BAD NEUSTADT

Ein Nationalpark aus zwei Teilen?

Die Suche nach der Gebietskulisse für einen Nationalpark Rhön geht weiter. Nun wird – gemeinsam mit Hessen – untersucht, ob ein geteiltes Schutzgebiet entstehen könnte. Wie Rhön-Grabfelds Landrat Thomas Habermann bestätigte, fand in dieser Woche ein Gespräch mit Vertretern der zuständigen Ministerien aus Bayern und Hessen, ihm und seinem Bad Kissinger Kollegen Thomas Bold statt, um auszuloten, ob ein länderübergreifender Nationalpark möglich ist.

Hessen stellt Flächen

Das Gespräch, so Habermann, sei in einer sehr konstruktiven Atmosphäre verlaufen. Die Vertreter aus Hessen hätten, entgegen anderslautenden Gerüchten, starkes Interesse und die Bereitschaft signalisiert, Flächen einzubringen. Bereiche im Truppenübungsplatz Wildflecken oder der westlich davon gelegene Haderwald kämen nicht mehr infrage. Im Blickpunkt stünden jetzt vor allem Flächen um das Rote Moor.

Teilung möglich

Das Problem dabei: Auch mit angrenzenden Gebieten in der bayerischen Rhön wird die für einen Nationalpark erforderliche Fläche von 10 000 Hektar nicht erreicht. Das gilt auch für den bisher als Teil des möglichen Nationalparks gehandelten Salzforst zwischen dem Klauswald bei Bad Kissingen und Bischofsheim. Aufgabe ist nun, zu untersuchen, wie die beiden Bereiche gestaltet werden könnten, um aus ihnen einen geteilten Nationalpark zu errichten. Ein solcher, so Habermann, sei möglich und nicht ungewöhnlich.

Offenland soll offen bleiben

Wie die Kulisse aussehen soll, lasse sich noch nicht sagen. Klar sei, es sollen vor allem Gemeinden berücksichtigt werden, die sich kooperativ in das Projekt einbringen. Niemand solle gezwungen werden. Klar sei aber auch, so Habermann mit Blick auf Bereiche in der Hochrhön, dass Offenland Offenland bleiben und weiter bewirtschaftet werden muss.

Einen konkreten Zeitplan gebe es nicht, so Habermann, die länderübergreifende Arbeitsgruppe werde sich aber noch heuer erneut treffen.

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