädagogische Fachkoordinatorin und Schulleiterin der Berufsfachschule für Physiotherapie erinnerte an die Entwicklung, die die Schüler in den drei Jahren absolviert haben. Viel Praxis habe die Ausbildung beinhaltet und mancher sei auch an seine Grenzen gekommen. Am Ende der Schulzeit sei das Wissen von drei Jahren mündlich, schriftlich und in einem praktischen Teil nachzuweisen gewesen. Stork sprach von einem "Wahnsinnsresultat" in der Anatomieprüfung. "Eine Note eins nach der anderen." Und gerade die Anatomie sei die Grundlage des Berufs. Die Absolventen motivierte sie, ihren Weg zu gehen und dabei stets nahe am Menschen zu bleiben.

Für die Berufsfachschule für Ergotherapie sprach die Schulleiterin Michaela Stumpf erinnerte an Höhen und Tiefen während der Ausbildung, die gemeinsam gemeistert wurden. Nun sei es an der Zeit, dass die jungen Ergotherapeuten in ihr Berufsleben starten und Eigenverantwortung übernehmen und dabei das Motto nie vergessen. "Wir sind Ergos mit Herz, Hand und Verstand." Dabei sollen sie nie vergessen, auch auf sich selbst zu achten und  ihre Chancen zu nutzen.  

Den Staatspreis erhielten die Schüler, die während der dreijährigen Ausbildungszeit konstant gute Leistungen erbracht haben. Parallel dazu wurden auch die Prüfungsbesten ausgezeichnet.

Den Staatspreis erhielten bei den Physiotherapeuten Isabell Schneider, Anna-Lena Herterich und Leonie Kratsch, bei den Ergotherapeuten Lorena Gans, Leonie Bock und Tessa Stäblein.

Die Examensbesten waren bei den Physiotherapeuten Isabell Schneider, Anna-Lena Herterich und Mailin Plattenhardt, bei den Ergotherapeuten Lorena Gans, Tom Keßler und Tessa Stäblein.

Die Physiotherapeuten mit dem leitenden Medizinaldirektor Dr. Rainer Schuà und Schulleiterin Ulrike Stork (rechts). Foto: Marion Eckert

Physiotherapeuten:

Lena Beck, Nüdlingen; Gina Bohn, Hassenbach; Lisa Finn, Wildflecken; Sven Geßner, Poppenlauer; Julian Haupt, Münnerstadt; Anna-Lena Herterich, Euerbach; Sophie Hochrein, Aidhausen; Kathrin Klose, Bad Neustadt; Jennifer Knoll, Bad Kissingen; Kristina Koch, Elfershausen; Leonie Kratsch, Stadtlauringen; Anna Obst, Gollmuthhausen; Mailin Plattenhardt, Bad Neustadt; Franziska Schneider, Eltmann; Isabell Schneider, Haßfurt; Laura Schubert, Geldersheim; Tabea Vedder, Bad Kissingen und Mona Witkovsky, Wittershausen.

Die Ergotherapeuten mit dem leitenden Medizinaldirektor Dr. Rainer Schuà und Schulleiterin Michaela Stumpf. Foto: Marion Eckert

Ergotherapeuten:

Leonie Bock, Schweinfurt; Sophie Fehr, Eltingshausen; Lorena Gans, Wülfershausen; Marisa Heiling, Hünfeld; Sarah-Patrice Herkenrath, Eußenheim; Jessica Höfer, Erlau; Laura Johannes, Unterweißenbrunn; Tom Keßler, Bischofsheim; Carolin Kunert, Schweinfurt; Jaqueline Romeis, Hausen; Katharina Schmitt, Werneck; Elisa Schütz, Mellrichstadt; Tessa Stäblein, Salz; Marie-Louise Tong, Wildflecken; Selina Trupp, Hohenroth; Anna Tschirschwitz, Schweinfurt; Stefanie Wohlfromm, Münnerstadt; Selina Wolf, Schönderling; Ronja Grasser, Röthlein; Julia Gower, Schonungen und Nadja Welz, Zell am Main.

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