BAD NEUSTADT

Ein weiterer Meilenstein am Klinik-Campus

Anton Schick hob das Glas zum Richtspruch am ambulanzmedizinischen Zentrum des neuen Rhön-Klinikum Campus. Foto: Hubert Herbert

7000 Kubikmeter Beton, 1000 Tonnen Stahl und 85 Tonnen Glas für die Kuppel: damit wird das ambulanzmedizinische Zentrum des Rhön-Klinikum Campus das Markenzeichen des Unternehmens. So bezeichnete es jedenfalls Medizinvorstand Professor Bernd Griewing beim Richtfest am Mittwochnachmittag. Vorstandsvorsitzender Stephan Holzinger ergänzte: „Damit ist ein weiterer Meilenstein erreicht worden.“

Es ist das zweite Richtfest, das am Campus in Bad Neustadt gefeiert wird. Teil eins, der akutmedizinisch-stationäre Bereich, nähert sich schon deutlich der Fertigstellung.

Sinnvolle Kombination

Diese Kombination aus stationärer und ambulanter Behandlung, zusammen mit der Reha und weiteren medizinischen Angeboten an einem Ort mache den Vorbildcharakter des neuen Campus-Konzepts aus, so Holzinger. Ergänzt werde dies durch den verstärkten Einsatz digitaler Möglichkeiten, machte Holzinger deutlich. Dem neuen Zentrum für ambulante Medizin komme dabei die ganz wichtige Funktion der Steuerung zu. Sie sorge dafür, dass die Patienten möglichst schnell genau dahin kommen, wo ihnen mit ihren Beschwerden geholfen wird. Holzinger und Griewing sprachen von einem Modellprojekt und vom Flaggschiff Bad Neustadt, dessen medizinischer Ansatz Vorbildcharakter habe für Bayern und für die gesamte Bundesrepublik. Schließlich will der Konzern das Campus-Modell auch auf andere Standorte übertragen.

Was gerade am Konzernsitz der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt entsteht, bezeichnete Regierungs-Vizepräsident Jochen Lange als „zukunftsweisendes Projekt und neuen Sektor in der medizinischen Landschaft.“ Die Rhön-Klinikum AG stelle sich damit den Herausforderungen auf dem medizinischen Sektor. Der Bau setze neue Maßstäbe für Patienten und Ärzte.

Blick für die Herausforderungen

Für den Ärztlichen Kreisverband stellte Dr. Helmut Klum fest, dass der Firmengründer und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende Eugen Münch stets die Herausforderungen auf dem Gesundheitssektor erkannt habe. Er dankte Münch und dem Vorstand des Konzerns, diesen neuen Weg der Gesundheitsversorgung mit seiner Verknüpfung von stationären und ambulanten Bereichen an einem Ort eingeschlagen zu haben. Vielleicht liege darin ja auch eine Möglichkeit, den Arztberuf auch im ländlichen Bereich wieder attraktiver zu machen. Alle Redner waren sich einig, dass die Arbeiten gut voran gegangen sind. Schließlich ist es gerade einmal zehn Monate her, seit der Bau des Zentrums für ambulante Medizin im Mai 2017 begonnen hat. Und schon in weiteren zehn Monaten, im Januar 2019, sollen Fachärzte und ambulante Gesundheitsdienstleister die Arbeit dort aufnehmen. Höhepunkt des Festes war der Richtspruch von Bauunternehmer Anton Schick. Nach drei kräftigen Schlucken Wein und launigen Worten zerschmetterte er sein Glas auf dem Betonboden und wünschte dem Haus und den Bauherrn damit viel Glück.

Anton Schick hob das Glas zum Richtspruch am ambulanzmedizinischen Zentrum des neuen Rhön-Klinikum Campus. Foto: Hubert Herbert

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