Weisbach

Ein Jugendclub, der nicht altert

Aktiv und agil wie selten zuvor: Die "R.A.F. Weisbach" feiert am Samstag, 29. Juni, und Sonntag, 30. Juni, an der Weisbacher Linde ihr 30-jähriges Bestehen. Foto: Marc Huter

Als vor 30 Jahren sieben männliche Jugendliche aus Weisbach die "R.A.F. Weisbach" aus der Taufe hoben, ahnten sie nicht, welche Diskussionen dieser Name für einen Jugendclub nach sich ziehen wird. Was sie ebenfalls nicht ahnten: Dass dieser Jugendclub so lange Zeit erfolgreich bestehen bleibt und nun aktiv und agil wie selten zuvor sein 30-jähriges Jubiläum feiern darf.

"So etwas wollten wir damals unbedingt auch"

"Es war eine richtig schöne Zeit, an die wir uns gern erinnern", erklären die Gründungsmitglieder von damals Matthias Göpfert, Wolfgang Gärtner, Horst Hartmann, Marco Kleinhenz und Heinz Kolb im Pressegespräch unisono. Wie sie berichten, schaute man damals in den Jugendjahren, kurz vor der Volljährigkeit, fast etwas neidisch auf die Dörfer rings um Weisbach herum. Die meisten Ortschaften der Umgebung hatten irgendwo Jugendclubs und Jugendvereine ins Leben gerufen. So hatten die Nachbarn aus Ginolfs die berüchtigte "Mafia" gegründet, in Unterweißenbrunn gab es die "Feldapotheke". "So etwas wollten wir damals unbedingt auch", erinnern die Gründungsmitglieder sich.

Und so kam es das die oben genannten Personen sowie Karl und Jürgen Kleinhenz im Jahr 1989 die "R.A.F. Weisbach" gründeten. Zum allerersten Vorsitzenden wurde damals Karl Kleinhenz gewählt, seine elterliche Gaststube war im Übrigen über viele Jahrzehnte das Stammlokal der "R.A.F." Das erste Vereinsheim war unter dem Dach im alten Rathaus untergebracht, heute bewohnt die Weisbacher Jugend das Erdgeschoss in dem vor einigen Jahren sanierten Dorfgemeinschaftshaus. Die Linde galt als Treffpunkt im Sommer, an dessen Ende oftmals ergiebige Abende standen.

Wie es zum namen "R.A.F" kam

Der Name "R.A.F." steht dabei keineswegs für "Rote Armee Fraktion", wie zu vermuten scheint, sondern vielmehr für die "Rhöner Alkohol Front". Zwar machte man selbstverständlich diesem Namen bei den verschiedensten Festbesuchen in der ganzen Rhön alle Ehre. Die wahre Leistung des mittlerweile 30 Jahre alten Weisbacher Jugendclubs lag jedoch in der über viele Jugendgenerationen hinweg stetige Pflege und das Bemühen um den Erhalt einer heimatlichen Jugendkultur, die sich dem dörflichen Brauchtum und Aktivitäten in der Heimat verschrieben hat.

Aktiv bringt sich der Jugendclub seit jeher in die Organisation der Weisbacher Kermes oder des Weisbacher Oktoberfestes ein. Selbst wurden große und kleine Festlichkeiten an der Weisbacher Jungviehweide, am Sportplatz, im Jugendraum oder an der Linde veranstaltet. Zahlreiche Ausflüge wurden über die vielen Jahre hinweg organisiert, von abenteuerlichen Skifahrten über spannende Schoppenturniere bis zu lustigen Kanutouren. Tradition ist das Gänseessen zum Jahresabschluss oder auch die jährliche Jahreshauptversammlung, an dessen Abschluss seit jeher der "Kümmerling-Ring" steht.

Über die letzten 30 Jahre gab es stets aktive Jugendliche, die die Führung des eingetragenen Vereins als erster Vorsitzender in die Hand nahmen. Auf Karl Kleinhenz folgten Jürgen Kleinhenz, Wolfgang Gärnter, Frank Mahaleth, Jürgen Weigand, Daniel Haßmüller, Christoph Hergenhan, Peter Kleinhenz, Beatrice Weigand,, Florian Lehnert, Maximilian Wirth und seit 2019 nun Kilian Hartmann.

Ende Juni wird groß gefeiert

Der jetzigen Vorstandschaft um Kilian Hartmann obliegt es auch, die Festlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Jugendclubs Weisbach zu organisieren. Das Festprogramm startet am Samstag, 29. Juni, um 19 Uhr mit einem gemütlichen Grillfest unterm Lindenbaum mit legendärer Schmiede-Bar, geschmackvoller Weinbar und dazu Live-Musik mit der Band "Heartbreakers" im Festzelt. Am Sonntag, 30. Juni, startet das Festtreiben um 14 Uhr mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen. Ab 15 Uhr sorgen die Weisbacher Musikanten für musikalische Unterhaltung. Für die Kleinsten gibt es eine tolle Kinderhüpfburg.

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