Schmalwasser

Ein Telekom-Mobilfunkmast für Schmalwasser?

Ob oberhalb Schmalwassers auf dem Grundstück des Hochbehälters im nächsten Jahr ein Mobilfunkmast errichtet wird, ist noch unklar. Um dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung nachzukommen, werde laut der Bürgermeisterin zunächst eine Informationsveranstaltung stattfinden. Foto: Marion Eckert

Wer in Schmalwasser sein Mobiltelefon nutzen möchte, hat in der Regel schlechte Karten. Die Funkversorgung im Schmalwassertal ist bislang nicht gut ausgebaut, doch das könnte sich nun ändern. Bürgermeisterin Sonja Reubelt hat die Bürger mittels eines Flyers über die Pläne der Deutschen Telekom für einen neuen Mobilfunkstandort in Schmalwasser informiert. "Das ist aus meiner Sicht eine erfreulich Entwicklung", erklärte die Bürgermeisterin in einem Pressegespräch.

Die Deutsche Telekom war auf der Suche nach einem geeigneten Standort, beziehungsweise einem Gebäude innerhalb des Ortes. Die Gemeinde sei Anfang des Jahres um konkrete Standortvorschläge gebeten worden und habe unter anderem das gemeindliche Grundstück mit Hochbehälter oberhalb der Kirchbergstraße vorgeschlagen, da der angegebene Suchradius über die Ortsbebauung hinaus ging.

Bau könnte im Juli 2020 beginnen

Die DFMG Deutsche Funkturm GmbH habe im Auftrag der Telekom nun mitgeteilt, dass sie diesen außerhalb des Ortes gelegenen Standort für geeignet zu hält. Sie biete daher an, dort eine Funkübertragungsstelle in Form eines freistehenden Masts zu errichten. Das Gebäude selbst eigne sich aus statischen Gründen nicht für eine solche Anlage. Damit das Vorhaben realisiert werden kann, müsse die Gemeinde dem zustimmen, dann sei der Baubeginn für Juli 2020 vorgesehen. Der genaue Standort des Mastes auf dem Grundstück werde im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens  festgelegt. Die Antenne beziehungsweise der Mast soll zirka 20 Meter hoch sein. Realisiert werden soll GSM-UMTS- und LTE-Technologie. "Es handelt sich nicht um 5G", betonte Reubelt.

Bevor die Gemeinde ihre Zustimmung erteilte, wollten die Bürgermeisterin und Gemeinderäte insbesondere die Bürger in Schmalwasser von dem Vorhaben informieren. Ihnen ging es darum, ein Stimmungsbild zu erhalten, ob ein Mobilfunkmast für Schmalwasser von Interesse sei. Daher ließ die Bürgermeisterin die bereits erwähnten Flyer verteilen. "Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich zu äußern", so Reubelt.

Termin für Informationsveranstaltung wird bekannt gegeben

"Bis jetzt habe ich mehr positive Resonanz als Bedenken erhalten. Allerdings wurde in den Gesprächen auch deutlich, dass die Bürger noch mehr Informationen haben möchten", erklärte die Bürgermeisterin. Eigentlich sei vorgesehen gewesen, in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 25. Juli, über das Vorhaben zu entscheiden. Bis Mittwoch, 24. Juli, hätten die Bürger Zeit gehabt, ihre Einwendungen vorzutragen.

Doch da der Informationsbedarf nun schon deutlich wurde, möchte die Bürgermeisterin dem auch Rechnung tragen. "Wir werden nicht am Donnerstag schon entscheiden, sondern eine Informationsveranstaltung mit dem Landesamt für Umwelt planen." Der Termin hierfür werde rechtzeitig bekannt gegeben. Vor dieser Informationsveranstaltung werde es von Seiten der Gemeinde keine weiteren Schritte in Bezug auf einen Mobilfunkmast in Schmalwasser geben.

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