BAD NEUSTADT

Ein Walter geht, ein Walter kommt

Schul-Team: Im Bild von links Elternbeiratsvorsitzender Thomas Lindenberg, Klaus Schiffmann (Personalrat und Beratungslehrer), Bürgermeister Bruno Altrichter, der neue Schulleiter Walter Rothaug, scheidender Schulleiter Walter Volkmuth (jetzt Schulrat) und Schulamtsdirektor Klaus Jörg.
Schul-Team: Im Bild von links Elternbeiratsvorsitzender Thomas Lindenberg, Klaus Schiffmann (Personalrat und Beratungslehrer), Bürgermeister Bruno Altrichter, der neue Schulleiter Walter Rothaug, scheidender Schulleiter Walter Volkmuth (jetzt Schulrat) und Schulamtsdirektor Klaus Jörg. Foto: Greier

Die Mittelschule Bad Neustadt hat seit diesem Schuljahr einen neuen Schulleiter. Walter Rothaug, der diesen Posten kommissarisch schon seit Ende Juni ausübte, wurde nun offiziell in sein neues Amt eingeführt.

Gleichzeitig verabschiedete sich sein Vorgänger, Walter Volkmuth, der nun Schulrat am Staatlichen Schulamt ist. „Du kannst das Schulschiff Mittelschule nicht allein über die Ozeane steuern“, begann Personalrat Klaus Schiffmann, „Aber du hast eine Mannschaft mit tüchtigen und motivierten Lehrkräften an Bord und viele einsatzfreudige und lernwillige Schüler. Mit ihnen wirst du die schulischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen“.

Neue Aufgabe macht Spaß

„Es ist selbstverständlich, dass man sich vor einer Bewerbung auf ein solches Amt einige Fragen stellt und auch Zweifel vorhanden sind“, so Walter Rothaug in seiner Antrittsrede. „Aber nach den nun hinter mir liegenden Wochen als Verantwortlicher darf ich feststellen, das mir die neue Aufgabe richtig Freude macht. Das liegt weniger an meinen Fähigkeiten, sondern zum einem an einem Kollegium, das engagiert, leistungsfähig und -willig und offen für Veränderungen ist, zum anderen an den bewährten Strukturen, die unter meinen Vorgängern erarbeitet wurden.“

Ziel jeder Schulentwicklung sei, die Jugendlichen optimal auf ihr zukünftiges selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, so der neue Schulleiter weiter. „Dabei ist die Werteerziehung ebenso wichtig wie die Vermittlung von Wissen. Hier bin ich zu der Ansicht gekommen, dass das Leistungsprinzip eine Renaissance erfahren müsste. Ich spreche nicht von einem Leistungsprinzip, das Schüler überfordert und demotiviert, sondern von einem Leistungsgedanken, der dem Talent und den Voraussetzungen eines jeden einzelnen Schülers angepasst ist und ihn erkennen lässt, welch positive Erfahrungen durch das Erbringen einer geforderten Leistung möglich sind.“

Der scheidende Schulleiter Walter Volkmuth nahm sichtlich gerührt Abschied von „seiner Schule“, die er vier Jahre lang geleitet hatte. Er habe hier ein ausgezeichnetes und ausfüllendes Arbeitsumfeld vorgefunden, mit vielen guten Perspektiven. „Es war für mich eine lehrreiche und gewinnbringende Zeit“. Aufeinander zugehen, immer wieder funktionierende und belastbare Brücken zu Schülern, Eltern und Kollegen bauen, mehr Schatzsucher als Fehlersucher sein, sei seine Botschaft an seinen Nachfolger. „Lieber Walter, du stellst Dich keiner leichten, aber einer reizvollen und herausfordernden Aufgabe. Ich kenne dich schon lange und bin überzeugt, dass sie Dir gelingt“, schloss Volkmuth.

Von den Schülern der sechsten Jahrgangsstufe unter Leitung von Katharina Griebel gab es für ihn zum Abschied den Liedvortrag „Wir sagen dir tschüss…“.

Nur lobende Worte für Volkmuth fand Schulamtsdirektor Klaus Jörg. Durch Fleiß, fachliche Kompetenz und ausgeprägtes organisatorisches Geschick habe dieser die massiven strukturellen Veränderungen erfolgreich bewältigt. „Mit Walter Rothaug steht nun ein Mann an vorderster Front, der den Betrieb wie kein anderer kennt. Sie haben sich in 27 Jahren Schuldienst als gewissenhafter, zuverlässiger und hilfsbereiter Pädagoge bewiesen und bewährt“, so Jörg. Es sei aber trotz all dieser optimalen Komponenten manchmal ein schmaler Grat, wenn aus einem Kollegen der Vorgesetzte wird. Zielklarheit, Kompetenz und Konsequenz seien Schlüssel zur Bewältigung dieser Aufgabe.

Reibungsloser Übergang

Bürgermeister Bruno Altrichter bedankte sich auch im Namen seiner Verbandskollegen für die gute Zusammenarbeit mit Walter Volkmuth, dem scheidenden Schulleiter, und freute sich, dass der Übergang mit dessen Vornamenskollegen Rothaug so schnell und reibungslos vollzogen worden sei.

Herzerfrischend waren die Grußworte des neuen Elternbeiratsvorsitzenden Thomas Lindenberg, mit seiner mathematisch untermalten Aufgabe sorgte er für Heiterkeit. Er wünschte dem neuen Schulleiter ein gutes Gelingen und dass dieser als Persönlichkeit Akzente setzen könne. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Schulband mit Frontsängerin Luisa Siemund, unter der Leitung von Lehrer Jürgen Seidenzahl. Für deren, angesichts der Kürze des angelaufenen Schuljahres eindrucksvollen Präsentation, gab es viel Lob. Den Schlusspunkt setzte der Lehrerchor der Mittelschule, der mit leicht ironischen Unterton die vielen verschiedenen Aufgaben eines Schulleiters in dem umgetexteten Lied „Das bisschen Schule…“ zum Besten gab.

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