Bischofsheim

Eine "Parkscheune" für Bischofsheims Innenstadtbewohner

Die Außenanlage um die Braunsmühle soll auch Parkmöglichkeiten bereitstellen. Foto: Marion Eckert

Für Anwohner der Innenstadt Parkmöglichkeiten in der Nähe ihres Hauses zu schaffen, das ist Bestandteil des Projektes "Innen vor Außen", zu dem sich die Stadt Bischofsheim klar bekennt. Nun ist im Zuge der Gestaltung der Außenanlage der Braunsmühle vorgesehen, eine "Parkscheune" zu errichten.

Die Sanierungs- und Umbauarbeiten an der Braunsmühle sollen im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen werden, dann müsse auch die Außenanlage zeitnah neu gestaltet werden, erläuterte die geschäftsführende Beamtin Ulla Schröder das Vorhaben. Für die Braunsmühle müsse eine Zu- beziehungsweise Durchfahrt für den Lieferverkehr sowie Flächen für eine mögliche Außenbewirtschaftung geschaffen werden. Die Stadt habe ein Grundstück im unmittelbaren Anschluss an die Braunsmühle in der Spitalgasse erworben. Dort sollen die Gebäude abgebrochen werden und Parkplätze für die Anwohner entstehen sowie die Durchfahrt (als Einbahnstraße) von der Löwenstraße vorbei an der Braunsmühle in die Spitalgasse.   

Keine "Zahnlücke" entstehen lassen

Für die Parkplätze sei eine Art "Parkscheune" vorgesehen, damit keine "Zahnlücke" in der Bebauung entstehe und der geschlossene Straßenzug erhalten werde. Es sei in der Spitalgasse eine Natursteinmauer mit einer Zufahrt geplant. Im Bereich der Braunsmühle entstehe ein kleiner öffentlicher Platz und es werden Parkplätze für die Besucher geschaffen. Das Vorhaben wird mit Kosten in Höhe von 720 000 Euro beziffert.

Den Stadträten gefiel der Entwurf.  Manfred Markert wusste: "Die Anwohner in der Spitalgasse schreien jetzt schon Hurra, wenn das kommt." Wie Sippach erläuterte, werde überlegt, die Parkplätze gegen ein jährliches Entgelt den Anwohnern zur Verfügung zustellen. Jörg Rössler ist überzeugt, dass die Anwohner dies nicht abschrecken werde. Denn die Fahrzeuge wären von der Straße weg und überdacht untergebracht, was gerade im Winter von Vorteil sei. Diskutiert wurde über die optische Gestaltung, die Größe der Parkplätze und die Zufahrtsmöglichkeiten. Dem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt. Die Anregungen sollen an den Planer weitergegeben, im November soll über den Bauantrag beraten werden.    

Für Diskussionsstoff sorgte der Antrag auf Errichtung und Nutzung eines Brauchwasserbrunnens als Hauswasserversorgung auf dem Anwesen in der Wochenendsiedlung am Kreuzberg. Im Dezember 2017 und im August diesen Jahres wurde das Vorhaben bereits ausführlich diskutiert. Zuletzt wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem Wasserwirtschaftsamt zu klären, ob eine Brunnenbohrung für alle Anwesen möglich oder ob die Anzahl begrenzt sei.

Knapper Zuspruch bei Abstimmung

Mit der Antwort der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landratsamtes waren einige Stadträte unzufrieden. Als zu wenig konkret, wage und zu offen gehalten wurde die Stellungnahme kritisiert. Es entstand eine Diskussion über die Zulässigkeit und Sinnhaftigkeit der Bohrung. Doch die geschäftsführende Beamtin wies darauf hin, dass die Genehmigung zur Brunnenbohrung bereits erteilt wurde und es lediglich Aufgabe des Stadtrates sei, darüber zu befinden, ob zum Wochenendhaus eine Leitung gelegt werden dürfe. Auch diese Tatsache stieß bei einigen auf wenig Gegenliebe. Schließlich wurde mit 9:7 Stimmen beschlossen, dem Vorhaben zustimmen. Damit der Anschluss möglich wird, hat der Antragsteller eine Reihe von Auflagen zu erfüllen, was die Abwasserentsorgung, aber auch die Wasserversorgung angeht. So darf beispielsweise kein Spülklosett, kein Bad oder eine Dusche eingebaut werden.

Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekanntgegeben, dass der Auftrag für die Neubeschaffung eines Fahrgestells für ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Haselbacher Feuerwehr an die Firma Daimler AG aus Schweinfurt für 46 341 Euro erteilt wurde. Der Auftrag für die feuerwehrtechnische Beladung ging an die Firma Albert Ziegler, Giengen/Brenz, für 14 645 Euro.

Bekannt wurde außerdem, dass die Verwaltung die Errichtung eines Unterstellplatzes auf dem Grundstück in der Straße Ebertsholz bewilligte. Außerdem wurde die Zustimmung zum Einbau eines bodentiefen Fensters am Geschäftsgebäude in der Löwenstraße gegeben. Ein Bildstock in Wegfurt musste aufgrund des Baus der Umgehungsstraße im Bereich Sondernauer Straße/Friedhof versetzt werden.

Zum Wahlleiter für die Kommunalwahl im März nächsten Jahres wurde Bürgermeister Georg Seiffert bestellt, seine Stellvertreterin ist die geschäftsführende Beamtin Ulla Sippach. Genehmigt wurde eine Förderung nach dem kommunalen Förderprogramm zur Revitalisierung der Ortskerne für ein Anwesen in der Geigensteinstraße in Oberweißenbrunn in Höhe von 13 375 Euro.

Projekte für Städtebauförderungsprogramme angemeldet

Der Jahresantrag für 2020 zu den Städtebauförderungsprogrammen wurde von Sippach vorgestellt und einstimmig verabschiedet. Wie die Regularien vorsehen, umfasst er ausschließlich Projekte für die bereits konkrete, aussagekräftige Entwurfskonzepte vorliegen. Angemeldet werden die Rollsportanlage, die Gestaltung der Außenanlage sowie die Sanierung der Braunsmühle und die geplante Parkscheune in der Spitalgasse. Außerdem die Neugestaltung des Stadtmauerwegs und des Gerberzwingeres, die Erweiterung der Rhönhalle zum Stadtteilzentrum, die Kosten für ein Architektenwettbewerb für ein "Kreativ-Haus" und die Kosten für das kommunale Förderprogramm im Sanierungsgebiet "Altstadt".

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