Bad Neustadt

Energieinitiative fordert Klimaschutzplan für den Landkreis

"Die Forderungen der „Friday for Future“Bewegung haben vollumfänglich ihre Berechtigung." Diese Ansicht vertritt Helmut Schwartl als Vorsitzender der Energieinitiative Rhön und Grabfeld. Wie es in einer von ihm verfassten Erklärung weiter heißt, werde dies den jungen Menschen von vielen Seiten vehement bestätigt, nicht zuletzt von den Wissen-schaftlern der „Scientists for Future“ Initiative mit dem medienbekannten Fernsehmoderator, Astrophysiker, Naturphilosoph und Buchautor Professor Harald Lesch: „Die junge Generation fordert nur ihr Recht auf Würde ein. Offenbar würden die Erwachsenen diese nicht anerkennen, wenn sie deren Zukunftsmöglichkeiten willentlich oder unwillentlich faktisch zerstören“, zitiert er den Wissenschaftler.

Nach Ansicht von Schwartl würden Fakten diese Aussage auf erdrückende Weise bestätigen. Seit dem globalen Klimavertrag in Paris 2015 habe sich in der Politik hierzulande bezogen auf die Umsetzung praktisch nichts getan. Als weitere Beispiele führt er die mit dem Dieselskandal verbundenen Umweltschäden ebenso an wie den Risikobericht des Weltwirtschaftsforums vom Januar 2019. Von allen Risiken sei es bei der Umwelt am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe „schlafwandelt“. 

Hotspot des Klimawandels

Starkregen und Hagel, Dürre und Trockenheit, hohe Ernteschäden, Wasserknappheit: Längst sei bekannt: Unterfranken ist ein „Hotspot“ des Klimawandels, heißt es in der Erklärung weiter. Die Erwärmung liege durchschnittlich mehr als ein Grad über der globalen Erwärmung. "Die ungeheure Wucht des Starkregenereignisses über Bad Neustadt vergangenen Dienstag ist ein weiteres Indiz: längst haben wir es mit einem Klimanotstand zu tun. Gibt es eine angemessene Antwort darauf in unserer Region, in unserem Kreis?", fragt Schwartl. Seine Antwort: "Nein.

Vor etwa sechs Jahren hätten der Bund Naturschutz und die Energieinitiative Rhön und Grabfeld ein Energiewendekonzept für den Landkreis vorgeschlagen. Es sei abgelehnt worden. "Wie viele sinnvolle Projekte für Erneuerbare Energien, für Energieeffizienz, für Einsparungen und für Klimaschutz hätte man bis heute schon umsetzen können? Stattdessen wurde wertvolle Zeit vertan."

Konzeptionelle Vorgehen

Als Positiv-Beispiel wird die Überlandzentrale Lülsfeld angeführt, die mit dem Landratsamt Schweinfurt und 39 Kommunen Netzwerke für Klimaschutz und Energiewende geschmiedet habe mit dem Ziel: eine CO2-freie Energieversorgung für die Region. "Genau so geht es." Einmal mehr fordere die Energieinitiative Rhön und Grabfeld "endlich ein konzeptionelles Vorgehen für unseren Kreis, zum Beispiel in Form eines Energiewende- und Klimaschutzplanes."

Positive Beispiele im unterfränkischen Umfeld gebe es genug. Der „Friday for Future“ Bewegung bei uns könne man nur zurufen: "Werdet mehr, seid ausdauernd und seid weiter laut, denn eure Aktionen und Forderungen sind zweifelsfrei nicht nur berechtigt. Sie sind auch notwendig, um die Verantwortungsträger endlich zum Handeln zu bewegen!", endet die Erklärung.

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