UNSLEBEN

Er war ein TSV'ler mit Leib und Seele

hermann frickel
Hermann Frickel, hier bei seinem 80. Geburtstag, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Foto: Peter Hüllmantel

Sein Name bleibt untrennbar mit seiner Heimatgemeinde Unsleben verbunden: Hermann Frickel ist am Freitag im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Verstorbene hat in seinem Leben viel gearbeitet, großes Engagement gezeigt und sich ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Und er war ein geselliger Mensch. „Ich hab' in Unsleben kein Fest verpasst“, hatte er an seinem 80. Geburtstag lachend erzählt.

Der Reifenbetrieb des Verstorbenen ist trotz Expansion seinem Heimatort immer treu geblieben. Der Beruf war Hermann Frickel quasi in die Wiege gelegt worden. Das Unternehmen, von seinem Großvater einst vor 120 Jahren als Schmiede und Landmaschinenwerkstatt gegründet, befindet sich in der vierten Generation. Hermann Frickel absolvierte eine kaufmännische Lehre, es folgten der Besuch der Handelsschule in Schweinfurt und ein kaufmännisches Volontariat in München. 1957 stieg er gemeinsam mit seinem Bruder Walter in den elterlichen Betrieb ein.

1959 heiratete er Rita Fuchs, die ebenfalls aus Unsleben stammt. Sie verstarb 2007. Als sein Vater Oskar 1966 starb, übernahm Hermann mit seinem Bruder die Verantwortung. Und sie bewiesen Weitblick und unternehmerischen Mut, als sie sich für die Erweiterung des Betriebes um die Reifenerneuerung entschieden (1970). Nur drei Jahre später kam die Filiale in Bad Neustadt dazu. 1996 wurde zudem eine Niederlassung in Meiningen eröffnet.

Vor zwölf Jahren wurde das Familienunternehmen, das 30 Mitarbeiter zählt, an Dietmar und Volker Frickel übergeben. Hermann Frickel, der Ruhe, Gelassenheit und Ausgeglichenheit ausstrahlte, stand auch danach mit Rat und Tat zur Seite und unterstützte seine Tochter Annette stundenweise im Büro. Seine große Leidenschaft hatte er quasi vor seiner Haustür: den Fußballplatz. Mit dem TSV war er eng verbunden: Neun Jahre (1967 bis 1976) fungierte er als Fußball-Abteilungsleiter. Er erlebte die Glanzzeit mit, als Unsleben der Aufstieg in die Bezirksliga gelang. Selbst hatte er nur in seiner Jugendzeit Fußball gespielt: Sein Beruf war zeitintensiv. „Früher sind wir zu den Kunden gefahren“, sagte Hermann Frickel einmal. „Und das fußballerische Können war auch nicht so da.“ Er war in jedem Fall ein TSV'ler mit Leib und Seele und gehörte dem Verein 70 Jahre an.

Darüber hinaus engagierte er sich für die Allgemeinheit: 18 Jahre gestaltete er als Gemeinderat die Entwicklung des Ortes mit. 25 Jahre war er bei der Feuerwehr, davon 23 Jahre als Schriftführer. Früher blieb angesichts der vielen Arbeit keine Zeit für das Reisen, das wurde später nachgeholt. Der Verstorbene hat auch gern Skat und Schafkopf gespielt. Gemeinsam mit seiner Tochter Annette und ihrer Familie wohnte er im Haus und wusste sich sehr gut versorgt.

Um Hermann Frickel trauern seine Lebensgefährtin und seine beiden Kinder mit Familien. Das Requiem ist am Donnerstag, 13. Februar, um 14 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Unsleben. Anschließend ist Beisetzung auf dem Friedhof. (pehü)

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